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Aladin: Tausendundeiner lacht!

Aladin Tausendundeiner lacht
„Aladin: Tausendundeiner lacht!“ // Deutschland-Start: 10. September 2021 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Um seiner Freundin Sofia (Vanessa Guide) zu imponieren, behauptet Sam (Kev Adams), in der Finanzbranche ein großes Tier zu sein. Stattdessen arbeiten er und sein Kumpel Khalid (William Lebghil) in einem Kaufhaus, wo sie als Weihnachtsmann verkleidet Geschichten erzählen. Genauer wollten sie dort auf Beutezug gehen. Aber es kommt anders. In seiner Not wählt Sam das Märchen rund um Aladin (ebenfalls Kev Adams), der das Herz der schönen Prinzessin Shallia (ebenfalls Vanessa Guide) gewinnen möchte. Dummerweise ist da aber auch der fiese Großwesir (Jean-Paul Rouve), der selbst ein Auge auf die schöne Königstochter geworfen hat. Zu seinem Glück stolpert er aber über eine magische Lampe, in dem ein mächtiger Dschinn (Éric Judor) haust …

Humorvolle Neuinterpretation des Märchens

Auch wenn die Quelle von Aladin eher zweifelhaft ist, gilt die Geschichte rund um den Tagedieb, der eine magische Lampe findet, zu den bekanntesten Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Immer wieder wird diese Figur in Filmen aufgegriffen. Das berühmteste Beispiel ist sicherlich der Disney-Zeichentrickklassiker Aladdin von 1992, der 2019 als Live-Action-Version Aladdin ebenfalls für pralle Kinokassen sorgte. In Frankreich war aber auch Aladin: Tausendundeiner lacht! ein voller Erfolg. Rund 4,4 Millionen Menschen sahen 2015 die Neuinterpretation der orientalischen Erzählung, was sie zu einer der erfolgreichsten Produktionen des Jahres war. Hierzulande bekam man davon eher wenig mit. So dauerte es sechs Jahre, bis der Film auch in Deutschland veröffentlicht wurde – und das auch nur auf DVD.

Der ganz große Verlust wäre eine Wiederveröffentlichung nicht gewesen. Wobei der Film besser ist, als es einen die seinerzeit verheerenden Kritiken vermuten lassen. Dieser ist dabei keine direkte Wiedergabe der bekannten Vorlage. Vielmehr gibt es hier zwei Stränge. Auf der einen Seite ist die Rahmenhandlung rund um die beiden Kaufhausdiebe, die ungewollt zu Geschichtenerzählern werden. Die Haupthandlung ist jedoch die Geschichte innerhalb der Geschichte, welche das Märchen neu interpretiert. Aladin: Tausendundeiner lacht! greift dabei durchaus auf die üblichen Elemente zurück, wenn der Protagonist mithilfe einer Wunderlampe eine Prinzessin gewinnen will. Man nimmt das Ganze aber mit Humor, da gibt es kaum eine Szene, in der nicht irgendwelche Gags eingebaut werden.

Visuell ansprechender Fantasy-Kalauer

Diese sind nicht unbedingt immer treffsicher. Grundsätzlich ist es natürlich immer wieder nett, wenn mit dem Kontrast von historischem Setting und heutigen Gags gearbeitet wird – gerade auch bei einer parodistischen Ausrichtung. Sonderlich einfallsreich ist das Drehbuch von Aladin: Tausendundeiner lacht! aber nicht geworden. Eigentlich wäre gerade die in der Gegenwart angesiedelte Rahmenhandlung um die Weihnachtserzählung ideal gewesen für Metakommentare, die auch etwas über unsere Gesellschaft erzählen. Diese Ambition hatte man aber nicht. Stattdessen gibt es derbe Scherze, die auch mal ins Sexuelle gehen können. Darüber kann man lachen. Ein bisschen wurde da aber Potenzial vergeudet, man hätte deutlich mehr aus diesem Szenario machen können.

Dafür ist das Ensemble rund um den französischen Komödianten Kev Adams (Happy Nous Year, School Camp – Fies gegen mies) gut aufgelegt und hatte sichtlich Spaß bei diesem Abenteuer. Visuell überzeugt der Film auch. Natürlich darf man von einer französischen Produktion nicht dieselbe Optik erwarten, wie man sie in Hollywood-Großproduktionen findet. Setting, Kostüme und Spezialeffekte überzeugen aber durchaus. Reicht das aus, um sich Aladin: Tausendundeiner lacht! anschauen zu müssen? Das wohl kaum. Das hier ist ein anspruchsloser Fantasy-Kalauer, den man zwischendurch einschieben kann, um sich irgendwie die Zeit zu vertreiben und ein bisschen Exotik nach Hause zu holen. Den enormen Erfolg, den der Film seinerzeit genoss, muss man dabei jedoch nicht nachvollziehen können.

Credits

OT: „Les Nouvelles aventures d’Aladin“
Land: Frankreich
Jahr: 2015
Regie: Arthur Benzaquen
Drehbuch: Daive Cohen
Musik: Michael Tordjman, Maxime Desprez
Kamera: Pierre Aïm
Besetzung: Kev Adams, Jean-Paul Rouve, Éric Judor, Michel Blanc, Vanessa Guide, Audrey Lamy, William Lebghil, Arthur Benzaquen

Bilder

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Aladin: Tausendundeiner lacht!
fazit
„Aladin: Tausendundeiner lacht!“ erzählt das bekannte orientalische Märchen neu, wenn ein Kaufhausdieb zum Weihnachtserzähler wird. Die Fantasykomödie gefällt durch das Ensemble und die Optik, ist inhaltlich jedoch schwach. Der derbe Humor holt aus dem Potenzial zu wenig heraus.
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