(„Fear Island“ directed by Michael Storey, 2009)

Ein harmloser Bootsausflug auf eine einsame Insel. Alkohol, junge Menschen und der Beginn einer unheimlichen Mordserie. Jenna (Haley Duff), die einzige Überlebende dieser Gräueltaten wird mit blutverschmierten Händen und einem gewaltigen Messer von der Polizei auf der abgelegenen Insel aufgefunden. Ihr Gedächtnis kehrt nur nach und nach zurück, doch sie erinnert sich lückenfrei an alle Details der Geschehnisse. Auch den Grund für ihr Überleben und das düstere Geheimnis des Mörders hält die junge Blondine tief unter Verschluss. Die Polizei ist misstrauisch und bohrt schonungslos im Gedächtnis des armen Mädchens. Kann der Fall aufgeklärt und der wahre Mörder entlarvt werden?

Viele Filme lassen sich schnell als Unfug oder überflüssiges Filmerlebnis ausmachen. Hat man sich dann endgültig gegen einen Film entschieden, hat man drei Möglichkeiten, zum einen könnte man den Film laufen lassen und etwas Wichtiges nebenbei erledigen. Die zweite Möglichkeit besteht darin, den DVD-Player auszuschalten und die DVD weit weg zu legen. Die dritte und oftmals lustigste Entscheidung, sofern man nicht alleine schaut, ist den durchaus misslungenen Film mit viel Humor zu nehmen. Vor allem bei drittklassigen Horrorfilmen kann es so zu unglaublichem Vergnügen kommen, besonders wenn man zusätzlich dem Alkohol frönt.

Fear Island ist leider so ein Kandidat aus dem man selbst das Beste herausholen muss, da dieser weder das Fürchten lehrt, noch großartig unterhält. Anspielungen auf bekanntere Horrorfilme wie SAW lassen nur ein müdes AHA-Erlebnis zurück, aber die Dialoge, jawohl, die Dialoge tragen den Film, wenn man sich richtig zu deuten versteht.

Man darf die spritzigen Wortwechsel nicht einfach als völligen Nonsens abtun, man muss tiefgründiger Blicken, um mit ihnen etwas anfangen zu können.

„Das Vater Unser, kennen Sie das?“ – Gefangene fragt Polizeipsychologin!

Kann man sich bei solchen Sätzen frei von dem Gefühl machen verarscht zu werden, wird Fear Island richtig unterhaltsam und birgt Sprüche, mit denen man sich auch beim nächsten Beisammensitzen noch köstlich amüsieren kann.

Leider sind die Figuren in diesem Film ebenso flach wie die Story, dessen Ausgang man spätestens nach der Hälfte des Films durchschauen kann. Durch die andauernden Blenden von dem Geschehen auf der Insel, zu dem Verhör der Überlebenden wird der ohnehin schon geringe Spannungsbogen ständig unterbrochen, um dem Film wohl doch noch einen Hauch von Intelligenz zu verleihen. Leider vergebens.

Fazit: Hier wird nicht lang gefackelt, sowohl in dem Film, wie auch meiner Kritik. Fear Island ist ein typischer Teenie-Horror-Thriller, in dem es darum geht alle zu töten und das mit mehr oder weniger banalem Grund. Wenn man keinen großen Wert darauf legt, sich auf die Story konzentrieren zu müssen, oder bei einem Treffen mit seinen Freunden nur nebenher einen Film laufen lassen will kann ich diese DVD ruhigen Gewissens empfehlen. Denn ein paar Lacher sind auf Kosten der Geistlosen Dialoge und Handlungen garantiert.

Fear Island erscheint am 17.Februar auf Blu Ray und DVD


Fear Island
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6 Responses

  1. tickiti

    Hallo,
    also ich habe mir gerade den Film angeschaut und ich muss der Kritik vollkommen Widersprechen. Der Film bringt immer wieder seine Wendungen mit sich, wodurch ein Durchschauen des Ausgangs mir nicht gelang. Die Verstrickungen, wie das alles zusammenhängt, haben dies untermauert und diese brachten auch eine gewisse Spannung mit sich. Klar, Fear Island ist nicht der beste Film in diesem Genre, aber dennoch denke ich, dass er schon sehenswert ist.

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  2. Sebastian Krause

    Glücklicher Weise sind Geschmäcker ja verschieden.
    Denn nach wie vor bin ich der Meinung, dass Fear Island weder anspruchsvoll, noch gelungen inszeniert ist. Um es mit einem Wort zu sagen, obwohl die Sichtung lange her ist: Spannungsarmer Klamauk!

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