(„The Bounty Hunter“ directed by Andy Tennant, 2010)

Fast jeder, der eine Trennung oder eine Scheidung hinter sich hat, kennt die nachträglichen Streitereien oder Rosenkriege mit dem Ex-Partner.  Doch wären Sie auch in der Lage ihn oder sie der Polizei auszuliefern, um die Belohnung für deren Inhaftierung zu kassieren? Genau das hat Kopfgeldjäger Milo Boyd (Gerard Butler), mit seiner Ex-Frau Nicole Hurley (Jennifer Aniston), einer erfolgreichen Journalistin, vor.

Polizist Milo, der in Wirklichkeit keiner ist, hält sich mit mehr oder weniger Atem beraubenden Jagten nach gerichtlich gesuchten ‚Schwerverbrechern‘ über Wasser, bis er den Auftrag bekommt, Nicole zu suchen und zur Polizeiwache zu befördern. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht nimmt er die Herausforderung an. Doch die Aufgabe gestaltet sich schwerer als einst erwartet. Er fängt sie und immer wieder gelingt ihr die Flucht mit mehr oder weniger (un)fairen Methoden.

Auf der gemeinsamen Flucht/Jagt kreuzt eine Organisation, der Milo Geld schuldet, den gemeinsamen Weg und die beiden machen die verrückte Entdeckung, dass Nicole’s heiße Story, wegen der sie gerichtlich gesucht wird, mit den Schlägertypen der erwähnten Truppe in Verbindung stehen. Und zwischen alledem steckt Nicole’s Verehrer Stewart (Jason Sudeikis), der nach einem gemeinsamen Abend auf der Weihnachtsfeier versucht, nicht mehr von ihrer Seite zu weichen.
Doch was hat der jahrelange Freund der beiden und Cop Bobby mit der Sache zu tun?

Auf der Suche nach der Lösung für den Selbstmord, der offensichtliche Korruption, einer Menge Geld, das Verschwinden von Nicole’s Spitzel, einem Tattoo-Studio, das ständige Auftauchen der Geld-Eintreiber und der Frage, ob sie ihre Vergangenheit nicht Revue passieren lassen könnten, kommt es zu manch einer unerwarteten Wendung, lustigen Überraschung und absolut amüsanten Situation. Jennifer Aniston, bekannt aus der Serie Friends und vielen Beziehungskomödien, und Gerard Butler, der besonders durch seine vielfältigen Rollen in letzter Zeit (Rache-Thriller Gesetz der Rache; Action-Epos Gamer; Liebesfilm P.S. Ich liebe dich) Eindruck schindete, harmonieren zusammen perfekt als das zerstrittene Ex-Ehepaar.

Die Spielfilmlänge von etwas mehr als 100 Minuten wurden allerdings nicht immer zufriedenstellend genutzt, viel Zeit wurde mit der Jagt nach Nicole und ihrer resultierenden Flucht verbraucht, was leider ein bis zwei Mal zu oft vorkommt. Gelungen sind hingegen oft die vielen recht trockenen Witze in Form von Wortgefechten, die meist aus Vorwürfen über die gemeinsamen Zeit bestehen.

Alles in allem wird dem Zuschauer hier eine Beziehungskömodie gepaart mit einer Prise Action und viel Situationskomik geboten. Demnach nichts neues, aber allemal für einen gemeinsamen Paarabend geeignet.

Der Kautions-Cop
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Eine Antwort

  1. ChristiansFoyer

    Von den 100 Minuten wird nur eine einzige, nämliche die erste, zufriedenstellend genutzt. Ich fand den schrecklich lahm, witz- und spannungslos. Und meine Freundin schüttelt schon den Kopf, wenn sie nur die Namen Butler und Aniston hört, drum war auch nix mit gemütlichem Paarabend 😉

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