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© ZDF/Lukas-Frederik Pfaff/Andre Kowalksi/Florian Licht

Die Maiwald: Beziehungsweise

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„Die Maiwald: Beziehungsweise“ // Deutschland-Start: 2. April 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Bei Dr. Johanna Maiwald (Doris Schretzmayer) geht es gerade drunter und drüber. So ist ihr Bruder Georg (Michael A. Grimm), Bürgermeister des Bergdorfs Maria Alm, nach einem Seitensprung wieder bei ihr eingezogen, was ihr so gar nicht passt. Beruflich ist sie sowieso dauernd überlastet, da sie im Umkreis von 50 Kilometern die einzige Tierärztin ist. Immerhin: Uniabsolvent Kami Karner (Atrin Haghdoust), den sie zuvor nach Maria Alm gelockt hatte, ist zurück und hat nun doch Interesse daran, in ihrer Praxis zu arbeiten – was Johanna aber misstrauisch macht. Dabei tut Unterstützung Not, wurde doch gerade die Katze Polly vergiftet. Aber wer sollte dem Tier von Lisa Krainer (Zoe Moore) und ihrer Tochter Matilda (Lara Johanna Grunwald) das nur antun? Deutlich angenehmer ist da die Sache mit Jakob (Bernhard Piesk), dem sie nach und nach näherkommt …

Viel Drama vor idyllischer Kulisse

Am Donnerstagabend wird es im ZDF bekanntlich heimelig, wenn Reihen wie Der Bergdoktor und Lena Lorenz dem Publikum viel Drama vor idyllischen Kulissen in der Provinz bieten. Verbunden werden diese Settings mit irgendwelchen medizinischen Themen. Und das gilt dann auch für die beiden neuen Reihen, mit denen der Sender die Zuschauer und Zuschauerinnen bei Laune halten möchte. Nachdem es in Einfach Elli mit den beiden Filmen Neuanfang und Verzeihen um eine Notärztin ging, steht in Die Maiwald eine Tierärztin im Mittelpunkt. Den Auftakt machte vergangene Woche Verstärkung, welches in erster Linie dazu diente, die verschiedenen Figuren einzuführen, allen voran die titelgebende Protagonistin, die sich gern mal bei anderen einmischt, selbst aber auch nicht alles so hinbekommt wie gewünscht.

Mit Die Maiwald: Beziehungsweise kommt nun bereits ein zweiter Film, von dessen Erfolg es dann auch maßgeblich abhängen wird, ob aus den zwei Folgen tatsächlich eine ganze Reihe wird. Am Konzept wurde erwartungsgemäß nicht viel gerüttelt. Auf das Publikum warten viele Bergaufnahmen, bei denen natürlich immer die Sonne scheint. An einer Stelle heißt es zwar, dass Regen kommen könnte. Dieser wird bei diesen Filmen aber nur gezeigt, wenn es ganz dramatisch werden soll. Wobei es auch bei bestem Wetter reichlich Drama gibt. Teilweise wird das fortgesetzt, was beim letzten Mal schon angesprochen wurde. Georg und seine Frau haben Stress, was Johanna dann mitausbaden muss. Dafür darf die mit dem zurückgekehrten Bauernsohn Jakob anbändeln, was ihrem eigenen Ex Markus (Christian Schneeweiß) nicht passt. Und auch bei der neu eingeführten Figur Lisa gibt es solchen Stress, da ihr eigener Ex Carlo (Joscha Kiefer) vor der Tür steht.

Einfallslos bis übertrieben

Auf der einen Seite ist es natürlich nicht verkehrt, wenn die Reihe früh auf persönliche Geschichten setzt, anstatt nur irgendwelche Tiere vorzuführen. Sonderlich interessant ist es aber nicht, was man sich da ausgedacht hat. Wo es beim letzten Mal immerhin noch die Vater-Sohn-Konflikte gab, selbst wenn diese ebenfalls einfallslos waren, dreht sich diesmal fast alles nur noch um die Liebe. Erschwert wird das dadurch, dass diverse Figuren ziemlich unsympathisch geworden sind. Die Maiwald: Beziehungsweise ist zwar schon ein kleiner Fortschritt im Vergleich zum letzten Mal. Zumindest erkennt die Protagonistin ein Stück weit an, was für eine miese Nummer es war, einen Studenten ins Dorf zu locken, unter der Lüge, die Praxis sei in Salzburg, und ihn dann auszusetzen. Aber es ist doch noch ein einiges zu tun, damit die Figuren einem tatsächlich nahegehen.

In der Zwischenzeit gibt es aber noch das Tierthema. Dieses ist etwas unerwartet, man rechnet in dieser Idylle eher nicht damit, dass da jemand Katzen umbringen will. Theoretisch ginge das als Whodunit-Krimi durch, wenn das Publikum sich fragen soll, wer dahintersteckt. Praktisch weiß man das aber, da der Film keine wirklichen Alternativen aufzeigt. Der Strang ist zwar etwas übertrieben, bringt aber zumindest etwas Abwechslung in das einfallslose und wenig interessante Drama. Immerhin: Das Ensemble ist gut, macht Die Maiwald: Beziehungsweise insgesamt erträglicher. Das reicht aber nicht aus. Wie schon bei Einfach Elli sollten sich die Filme doch noch deutlich steigern, wenn daraus etwas Sehenswertes werden soll.

Credits

OT: „Die Maiwald: Beziehungsweise“
Land: Deutschland, Österreich
Jahr: 2026
Regie: Tina Kriwitz
Drehbuch: Claudia Matschulla, Arnd Mayer
Musik: Anna Luca Mohrhenn, Philip Stegers
Kamera: Florian Licht
Besetzung: Doris Schretzmayer, Michael A. Grimm, Sonsee Neu, Atrin Haghdoust, Klara Eham, Bernhard Piesk, August Schmölzer, Ferdinand Dörfler, Christian Schneeweiß, Uschi Glas, Zoe Moore, Lara Johanna Grunwald, Joscha Kiefer

Bilder

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Die Maiwald: Beziehungsweise
fazit
In „Die Maiwald: Beziehungsweise“ geht es ganz viel um Liebe, aber auch die Frage, wer eine Katze vergiftet haben könnte. Das Drama schwankt zwischen einfallslos und übertrieben. Dafür gibt es wieder malerische Bergkulissen und ein gutes Ensemble, was aber nicht ausreicht, um den Inhalt auszugleichen.
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