(„The Equalizer“ directed by Antoine Fuqua, 2014)

The Equalizer

„The Equalizer“ ist seit 19. Februar auf DVD und Blu-ray erhältlich

Wie schon beim 2001 erschienenen Film Training Day arbeiten Antoine Fuqua und Denzel Washington nun erneut zusammen. Dieses Mal machen sie sich an die Adaption der TV-Serie Der Equalizer – Der Schutzengel von New York, welcher während der 80er-Jahre über den Bildschirm flimmerte.

Eigentlich hat Robert McCall (Denzel Washington) mit seiner Vergangenheit als Killer abgeschlossen. Seit seine Frau gestorben ist lebt er ein relativ normales Leben. Er liest viel, arbeitet im Baumarkt und besucht jeden Abend ein kleines Café. Dort lernt er die junge Prostituierte Teri (Chloë Grace Moretz) kennen. Mit ihr kommt er immer wieder ins Gespräch und so entsteht ein bisschen etwas, wie eine Freundschaft. Doch als sie von ihrem Zuhälter krankenhausreif geschlagen wird,  kann Robert nicht so einfach wegsehen. Die Rache endet blutig und mit Toten. Blöd nur, dass der Zuhälter für die Russenmafia gearbeitet hat und diese schaltet sich jetzt ein und eröffnet, in Person von Teddy (Marton Csokas), die Jagd auf Robert.

Im Moment kommt es immer öfter vor, dass man Actionfilme mit alternden Hollywoodstars besetzt. Sei es Kevin Costner in 3 Days to Kill, Liam Neeson in 96 Hours, Sean Penn im im April erscheinenden The Gunman oder eben Denzel Washington in The Equalizer und Safe House. Gerade im letzten 96 Hours-Film konnte man Liam Neeson doch in einigen Szenen anmerken, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Gerade bei Actionfilmen ist das natürlich ein Fakt, der sehr störend sein kann und sich somit auch negativ auf den Film auswirkt.

Diesen Kritikpunkt kann man bei The Equalizer beim besten Willen nicht anbringen. Denzel Washington spielt hier wirklich in jeder Sekunde überzeugend und auch seine Kampfchoreographien sind sehr eindrucksvoll, doch am Ende bleibt man ein bisschen mit dem Gefühl zurück, dass es egal ist, gegen wen er gekämpft hätte. Er hätte sie wahrscheinlich sowieso ohne größere, augenscheinlichere Anstrengung zu Boden gestreckt. Über seinen Charakter Robert McCall kann man dies leider nicht sagen. Er ist mit seinem coolen Blick einer dieser typischen Actionhelden, die immer einen gelassenen Spruch auf Lager haben, um auch gar das letzte Wort zu haben. Über seine Vergangenheit erfährt man mit der Zeit immer ein bisschen mehr, ohne dass man am Ende einer totalen Auflösung gegenüber steht. Somit umgibt diesen Charakter am Ende des Films immernoch  eine geheimnisvolle Aura.

Was The Equalizer von anderen Vertretern seines Genres abhebt ist die Brutalität, mit der hier vorgegangen wird. Hier werden Menschen an Maschendrahtzäunen erhängt oder von hinten mit einer Bohrmaschine durchbohrt. Ob hier jeder einzelne Mord gerechtfertigt ist, bleibt fragwürdig. Zu unterhalten weiß der Film jedenfalls. Zumindest über weite Strecken, denn seine Laufzeit von 132 Minuten merkt man dem Film vor allem in den Nicht-Actionsequenzen deutlich an. Bis auf die angesprochene Härte hebt sich dieser Film ansonsten nicht wirklich von anderen 08-15 Hollywood-Actionern ab. Schiessereien, Explosionen und Charaktere hat man so oder so ähnlich schon mal irgendwo gesehen und auch den Showdown im Regen hat man hier noch gekonnt eingebaut, obwohl diese finale Szene nicht einmal draußen stattfindet.



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The Equalizer
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The Equalizer
The Equalizer bietet tolle, teils sehr brutale, Action, mit einem gut aufgelegten Hauptdarsteller. Ansonsten hebt er sich leider nicht sehr von anderen Hollywood-Actionfilmen ab.
6von 10

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