Bube, Dame, König, GrAs

geschrieben von movie-struck am 5 Mai, 2009 Crime, Komödie 2 Kommentare
/2010/02/Guy-Ritchie.jpg Review 1 von 5 von Der Mann von der Insel [ ]

Der oftmals als der britische Tarantino titulierte Guy Ritchie sorgte mit seinen ersten beiden Gangsterstreifen für frischen Wind in der Filmbranche. In den darauf kommenden Jahren glich seine Arbeit allerdings eher einem lauen Lüftchen als einem mitreisenden Orkan.

(“Lock, Stock & Two Smoking Barrels” directed by Guy Ritchie, 1998)

Bube Dame König grAsDie vier Freunde Eddy (Nick Moran), Tom (Jason Flemyng), Bacon (Jason Statham) und Soap (Dexter Fletcher) haben zusammen eine Summe von 100.000 Pfund aufgetrieben, um Poker gegen den skrupellosen Unterweltboss Hackebeil Harry (P.H. Moriarty) zu spielen. Dass Eddy in dieser Runde, trotz seines Geschicks, keine Chance auf den Jackpot hat, ist klar. Ganz im Gegenteil, die vier Freunde haben nach dem illegalen Pokerturnier Schulden in Höhe einer halben Millionen Pfund, die sie innerhalb einer Woche begleichen, oder für jeden versäumten Zahltag mit einem ihrer Finger büßen müssen. Durch einen Zufall erfahren sie von einem Überfall, den eine benachbarte Gang plant und beschließen selbst wiederum der Bande ihre Beute zu rauben, indem sie dieser in ihrem Unterschlupf bewaffnet auflauern. Der Plan geht auf, allerdings trachten nun drei verschiedene, sich nicht vor Gewalt scheuende, Banden nach dem erbeuteten Gut. Ein spektakuläres Finale beginnt, bei dem sich alle nacheinander gegenüberstehen und wortkarg ihren Standpunkt vertreten dürfen. Neben jeder Menge Leichen, überleben nur die vier Freunde, sowie der ehemalige Schuldeneintreiber Hackebeil Harrys, Big Chris (Vinnie Jones), die sich mehr oder weniger gelungen, über die Herrenlose Beute einig werden können.
Ich habe versucht den Film wirklich nur kurz zusammenzufassen und das nötigste zu erwähnen. Die gesamten “Geschäftsbeziehungen” genau zu beleuchten wäre zu komplex, man muss es einfach selbst gesehen haben. Guy Ritchie versteht es, eine Gaunerkomödie mit jeder Menge Witz, eingebaut in Szenen und lässigen Dialogen zu zaubern. Die Schnitte sind für den “normalen” Zuschauer sicherlich etwas verstörend, genau wie die eleganten Kameraführungen oder Aufnahmen. Musikalisch ist “Bube, Dame, König, GrAs” bis auf ein bis zwei Tracks spritzig hinterlegt, was den gesamten Charme erheblich in die Höhe reißt. Schauspielerisch ist einiges aufgetischt worden, wenn auch überwiegend un- oder wenig bekannt, bis natürlich auf Jason Statham und Sting, der hier den strengen Vater mimen darf. Aufgetischt im positiven Sinne, alle Schauspieler verleihen ihrer Rolle eine eigene, liebenswerte oder zumindest düstere Persönlichkeit. Statham bildet hier sogar das Schlusslicht.
Fazit: Ein wirklich klasse Film, in seiner Art einmalig. Die gesamte Story, viele geniale Ideen, die überraschenden Wendungen, die absolut witzigen Dialoge und verschiedensten Charaktere, mit einer Tiefe ausgestattet, welche selbst das reine Auftauchen auf der Mattscheibe zum Vergnügen werden lässt, machen den Film zu einem, seiner Zeit, Genreüberragenden, meisterlichen Werk. Mittlerweile das vierte Mal gesehen, einfach cool. 6 von 6 Sternen. Nur zu empfehlen!


Das könnte Dich vielleicht auch noch interessieren:

  1. Snatch – Schweine und Diamanten
  2. RocknRolla
  3. Revolver

Tags: , , , , , ,

2 Kommentare zu “Bube, Dame, König, GrAs”

  1. Candide sagt:

    Ja da gibt es auch bei mir die volle Punktzahl. Einfach köstlich und im Gegensatz zu manch anderen finde ich schon, dass Ritchie seinen eigenen Stil hat.
    Schade dass er mit seinen neueren Filmen nicht so überzeugen konnte, Talent hätte er ja.  Zitiere

  2. Parker sagt:

    Ja, absolut Unterhaltsam. Hab ihn grade vor kurzem wieder gesehn. Finde ihn fast besser als Snatch.  Zitiere

Kommentar verfassen

Page optimized by WP Minify WordPress Plugin