
Grace MacCaullay (Samara Weaving) hat es geschafft: Sie hat das tödliche Familienritual ihres Manns überlebt, während alle anderen dabei gestorben sind. Jetzt muss sie es nur noch schaffen, der Polizei den ganzen Wahnsinn zu erklären. Aber wie soll ihr das jemand abkaufen, wenn nicht einmal ihre eigene Schwester Faith (Kathryn Newton), die nach Jahren der Funkstille wieder vor ihr steht, etwas davon abkauft? Aber das ist bald das geringste der Probleme. Durch den Vorfall kommt es zu einem weiteren mörderischen Wettstreit. Diesmal kämpfen die Zwillinge Ursula (Sarah Michelle Gellar) und Titus Danforth (Shawn Hatosy), Ignacio El Caido (Néstor Carbonell), Wan Chen Xing (Olivia Cheng) und Viraj Rajan (Nadeem Umar-Khitab) als Vertreter ihrer jeweiligen Familien um den Vorsitz. Und zu dem Zweck muss Grace sterben – schon wieder …
Das tödliche Versteckspiel geht weiter
Ready or Not – Auf die Plätze, fertig, tot war 2019 eine richtig freudige Überraschung. Nicht nur, dass das Konzept – eine Braut muss in einer Partie Verstecken um ihr Leben kämpfen – schön absurd war. Die Horrorkomödie entwickelte sich auch zu einem unerwarteten Hit, spielte bei einem Budget von 6 Millionen US-Dollar knapp das Zehnfache wieder ein. Da ist es kein Wunder, dass irgendwann Überlegungen stattfanden, wie man diesen Erfolg noch weiter ausschlachten darf. Doch so naheliegend es ist, eine Fortsetzung drehen zu wollen, war es doch erneut überraschend, als Ready Or Not 2 angekündigt wurde. Denn die Geschichte des Erstlings endete auf eine Weise, die eigentlich keinen Nachfolger zwingend machte. Denn die Antagonisten waren ja alle tot.
Das Drehbuchduo Guy Busick und R. Christopher Murphy machte sich dennoch an die Arbeit, das Konzept ein zweites Mal in einen Film zu packen, Und dafür wählten sie das Motto: „Viel hilft viel“. Tatsächlich ist Ready Or Not 2 im Prinzip eine Neuauflage des beliebten ersten Teils, nur auf mehrere Weise größer aufgezogen. Das fängt schon damit an, dass hier nicht nur die bewährte Protagonistin, sondern auch deren Schwester vor den Häschern entkommen muss. Es gibt dieses Mal außerdem gleich vier Familien, die Jagd auf die unglückseligen Frauen machen. Und selbst das Setting wurde aufgemotzt. Zwar spielt auch das zweite Verstecken in einem riesigen Anwesen. Dieses Mal wurde das Jagdgebiet aber zusätzlich auf den angrenzenden Wald und den Golfplatz ausgeweitet. Eine typische Fortsetzung also.
Noch immer spaßig
Es gibt jedoch auch neue Elemente, die dabei helfen, aus dem Film mehr zu machen als einen bloßen Aufguss. Das wichtigste ist, dass die Jäger kein Team sind, sondern vier Teams, die alle dasselbe Ziel verfolgen, aber in einem Konkurrenzverhältnis zueinander stehen. Das wird zwar nicht so konsequent genutzt, wie es möglich gewesen wäre. Anstatt ein komplettes Battle Royal daraus zu machen, dürfen die vier wettstreitenden Familien sich in Ready Or Not 2 gegenseitig nichts antun. Das ist nachvollziehbar, da es ja schon darum gehen soll, wie jemand unbewaffnet gegen einen übermächtigen Feind antritt. Dennoch ist es etwas schade, da nicht das komplette Potenzial genutzt wird. Immerhin: Die Konkurrenten dürfen sich behindern, was zu der einen oder anderen amüsanten Situation führt. Und zu einem schönen Knalleffekt.
Aber auch wenn da in mancher Hinsicht mehr möglich gewesen wäre, macht auch die zweite Spielerei viel Spaß. Das Konzept mag beim zweiten Mal nicht mehr den großen Eindruck hinterlassen, der Gewöhnungseffekt ist nicht zu übersehen. Aber es funktioniert. Vor allem das spielfreudige Ensemble trägt dazu bei, dass die etwas andere Hetzjagd einen hohen Unterhaltungswert hat. Die rückkehrende Weaving ist als toughe Zielscheibe erneut eine Wucht. Das Zusammenspiel mit Kathryn Newton (Abigail) ist sehr gut und hat einige emotionale Momente zur Folge. Aber auch die restliche Besetzung ist eine reine Freude, gerade weil viele der Figuren völlig überzeichnet sind. Hätte es einen zweiten Teil gebraucht? Das vielleicht nicht. Aber es ist doch schön, dass es Ready Or Not 2 gibt, zumal die erweiterte Mythologie sich gut in das Szenario des Erstlings einfügt.
OT: „Ready Or Not 2: Here I Come“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett
Drehbuch: Guy Busick, R. Christopher Murphy
Musik: Sven Faulconer
Kamera: Brett Jutkiewicz
Besetzung: Samara Weaving, Kathryn Newton, Sarah Michelle Gellar, Shawn Hatosy, Elijah Wood, Néstor Carbonell, Olivia Cheng, Varun Saranga, Nadeem Umar-Khitab, Dan Beirne
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