(„Lego Star Wars: The New Yoda Chronicles – Volume 1“ directed by Michael Hegner, 2014)

Lego Star Wars Die neuen Yoda Chroniken Volume 1Was wäre ein aufrechter Jedi ohne die Möglichkeit, mithilfe von Hologrammen zu kommunizieren? Und so entschließen sich Meister Yoda und der zwischenzeitlich verstorbene Obi-Wan Kenobi das letzte Jedi-Holocron zu holen und damit Lukes Ausbildung voranzutreiben. Leider hat aber auch die Gegenseite ein größeres Interesse an der Technologie, es kommt zu einer wilden Jagd zwischen Darth Vader und der kleinen Rebellenschar, was die beiden Jedi daran erinnert, wie sie schon einmal mit dem Imperium aneinandergeraten sind.

George Lucas und Humor, das ist keine immer ganz glückliche Kombination. Glücklicherweise gibt es aber andere, die sich der dankbaren Aufgabe annehmen, das immense Star-Wars-Universum durch den Kakao zu ziehen. Eine der produktivsten Reihen hat seine Ursprünge dabei in Dänemark, genauer beim Spielzeughersteller Lego. Seit 2005 schon werden in schöner Regelmäßigkeit Videospiele wie Animationsfilmchen produziert, welche die Kultfiguren mit dem Science-Fiction-Epos und zahlreichen Gags verknüpfen.

Bei Lego Star Wars: Die neuen Yoda Chroniken handelt es sich, wie der Titel bereits deutlich macht, um eine Fortsetzung der teilweise in Deutschland erschienenen Miniserie Lego Star Wars: Die Yoda Chroniken. Wer diese nicht gesehen hat, wird an mancher Stelle erst einmal kräftig verwirrt, selbst als Star-Wars-Fan: Gerade mal 21 Minuten misst jede der beiden in Volume 1 enthaltenen Episoden, die Vorstellung der Figuren wurde da kurzerhand wegrationalisiert.

Kenner werden sich dagegen gleich wie zu Hause fühlen, Die neuen Yoda Chroniken kombinieren wie auch die anderen Kurzfilme einen eher albernen, kindlichen Humor mit diversen Anspielungen auf die Original-Saga und wahnwitzigen Actionmomenten. Der Unterhaltungsfaktor ist recht hoch, Längen gibt es ohnehin nicht, im Vergleich zu der zeitgleich veröffentlichen Droiden Saga hat man hier sogar die Nase vorn. Ohne den Zwang, der Vorlage zu folgen, konnte das bewährte Team aus Michael Heger (Regie) und Michael Price (Drehbuch) aus den Vollen schöpfen und für das Format maßgeschneiderte, ziemlich absurde (Neben-)Geschichten entwickeln. Viel Gehalt haben die natürlich nicht, das verhindert die Zeit und die Ausrichtung auf eine junge Zielgruppe. Aber darauf kommt es hier eben auch nicht an, Lego Star Wars bedeutet harmlose Abenteuer, die vorbei sind, bevor man richtig hinsehen konnte.

Und das ist auch ganz gut so, denn wirklich schön ist das Gezeigte nicht. Dass die den Spielzeugfiguren nachempfundenen Protagonisten blockig sind, liegt in der Natur der Dinge. Aber auch die Landschaften sind sehr einfach gehalten, mit einem „richtigen“ Animationsfilm kann Die neuen Yoda Chroniken zu keiner Zeit mithalten. Aber diesen Anspruch erhebt man hier auch nicht, geboten wird eine kurzweilige Miniserie, die sich in erster Linie zwar an eine junge Zielgruppe richtet, die dank diverser gelungenen parodistischen Elemente aber auch für erwachsene Fans der Sternensaga interessant ist.

Lego Star Wars: Die neuen Yoda Chroniken – Volume 1
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Lego Star Wars: Die neuen Yoda Chroniken – Volume 1
„Die neuen Yoda Chroniken“ erzählt auf humorvolle Weise diverse Nebengeschichten rund um die Sternensaga. Inhalt und Optik sind dabei recht einfach, spaßig ist die Miniserie aber und enthält auch diverse nette Anspielungen auf die Vorlage.
7von 10

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