Hellboy The Crooked Man
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Hellboy: The Crooked Man

„Hellboy: The Crooked Man“ // Deutschland-Start: 23. Oktober 2025 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

1959: Eigentlich hätte es eine Routinemission sein sollen, als Hellboy (Jack Kesy) und seine B.P.R.D. Kollegin Bobbie Jo (Adeline Rudolph) eine Spinne durch die Appalachen transportieren. Doch dabei kommt es zu einem eigenartigen Zwischenfall. Die Spinne wächst auf einmal, was für viel Tumult sorgt, bevor sie dann in die Freiheit entwischt. Auf der Suche nach dem entwischten Wesen treffen sie auf Tom Ferrell (Jefferson White), der ihnen die Geschichte des dämonischen Crooked Man erzählt. Dabei handelt es sich um mehr als eine bloße Legende, wie sie kurze Zeit später feststellen müssen. Denn dieser treibt sein Unwesen, um Seelen einzusammeln – und nur Hellboy und die anderen können ihn jetzt noch aufhalten …

Neu-Verfilmung des Kult-Comics

Was einmal geht, geht auch mehrfach – selbst dann, wenn es eigentlich nicht geht. Siehe die Adaptionen von Mike Mignola Kult-Comic um einen Halbdämon, der gegen Monster, Hexen und Nazis kämpft. So waren die ersten beiden Verfilmungen von Guillermo del ToroHellboy (2004) und Hellboy: Die goldene Armee (2008) – zwar keine wirklichen Blockbuster, erfreuten sich aber bei den Fans größerer Beliebtheit und erhielten auch gute Kritiken. Von dem 2019 veröffentlichten Reboot Hellboy – Call of Darkness kann man das kaum behaupten: Die Resonanz war verheerend, an den Kinokassen war dem Film kein Erfolg vergönnt. Sechs Jahre später versuchte man mit Hellboy: The Crooked Man abermals einen Neustart. Jedoch einen, der eine ganze Nummer kleiner ist.

So arbeitete man hier mit einem doch recht unbekannten Ensemble, nachdem zuvor doch der eine oder andere Star bei den Filmen mitmachte. Und auch das Budget fällt um einiges bescheidener aus. Mit 20 Millionen US-Dollar war dieses nicht einmal halb so hoch wie das des Vorgängers, trotz der Inflation. Und der war schon reduziert im Vergleich zu den ersten beiden Teilen. Für die Profitabilität ist ein solches Sparprogramm sicher gut. Dem Sehvergnügen hat das jedoch weniger gutgetan. Hellboy: The Crooked Man merkt man doch immer mal wieder an, dass da hinten und vorne das Geld fehlte. Das fängt schon bei den Kostümen an. Und auch beim Setting ist der Film kein Hingucker geworden. Die Schauplätze sind überschaubar und bieten nicht sehr viel fürs Auge. Bei den Spezialeffekten sieht es ähnlich aus.

Nicht wirklich sehenswert

Das ließe sich verschmerzen, wenn der Film denn inhaltlich etwas zu bieten hätte. Aber so richtig berauschend ist auch das nicht. Die stärkere Horrorausrichtung ist zwar nicht verkehrt, wenn Mignola – der hier auch am Drehbuch beteiligt war – sich stärker an dem Comic-Original orientieren möchte. Mit Hexen, Dämonen und Flüchen wird auch einiges zusammengetragen, was dieses Genre so hergibt. Nur passiert in Hellboy: The Crooked Man nicht so wahnsinnig viel, wenn sich die überschaubare Heldentruppe verschanzt und irgendwie das Böse abwehren muss. Die Actionszenen sind dabei nicht allzu beeindruckend geworden. Regisseur Brian Taylor (Crank, Ghost Rider: Spirit of Vengeance) wusste nicht so wirklich, wie er mit dieser Situation umgehen soll.

Dann und wann ist da zwar schon noch eine stimmungsvolle Einstellung zu sehen. Es gibt auch keinen ähnlich bemühten Humor wie beim ersten Reboot. Außerdem ist positiv, dass man hier noch mal versuchte, ohne Computer-Overkill die Comics in Bilder zu packen. Insgesamt ist Hellboy: The Crooked Man dennoch wenig sehenswert. Es kommt nie wirklich Spannung auf, das Ensemble hinterlässt keinen großen Eindruck, die Geschichte mäandert vor sich her. Wer die ersten Filme liebte, wird hier weniger glücklich werden. Große Fans der Comic-Vorlage können wegen der originalgetreuen Umsetzung zwar mal einen Blick riskieren. Lust auf weitere Filme macht das hier aber nicht. Der erneute Anlauf ist eher ein Hinweis dafür, dass man das mit den Verfilmungen vielleicht doch besser bleiben lassen sollte. In der Form lohnt sich das nicht.

Credits

OT: „Hellboy: The Crooked Man“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: Brian Taylor
Drehbuch: Christopher Golden, Mike Mignola, Brian Taylor
Vorlage: Mike Mignola
Musik: Sven Faulconer
Kamera: Ivan Vatsov
Besetzung: Jack Kesy, Jefferson White, Adeline Rudolph, Leah McNamara

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Hellboy: The Crooked Man
fazit
In „Hellboy: The Crooked Man“ kämpft der Halb-Dämon gegen ein unheimliches Wesen, das in einer abgelegenen Gegend sein Unwesen treibt. Das geringe Budget sieht man der Comic-Adaption immer wieder an. Große Spannung will trotz eines stärkeren Fokus auf Horror nicht aufkommen.
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