Misdirection – Rache sitzt tief
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Misdirection – Rache sitzt tief

„Misdirection – Rache sitzt tief“ // Deutschland-Start: 20. Februar 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Jason (Oliver Trevena) und Sara (Olga Kurylenko) sind ein eingespieltes Team, gemeinsam haben sie schon so manche Leute bestohlen. Ihr neuestes Ziel ist der Anwalt David (Frank Grillo), dessen Safe sie ausrauben wollen. Eigentlich war das ein Job wie jeder andere, das Paar hat sich gewissenhaft darauf vorbereitet. Während David auf einer Veranstaltung ist, haben sie freie Bahn und können ungestört ihren Coup ausführen. So dachten sie zumindest. Zu ihrem Unglück kommt er aber früher als geplant zurück, während sie noch mitten bei der Arbeit sind. Also bleibt dem Duo nichts anderes übrig, als zu improvisieren und irgendwie zu versuchen, wieder aus der Sache herauszukommen. Aber das ist nicht so einfach wie gedacht, denn ihr Opfer ist überraschend wehrhaft. Und das wird nicht die einzige Überraschung bleiben, welche auf sie in dieser Nacht …

Wenn Täter zu Opfern werden

Es gehört zu den in Thrillern und Horrorfilmen immer wieder gern verwendeten Szenarien: Eine oder mehrere Hauptfiguren brechen bei jemandem ein, nur um dann einen absoluten Alptraum zu erleben, wenn aus Täter Opfer werden. Das war etwa bei Don’t Breathe der Fall, wenn ein junges Trio bei einem Kriegsveteranen einsteigt, um ihn zu bestehlen. Andere Beispiele für eine solche Geschichte sind The Owners und The Goldsmith – Auge um Auge. Diese Filme leben von dem Überraschungsmoment, theoretisch zumindest, und auch von sich verändernden Kräfteverhältnissen, wenn mal die eine Seite, mal die andere die Oberhand hat. Prinzipien, die jetzt auch bei Misdirection – Rache sitzt tief zum Einsatz kommen, einem weiteren Thriller über einen vermeintlich unkomplizierten Einbruch, der völlig in die Hose geht.

Die Idee ist also bewährt. Das bedeutet aber auch, dass man ähnliche Geschichten schon mehrfach gesehen hat und vielleicht doch ein bisschen mehr braucht als nur eine Wiederholung bekannter Ereignisse. So ganz haut das bei Misdirection – Rache sitzt tief aber nicht hin. So ist es zwar schon so, dass es im Laufe des Films zu ein paar Wendungen kommt und die Geschichte sich in eine andere Richtung weiterbewegt, als man das vielleicht erwartet hätte. Tatsächlich interessant ist es aber nicht, was hier erzählt wird. Der Inhalt ist doch recht dünn geworden, selbst für einen Film, der nicht einmal anderthalb Stunden lang ist, ist das zu wenig. Zumal man bei der Besetzung auch nicht sehr viel Eigensinn bewiesen hat: Olga Kurylenko und Frank Grillo sieht man inzwischen fast nur noch in Direct-to-Video-Actionthrillern. Und das in ähnlichen Rollen.

Zu dunkel und zu wenig

Nun muss ein Film nicht zwangsläufig Neues anbieten, um sein Publikum zu unterhalten. Diese Produktionen haben eine klare Zielgruppe vor Augen und bedienen diese, was erst einmal nicht verwerflich ist. Das heißt aber nicht, dass man nicht doch ein bisschen mehr machen darf als das Minimum. Zumal das Setting hier auch sehr minimalistisch geworden ist. Eigentlich sind solche Villen ja ganz dankbar, wenn sie verwinkelt sind und es viele Orte gibt, an denen man sich verstecken könnte. Aber zum einen scheint das Haus hier nur aus sehr wenigen Zimmern zu bestehen. Und selbst die, die man zu sehen bekommt, hinterlassen keinen Eindruck, da bei Misdirection – Rache sitzt tief alles extrem dunkel geraten ist. Oft sieht man kaum etwas.

Am Ende fehlen deshalb ein wenig die Argumente, warum man nun ausgerechnet diesen Genrebeitrag anschauen sollte und nicht einen der vielen anderen. Sicher, Kurylenko und Grillo wissen, wie sie diese Rollen zu spielen haben und geben ihnen einiges an Intensität mit. Sie werden ja nicht ohne Grund andauernd für solche Filme engagiert. Wer ein großer Fan der beiden ist, kann allein deshalb schon einschalten. Ansonsten ist Misdirection – Rache sitzt tief aber nichts, das man sich unbedingt anschauen müsste. Und nichts, woran man sich einen Monat später noch erinnern würde.

Credits

OT: „Misdirection“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: Kevin Lewis
Drehbuch: Lacy McClory
Musik: Moxy Brothers
Kamera: Matti Eerikäinen
Besetzung: Olga Kurylenko, Frank Grillo, Oliver Trevena

Bilder

Trailer

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Misdirection – Rache sitzt tief
fazit
In „Misdirection – Rache sitzt tief“ will ein Gaunerpaar einen Safe ausrauben, wird dann aber vom Besitzer überrascht. Das Konzept ist ebenso bewährt wie die Besetzung. Es fehlt jedoch an wirklichen Argumenten, warum man ausgerechnet diesen Film sehen muss, zumal das Setting enttäuschend ist.
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