Ricky Stanicky Amazon Prime Video Streamen online
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Ricky Stanicky

Ricky Stanicky Amazon Prime Video Streamen online
„Ricky Stanicky“ // Deutschland-Start: 7. März 2024 (Kino)

Inhalt / Kritik

Seit ihrer Kindheit schon sind Dean (Zac Efron), Wes (Jermaine Fowler) und JT (Andrew Santino) eng miteinander befreundet. Wobei sie eigentlich zu viert sind, Ricky Stanicky gehört ebenfalls zur Clique. Theoretisch. Praktisch gibt es ihn gar nicht, er ist eine reine Erfindung, die sie immer mal wieder auspacken, wenn sie ein Alibi oder einen Vorwand brauchen, um wegzufahren. So auch, als eigentlich eine Baby-Shower-Party geplant ist, die dem kommenden Kind von JT und seiner Frau Susan (Anja Savcic) gewidmet ist. Anstatt sich damit herumzuplagen, fliegen sie lieber nach Atlantic City, offiziell, um ihrem krebskranken Freund beizustehen. Dort lernen sie auch den mäßig erfolgreichen Schauspieler und Sänger Rod (John Cena) kennen. Dabei ahnen sie nicht, dass sie bald die Dienste des aufdringlichen Fremden brauchen, als die drei ihren Familien endlich den „richtigen“ Ricky vorstellen sollen …

Ich lüge, also bist du

Nachdem Peter Farrelly gemeinsam mit seinem Bruder Bobby viele erfolgreiche Filme gedreht hatte, sah es so aus, als sei ihm auch solo eine bedeutende Karriere als Regisseur vergönnt. So wurde sein Solo-Debüt Green Book – Eine besondere Freundschaft um einen dunkelhäutigen Sänger und dessen Chauffeur 2018 zu einem weltweiten Kassenerfolg, erhielt auch mehrere Oscars, dafür den als bester Film des Jahres. Seither kam aber nicht mehr viel. So ging sein zweites Langwerk The Greatest Beer Run Ever um einen feuchtfröhlichen Kriegsdienst 2022 ziemlich unter, nur wenige nahmen Notiz von der biografischen Kriegskomödie. Bei der exklusiv auf Amazon Prime Video veröffentlichten Komödie Ricky Stanicky könnte es wieder mehr Aufmerksamkeit geben. Und das, obwohl der Film das schwächste Werk des US-Amerikaners ist.

Der Einstieg ist dabei noch irgendwie ganz nett. Dass drei Freunde einen vierten erfunden haben, den sie für alle möglichen und unmöglichen Situationen auspacken, das hat schon Potenzial. Wenn die Jungs irgendwelche dreisten Lügen fabrizieren und dabei nicht einmal Rücksprache halten, ist das schon amüsant. Ein bisschen zumindest. Das allein reicht aber nicht als Geschichte für einen Film, weshalb das Hauptaugenmerk darauf liegt, wie der arbeitslose Schauspieler sich die Kunstfigur zu eigen macht. Es dauert aber recht lang, bis es mal so weit ist. Stattdessen müht sich Ricky Stanicky mit langweiligen Witzen rund um Rods Coverlieder-Auftritte ab, bei denen bekannte Lieder umgedichtet werden. Das Motto lautet wie in so vielen US-Komödien: Hauptsache irgendwas mit Sex, das ist immer witzig. Stimmt aber nicht.

Konfus bis süßlich

Etwas besser ist der Part, wenn der falsche echte Ricky sich im Leben der drei einnistet und auf einmal alles durcheinanderbringt, während er trotz fehlender Qualifikationen die Karriereleiter hochstolpert. Gut wird es aber auch dann nicht. Zum einen wird John Cena darauf beschränkt, vergleichbar zu Vacation Friends das etwas spießige Leben der anderen durch eine direkte, enthemmte Art ins Chaos zu stürzen – was damals schon nicht sonderlich einfallsreich war. Farrelly und seine fünf (!) Mitautoren konnten sich zudem nicht wirklich entschließen, ob sie aus dem Möchtegernschauspieler nun einen plumpen Idioten oder einen einfühlsamen und ernsthaften Menschen machen wollen. In Ricky Stanicky ist er irgendwie beides, je nachdem, was es gerade braucht.

Und dann wäre da noch das süßliche Ende, bei dem dann unbedingt das Publikum mit Wohlgefühl vollgestopft werden sollte. Überzeugend ist das nicht. Es ergibt sich auch nicht aus dem, was vorher geschehen ist. Wobei das vermutlich gar nicht überraschen sollte. Seit über zehn Jahren war der Film geplant, machte unzählige Wechsel durch, sei es bei der Besetzung oder den Kreativen dahinter. Das kann dann nur Stückwerk sein. Schlimmer ist aber, wie wenig lustig das Ergebnis ist. Bei Ricky Stanicky gibt es zwar ganz kreative bis völlig bescheuerte Lügen. Aber kaum Lacher, trotz eines bekannten Ensembles bleibt das ziemlich fade.

Credits

OT: „Ricky Stanicky“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Peter Farrelly
Drehbuch: Jeff Bushell, Brian Jarvis, James Lee Freeman, Peter Farrelly, Pete Jones, Mike Cerrone
Musik: Dave Palmer
Kamera: John Brawley
Besetzung: Zac Efron, Jermaine Fowler, Andrew Santino, John Cena, Lex Scott Davis, Anja Savcic, William H. Macy

Bilder

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Ricky Stanicky
fazit
„Ricky Stanicky“ hat eigentlich eine nette Grundidee, wenn drei Freunde einen vorgetäuschten vierten Freund endlich wahr machen müssen. Die Komödie ist aber seltsames Stückwerk, irgendwo zwischen derb und süßlich. Und sie ist langweilig, viel zu lachen gibt es trotz eines talentierten Teams nicht.
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