Ein Taxi für zwei Berühmt sein für Anfänger Tv Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ARD Degeto Film/Ben Knabe

Ein Taxi für zwei

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„Ein Taxi für zwei“ // Deutschland-Start: 16. Januar 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Mit seinen Liebesromanen feiert der Autor Gregor Basil (Christian Berkel) große Erfolge. Es darf nur niemand davon wissen, da er seine Bücher unter dem Pseudonym Vanessa Fox veröffentlicht. Hinzu kommt, dass er ein zynischer und grimmiger Mensch ist, was bei dieser Art Literatur wenig verkaufsfördernd ist. Das geht eine ganze Zeit lang gut, nur seine Verlegerin Caroline Tuta (Lavinia Wilson) weiß Bescheid. Doch als Fox für einen Preis nominiert wird, lässt sich das so nicht weiter aufrechterhalten. Also was tun? In ihrer Not beschließen sie, die Taxifahrerin Elke Schüssler (Andrea Sawatzki), mit der Basil zuvor aneinandergeraten ist, als Double zu engagieren. Sie sieht nicht nur so aus, wie sich alle die Autorin vorstellen. Sie ist zudem großer Fan von Liebesromanen. Aber damit fangen die eigentlichen Probleme erst an …

Generischer vierter Teil der Komödienreihe

Andrea Sawatzki und Christian Berkel sind nicht nur seit vielen Jahren im privaten Leben ein Paar. Seit einiger Zeit drehen sie auch für die ARD Filme zusammen, die in der Reihe „für Anfänger“ erscheinen, dabei aber jeweils für sich stehen. Los ging es 2019 mit Scheidung für Anfänger. 2021 folgte Sportabzeichen für Anfänger, 2024 dann Entführen für Anfänger. Mit Berühmt sein für Anfänger feierte auf dem Filmfest München 2025 der vierte Film dieser Reihe seine Premiere. Zur Ausstrahlung im Fernsehen änderte man den Titel jetzt jedoch in Ein Taxi für zwei. Ganz nachzuvollziehen ist das nicht. Nicht nur, dass auf diese Weise die Zugehörigkeit zu dieser informellen Reihe verborgen wird. Der Titel passt zudem nicht wirklich, da die Taxifahrt nur ganz am Anfang ist. Danach spielt das keine Rolle mehr, die Berühmtheit dafür schon.

Wie schon die vorherigen Filme ist auch diese hier eine Komödie mit romantischen Anteilen. Vieles davon ist ziemlich schematisch. Natürlich werden sich die beiden Hauptfiguren im Laufe des Films näherkommen, nachdem sie zu Beginn der Geschichte noch kräftig miteinander gestritten haben. Auch andere Punkte in Ein Taxi für zwei sind obligatorisch. So steht von Anfang an fest, dass das Lügenkonstrukt irgendwann in sich zusammenfallen muss, weil es das in diesen Filmen immer tut. Man versuchte da noch nicht einmal, vielleicht auch etwas Eigenes zu erzählen oder mit Erwartungen zu brechen. Die TV-Produktion ist über weite Strecken ein sehr generisches Werk, nicht einmal bei den Figuren wurde kreative Arbeit geleistet. Es sind die üblichen Stereotype.

Zu wenig draus gemacht

Schade ist auch, dass nicht mehr mit dem Szenario gespielt wurde. An und für sich hätte sich dieses ja angeboten, um auch etwas über die Verlagsbranche zu sagen oder diese Form von Literatur. Man vermied es aber, sich tatsächlich damit auseinanderzusetzen. Dass diese Liebesgeschichten gern ein falsches, idealisierendes Bild vermitteln, wird nicht zum Thema. Man idealisiert ja selbst kräftig. Ein Taxi für zwei schämt sich nicht dafür, einen ähnlichen Kitsch zu propagieren, wie es die Bücher tun. Da geht es dann um die große Liebe und wie diese immer ihren Weg findet, sofern man nur offen dafür ist – und manchmal geduldig ist. Das kann man als tröstlich empfinden, zumal die beiden Hauptfiguren hier schon älter sind. Oder als naiv.

Das heißt aber nicht, dass der Film schlecht ist. Zumindest teilweise wird es ganz amüsant, vor allem, wenn die beiden sich angehen und man auf den großen Kontrast setzt. Und zumindest im Hinblick auf den Celebrity-Kult wagt sich Ein Taxi für zwei an ein paar satirische Spitzen. Wenn die falsche Autorin Fans hat, die sie sehen wollen, ohne je eines der Bücher gelesen zu haben, dann zeigt sich, dass das Szenario doch Potenzial für mehr gehabt hätte. Da ist es schon schade, dass das nicht konsequenter verfolgt wurde und man sich doch nur mit einem etwas beliebigen Konsensfernsehen begnügt. Wem das reicht, der schaltet ein. Mehr als Mittelmaß ist die Komödie in der Summe aber nicht.

Credits

OT: „Berühmt sein für Anfänger“
Land: Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Stefan Bühling
Drehbuch: David Ungureit, Marc Terjung
Musik: David Grabowski
Kamera: Leena Koppe
Besetzung: Andrea Sawatzki, Christian Berkel, Lavinia Wilson, Ulrich Brandhoff

Bilder

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Ein Taxi für zwei
fazit
„Ein Taxi für zwei“ erzählt von einer Taxifahrerin, die eine erfundene Autorin von Liebesromanen spielen soll. Dann und wann gibt es in der Komödie satirische Spitzen oder unterhaltsame Streitigkeiten. Überwiegend ist das aber ein recht generischer Fernsehfilm, der wenig aus seinem Szenario macht.
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