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Speed Kills

Speed Kills
„Speed Kills“ // Deutschland-Start: 18. März 2019 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Um der Mafia aus dem Weg zu gehen, beschließt Ben Aronoff (John Travolta) in den 1960ern, New Jersey hinter sich zu lassen und stattdessen nach Miami zu ziehen. Dort ist das Verbrechen weit weg, dafür gibt es viel Sonne. In seiner neuen Wahlheimat kommt er das erste Mal mit der Welt der Schnellboote in Berührung. Vor allem die Wettrennen haben es ihm angetan. Und so beginnt er nicht nur, ein eigenes Team aufzubauen, das an diesen Rennen teilnehmen soll. Aronoff designt auch selbst Boote. Damit hat er sogar Erfolg, seine Cigarette boats sind sehr gefragt. Allerdings erregt er damit auch wieder die Aufmerksamkeit der Mafia, die ihm bald auf den Fersen ist …

Boredom Kills

Es liegt ein wenig in der Natur der Sache, dass Schauspieler und Schauspielerinnen nicht nur Hits landen können. Selbst die größten Talente können schon einmal danebengreifen. Ein besonders krasses Beispiel hierfür ist John Travolta, der während seiner mehrere Jahrzehnte dauernden Karriere enorme Aufs und Abs hatte. Während er Ende der 1970er und in den 1990ern in zeitlosen Klassikern wie Saturday Night Fever, Grease und Pulp Fiction zu sehen war, lag dazwischen und danach viel Schrott. Geradezu legendär schlecht war 2018 Gotti, wo Travolta den New Yorker Gangster John Gotti spielte. Etwas untergangen war bei dem damaligen Spott, dass der Schauspieler im selben Jahr mit Speed Kills ein weiteres Biopic vorlegte, das ähnlich mies ist. 0 Prozent bei Rotten Tomatoes spricht eine eindeutige Sprache.

Genauer nahm man sich hier Donald Aronow an, der mit seinen Schnellbooten ab den 1960ern große Erfolge feierte. Vor allem das zigarettenförmige Boot Cary machte ihn bekannt. Gleichzeitig war das Leben des US-Amerikaners mit Verbrechen verbunden, nicht zuletzt, weil seine Konstruktionen bei Schmugglern beliebt waren. Hochgeschwindigkeitsrennen und True Crime? Das klang tatsächlich nach einem sehr dankbaren Thema für einen Film. Potenzial war also da. Wie daraus in der fiktionalisierten Fassung ein Langweiler wie Speed Kills werden konnte, ist daher schon eine gewisse Kunst. Das muss man erst einmal schaffen, aus einem solchen Material derart wenig herauszuholen – und das in wirklich jeglicher Hinsicht.

In fast jeder Hinsicht schwach

Das fängt schon mit dem Protagonisten an, der so uninteressant ist, dass man gar nicht weiß, warum man sich das anschauen sollte. Er liebt Rennen und Frauen, weshalb er ständig mit ihnen flirtet. Als Familienmensch ist er hingegen weniger engagiert, wie eine frühe Szene mit dem Sohn zeigt. Speed Kills verpasst es dabei, dem Protagonisten wirkliche Konturen zu geben und ihn zu einem wirklichen Menschen werden zu lassen. Ob man die Schuld nun stärker in den Dialogen sucht, die alles andere als natürlich sind, oder doch bei Travolta selbst, der nichts aus dem Material macht, darüber lässt sich streiten. Unstrittig ist, dass Aronoff zu schwach ist, um einen Film zu tragen. Bei einem Biopic ist das sicherlich keine besonders glückliche Voraussetzung.

Ein bisschen besser sieht es aus, wenn nach einer endlos erscheinenden Wartezeit dann doch mal Gas gegeben wird und die Boote zum Einsatz kommen, man sich also gar nicht mit dem Inhalt befasst. In Kombination mit der idyllischen Landschaft Miamis kommt da schon ein wenig Stimmung auf. Auf Dauer ist das aber zu wenig, um die Schwächen im Drehbuch und dem Schauspiel auszugleichen. Zumal Speed Kills es an der Stelle an Abwechslungsreichtum vermissen lässt. Irgendwie sehen diese Passagen alles gleich aus. Einen wirklichen Grund, sich das anzuschauen, gibt es also nicht, sofern man nicht entscheiden möchte, welcher Film Travoltas nun der schlechteste ist. Das ist aber so zeitaufwendig, dass man sich das vielleicht doch anders überlegen sollte.

Credits

OT: „Speed Kills“
Land: USA
Jahr: 2018
Regie: Jodi Scurfield
Drehbuch: David Aaron Cohen, John Luessenhop
Musik: Geronimo Mercado
Kamera: Andrzej Sekula
Besetzung: John Travolta, Katheryn Winnick, Jennifer Esposito, Michael Weston, Jordi Mollà, Amaury Nolasco, Matthew Modine, James Remar, Kellan Lutz, Charlie Gillespie

Bilder

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Speed Kills
fazit
„Speed Kills“ erzählt die fiktionalisierte Lebensgeschichte eines Manns, der durch Schnellboote berühmt geworden ist, aber auch viel mit Verbrechen zu tun hatte. Das klang spannend. Umso enttäuschender ist, wie langweilig der Film wurde. Drehbuch und Schauspiel sind dürftig, selbst die Rennszenen sind auf Dauer trotz der schönen Kulisse nicht genug.
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