Filme, die im Iran spielen, das hat aus recht naheliegenden Gründen Seltenheitswert. Letztes Jahr durften wir im Dokumentarfilm Der Iran Job einem amerikanischen Basketballspieler zusehen, der ein mäßiges Team in die obere Liga bringen soll. Und seit heute läuft der schaurig-schöne A Girl Walks Home Alone at Night an, in dem eine Vampirdame ahnungslosen Männern das letzte Blut aussaugt. Eine Mischung aus Dokumentation und Fiktion wiederum ist Taxi Teheran. Darin fährt der iranische Regisseur Jafar Panahi als angeblicher Taxifahrer durch die Stadt, verwickelt seine Gäste in Gespräche und zeichnet so – unerlaubterweise, denn der Regisseur hat in seiner Heimat Drehverbot – das Gesellschaftsporträt in einem für uns doch recht fremden Land.

In Frankreich kam dieser verbotene Grenzgang schon einmal gut an, in der Startwoche belegt Taxi Teheran dort mit 150.000 Zuschauern den siebten Platz. Bei uns sind etwaige Chartserfolge noch Zukunftsmusik, der Gewinner des Goldenen Bären 2015 läuft in Deutschland am 23. Juli an.

Taxi Teheran [Trailer]
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