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F*** Marry Kill

„F*** Marry Kill“ // Deutschland-Start: 13. Januar 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Als Eva Vaugh (Lucy Hale) kurz vor ihrem 30. Geburtstag von ihrem Freund verlassen wird, ist das schon ein harter Schlag. Aber sie ist fest entschlossen, sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Sie erstellt sogar ein neues Dating-Profil und trifft auf diese Weise Mitch (Brendan Morgan) sowie Kyle (Jedidiah Goodacre), den sie noch aus der Schulzeit kennt. Hinzu kommt Norman (Samer Salem), der ihre neue Alarmanlage installiert hat, auf Drängen ihrer älteren Schwester Valerie (Brooke Nevin). Irgendwie sind alle drei ganz nett. Doch nach den Dates machen Eva und ihre Freundinnen eine erschreckende Entdeckung: Alle drei Männer haben Gemeinsamkeiten mit einem unbekannten Serienkiller, dem man den Namen Swipe Right Killer gegeben hat und der Frauen tötet, die er über eine Dating-App kennengelernt hat. Könnte einer von ihnen wirklich der Mörder sein?

Mörderisch komisch?

Eigentlich sind Geschichten um Serienkiller ja sehr düster, die Filme sind irgendwo im Bereich Horror und Thriller angesiedelt. Doch immer wieder findet man auch sehr humorvolle Beispiele. Da war etwa Freaky über einen Serienmörder und eine Jugendliche, die ihren Körper tauschen, oder auch It’s a Wonderful Knife, in dem die Protagonistin sich wünscht, nicht geboren worden zu sein – womit dann ein Mörder freie Hand hat. Mit F*** Marry Kill kommt nun ein weiteres Werk zu uns, das mit dem Töten sein Publikum erheitern möchte. Auf Fantasyelemente wie bei den beiden obigen Werken wird verzichtet. An Absurdität mangelt es aber auch nicht, wenn die Datingversuche der Protagonistin plötzlich unerwartete Folgen mit sich bringen.

Anfangs meint man noch, es handele sich dabei um eine dieser vielen Komödien, welche die sonderbaren Erfahrungen bei Dates aufs Korn nehmen. Tatsächlich sind die Dates für sich genommen aber gar nicht so ungewöhnlich – und auch nicht schlecht. Das werden sie erst, wenn die von einem True-Crime-Podcast besessene Protagonistin auf die Idee kommt, dass einer der Männer ein Killer sein könnte. Dass das recht weit hergeholt ist, zumindest basierend auf der dünnen Beweislage, ist klar. F*** Marry Kill versucht aber auch gar nicht, in irgendeiner Form realistisch zu sein. Im Gegenteil, das hier soll alles völlig übertrieben und absurd sein, wenn alles, was die Männer tun, gnadenlos überinterpretiert wird.

 

Das ist manchmal amüsant, die zahlreichen Missverständnisse können schon richtig bescheuert sein. Der Film krankt aber an einer mangelnden Abwechslung. So wechselt die Protagonistin alle paar Minuten die Meinung, wer denn der Killer von ihnen sein könnte. Nur gibt es dabei keine Entwicklung, die Geschichte bewegt sich nicht vom Fleck. Verstärkt wird dieser Eindruck, da sich die Gags in F*** Marry Kill ebenfalls sehr ähneln. Auch wenn das Szenario eigentlich Potenzial hatte, richtig viel zu lachen gibt es dann doch nicht. Die satirischen Elemente, wenn die Besessenheit mit realen Verbrechen durch den Kakao gezogen wird, sind auch zu zahm ausgefallen. Erneut bleibt der Film unter seinen Möglichkeiten.

Von dem Thrillerpart sollte man sowieso nicht viel erwarten. So wird zwar damit gespielt, dass überall Gefahr auf Eva wartet. Zu spüren ist davon aber nicht viel, erst ganz zum Schluss geschieht auch einmal etwas. Ein bisschen Whodunnit-Rätselspaß ist schon vorhanden, wenn man als Zuschauer bzw. Zuschauerin gemeinsam mit der Protagonistin spekuliert, wer denn nun der Killer sein könnte. In der Summe ist F*** Marry Kill schon ganz nett geworden. Lucy Hale (Fantasy Island, Which Brings Me To You) bringt auch einiges an Spielfreude mit, wenn sie zwischen Euphorie und Panik wechselt und dabei immer etwas schiefgeht. Dennoch ist es schade, dass aus all dem nicht mehr herausgeholt wurde. Von dem Film bleibt eher die Idee zurück als der Film selbst.

Credits

OT: „F*** Marry Kill“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Laura Murphy
Drehbuch: Ivan Diaz, Dan Scheinkman, Meghan Brown
Musik: Corey Wallace
Kamera: Jonathan Hall
Besetzung: Lucy Hale, Virginia Gardner, Brooke Nevin, Samer Salem, Brendan Morgan, Jedidiah Goodacre, Bethany Brown

Trailer

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F*** Marry Kill
fazit
In „F*** Marry Kill“ vermutet eine Frau, dass eines ihrer aktuellen Dates ein Serienmörder sein könnte. Die Idee war gut. Auf Dauer sind die Witze der Thrillerkomödie aber zu gleichförmig, es gibt keine wirkliche Entwicklung. Tatsächlich spannend wird es auch nicht, selbst wenn man viel rätseln darf.
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