Hounds of War
© Leonine

Hounds of War

Hounds of War
„Hounds of War“ // Deutschland-Start: 4. Oktober 2024 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Ryder (Frank Grillo) ist es gewohnt, sich in seinen Missionen für die CIA größten Gefahren aussetzen und dabei auch den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen zu müssen. Doch als er und seine Truppe für einen letzten Auftrag nach Libyen geschickt werden, um dort einen Terroristen auszuschalten, ahnt er nicht, in welcher Katastrophe dies enden wird. So sterben sämtliche Söldner, darunter auch Ryders Bruder Tommy, weil ihr Chef Colonel Hart (Robert Patrick) sie verraten hat. Und selbst Tommys schwangere Frau wird ermordet, damit keine Zeugen übrig sind. Allerdings hat Hart nicht damit gerechnet, dass Ryder dieses Massaker überlebt. Nun will er Rache und sucht dafür die Hilfe von seiner Ex-Freundin Selina (Rhona Mitra). Denn für diesen Verrat soll nicht nur Hart büßen …

Rache am Fließband

Es dürfte im Bereich des Actionthrillers kein Szenario geben, das ausgelutschter ist als dieses: Die Hauptfigur zieht los, um sich für den Mord an seiner Familie zu rächen, und tötet dafür unzählige andere Menschen. Fast immer ist diese Hauptfigur ein Mann, fast immer ist sie Söldner, Soldat, Polizist oder Agent. Ein Beruf eben, damit der Protagonist über Kampferfahrung verfügt. In Palido – Revenge will find you will ein Ex-Marinesoldat den Mord an seiner Frau und seinem Bruder rächen. In The Gentleman will der Ex-Soldat Gerechtigkeit für den Mord an einer befreundeten Prostituierten. Und so darf man auch bei Hounds of War Déjà-vu-Erlebnisse haben. Dieses Mal ist es ein Söldner, der nach seiner letzten Mission den Mord an Bruder und Schwägerin rächen will. Business as usual also.

Immerhin: Der auf Rache sinnende Protagonist ist diesmal sehr ambitioniert. So startet der Film damit, dass Ryder den Präsidenten tötet. Zu dem Zeitpunkt wissen wir nicht, wer dieser Mann ist und was ihn zu der Wahnsinnstat veranlasst hat. Nur, dass er offensichtlich verrückt ist – und sehr treffsicher. Hounds of War vertraut dabei auf das immer wieder beliebte Mittel, mit einer extremen Situation zu beginnen und anschließend zu erklären, wie es zu dieser gekommen ist. Dieser Zeitsprung funktioniert prinzipiell auch hier. Zumindest ist man neugierig darauf, wie das geschehen konnte und was den Mann dazu veranlasst hat. Das Problem ist aber, dass das hier kein Film ist, der viel zu erzählen hat. Das meiste ist recht früh geklärt, weshalb die Neugierde nicht aufrechterhalten werden kann. Man konzentriert sich auf den Rachefeldzug. Dessen Ende dann vorwegzunehmen, ist eine nicht ganz glückliche Entscheidung.

Billiger B-Movie

Wobei der Film insgesamt nicht unbedingt der große Hit ist. Das hatte man sicherlich auch gar nicht vorgehabt. Es handelt sich bei dem Actionthriller um eine typische Direct-to-Video-Produktion mit überschaubaren Ambitionen und einem ebenso überschaubaren Budget. Zwar reist der Protagonist schon umher, auf der Suche nach den Schuldigen. Hounds of War kann es sich aber nicht leisten, wirklich viel zu zeigen. Also gibt es enge Settings. Sonderlich dynamisch ist das Gezeigte auch nicht gerade. Regisseur Isaac Florentine (Pfad der Rache) schaltet da auf Autopilot, in der Erwartung, dass die Zielgruppe gar nicht mehr will als das.  Womit er durchaus recht haben könnte.

Tatsächlich schlecht ist der Film nicht. Frank Grillo, der irgendwie ständig in solchen Action-B-Movies zu sehen ist, agiert verlässlich wie immer. Er verausgabt sich sicherlich nicht, was aber auch nicht von ihm gefordert wird. Man macht eben, was nötig ist, um am Ende bezahlt zu werden. Beim restlichen Ensemble ist es ähnlich. Die Action ist teilweise solide, teilweise billig. Am interessantesten ist Hounds of War noch, wenn gar nicht so sehr der große Reißer draus gemacht werden soll, sondern der Kampf gegen die da oben ein bisschen im Verborgenen stattfindet. Aber muss man sich deshalb den Thriller anschauen? Nicht unbedingt. Wer ein Fan solcher Streifen ist, kann es hiermit versuchen. Mehr als Dutzendware ist aber nicht draus geworden.

Credits

OT: „Hounds of War“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Isaac Florentine
Drehbuch: Jean Pierre Magro
Kamera: Ericson Core
Besetzung: Frank Grillo, Robert Patrick, Rhona Mitra

Bilder

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Hounds of War
fazit
In „Hounds of War“ will ein Söldner Rache, nachdem er verraten und seine Familie getötet wurde. Der Actionthriller beginnt unerwartet groß, ist ansonsten aber eine typische Direct-to-Video-Produktion. Wer solche billigen Rachethriller mag, schaut rein. Tatsächlich interessant ist der Film aber nicht.
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