Asiatische Filme führen hierzulande fast schon traditionell ein Leben im Schatten. Sicher, Martial-Arts-Streifen oder Anime haben ihre festen Fans, der eine oder andere Asia-Horror-Film (Rigor Mortis The Second Coming) kommt ebenfalls noch in die Läden. Und wer Glück hat, stolpert über Drama-Perlen wie Pieta oder Himizu. Aber Komödien? Die muss man schon mit der Lupe suchen. Dass es sie gibt, zeigt aber ein Blick nach Südkorea, wo gerade der Film Twenty von sich reden macht.

Erzählt wird darin die Geschichte dreier Freunde, die gerade den Abschluss an der Highschool machen. Chi-hos einziges Interesse gilt der Verführung von Frauen. Davon kann Kyung-jae nur träumen, denn der Musterschüler leidet unter einer extremen Schüchternheit, sobald Vertreter des anderen Geschlechts anwesend sind. Dong-woo wiederum wäre gern einfach nur Comiczeichner, was in der Realität aber deutlich schwieriger ist als in seiner Vorstellung. So wie er müssen sich alle drei der Frage stellen, was es heißt, plötzlich ein eigenes Leben zu führen.

In seiner Heimat stürmte Twenty mit einem Einspielergebnis von knapp 8 Millionen mühelos an die Spitze (zum Vergleich: Platz 2 Whiplash spielte „nur“ 1,9 Millionen ein). Und auch in den Weltcharts reichte es für einen beeindruckenden 7. Platz, obwohl der Film außerhalb von Südkorea nirgends zu sehen ist – Deutschland eingeschlossen, wo sich bislang kein Verleih gefunden hat.

Twenty [Trailer]
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