(„Final Destination“ directed by James Wong, 2000)

Final Destination, Endstation Leben.

Der 17-jährige Alex plant mit seiner Klasse einen Ausflug nach Paris. Doch er hat die Rechnung ohne den Tod gemacht. Kurz vor dem Antreten seines Fluges nach Frankreich nimmt er merkwürdige Zeichen wahr: Der Zettel, der am Gepäck befestigt wird, trägt die Aufschrift ‚Final Destination‘, zu Deutsch ‚Endstation‘. Zu guter Letzt läuft, während er auf Toilette sitzt, im Radio ein Song von John Denver, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.

Trotz seines schlechten Gewissens und dem längst überholungswürdigen Zustandes des Fliegers setzt er sich auf seinem Platz. Doch kurz nachdem die Reifen den Boden verlassen haben, gerät der Stahlvogel in Kollision und das Licht fällt aus. Das Schicksal sucht sich seinen Lauf und eine Seitenwand reißt auf, einige Passagiere werden hinausgeschleudert und es kommt zu einer riesigen Explosion.

„Alex“, ruf eine Klassenkameradin, „könntest du mit Blake Platz tauschen, damit wir zusammen sitzen können?“. Alles nur ein Traum. Er springt voller Entsetzen auf und wird schreiend aus dem Flugzeug entfernt, nachdem er die Besetzung vor der bevorstehenden Explosion gewarnt hatte. Einige seiner Klassenkameraden folgen ihm freiwillig oder durch Aufforderung und sehen dem Flugzeug anschließend beim Start zu. Es geschah, wie Alex es zuvor in seinem Traum sah: Das Flugzeug geht in Flammen auf. Der Tod, dem natürlich keines seiner Opfer aus den Augen und durch die Finger gehen lässt, hat noch mehr Tricks auf Lager und sucht sich andere Wege. Einer nach dem anderen stirb durch Unfälle und Selbstmorde. Vom Tod geplante.

Der Film überzeugt durch die selten behandelte Thematik und den Einfallsreichtum der Regisseure, was die teils recht blutigen zu Tode Gehenden angeht. Kritiker bemängeln die Vorhersehbarkeit der Unfälle und einige Logikfehler, Bsp.: Der Wasserhahn der Toilettenspülung hat ein Leck und somit bildet sich eine Pfütze, die auf Tod Waggner zufließt, ihn darauf ausrutschen lässt und sich somit an einer Wäscheleine stranguliert. Nach seinem Tod zieht sich die Pfütze zusammen und verschwindet.

Neben der Haupthandlung, den Nachforschungen, dem Tod erneut ein Schnippchen schlagen zu können, gibt es noch einen Nebenzweig, wo es um die Beziehung von Alex und Clear geht. Diese empfand das bereits erwähnte Testpublikum jedoch langweilig. Daraufhin wurde mit einem Aufwand von einem 6-tägigen Dreh und einer Investition von 6 Mio. Dollar ein anderes Ende gedreht. Das originale Ende ist auf der DVD unter den geschnittenen Szenen zu finden.

Ein anderer Kritikpunkt sind die teils fehlbesetzen Charaktere. Zum einen wäre da Sean William Scott, bereit bekannt durch American Pie 1-3, der hier als ruhiger, kleinlauter, Karohemden tragender Junger Mann dargestellt wird und dafür, im wahrsten Sinne des Wortes, den Kopf verliert. Jedoch ist der Film durch und durch mit Spannung gespickt, der Zuschauer fiebert regelrecht mit, wann, was recht vorhersehbar erscheint, sich jedoch nicht als Minuspunkt aufschreiben lässt, und wie eine Person dem Tod zum Opfer fällt. Lassen wir jedoch Tatsache, dass der Regisseur hier seinen ersten Hollywoodstreifen gedreht hat und die Vorhersehbarkeit der Tode außen vor, bleibt eine überzeugende, blutig-spannende DVD mit, was die ‚Unfälle‘ angeht, schwarzem Humor, im Player liegen.

Und egal, was sie tun, der Tod findet Sie. Immer und überall.

Final Destination
4.18 (83.64%) 22 Artikel bewerten

Über den Autor

Eine Antwort

  1. Candide

    Fand ihn damals im Kino durchaus unterhaltsam. Das Sequel war dann langweilig und die folgenden habe ich erst gar nicht angeschaut.
    Final Destination bleibt für mich ein Film den man schnell wieder aus dem Gedächtnis verliert.

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