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© 2023 Paramount Pictures

Mercy

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„Mercy“ // Deutschland-Start: 10. Februar 2024 (Sky / Wow)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hatte Michelle (Leah Gibson) auf einen ruhigen Tag im Krankenhaus gehofft, will sie doch später noch mit ihrem Sohn Bobby (Anthony Bolognese) dessen Geburtstag feiern. Aber dieser Plan droht zu scheitern, als F.B.I. Agent Ellis (Sebastien Roberts) den Gangster Ryan (Anthony Konechny) vorbeibringt, um ihm eine Kugel entfernen zu lassen. Dabei ist es weniger der verletzte Verbrecher, der ihnen Sorgen bereitet. Vielmehr sind auch dessen Vater Patrick (Jon Voight), der den irischen Clan anführt, und sein zweiter Sohn Sean (Jonathan Rhys Meyers) im Anmarsch. Schließlich müssen die um jeden Preis verhindern, dass Ryan Geschäftsgeheimnisse ausplaudert, die die gesamte Familie hinter Gitter bringen könnten. Bei ihrem Angriff auf das Krankenhaus haben sie aber die Rechnung ohne Michelle gemacht, die bei ihrem Einsatz in Afghanistan reichlich Kampferfahrung gesammelt hat …

Auf der Suche nach Spannung

Es gibt Schauspieler und Schauspielerinnen, deren Namen oft ein schlechtes Zeichen sind, wenn man sie auf der Besetzungsliste findet. Zu diesen gehört inzwischen leider auch Jonathan Rhys Meyers. Natürlich hat er früher in einigen guten Filmen mitgespielt. Dann und wann findet sich auch heute noch ein Titel, der in Ordnung ist, etwa The Good Neighbor – Das Böse wohnt nebenan, wo er einen psychopathischen Nachbarn spielte. Überwiegend sieht man ihn aber in mäßigen bis miesen Thrillern wie etwa 97 Minutes über eine Flugzeugentführung oder The Survivalist – Die Tage der Menschheit sind gezählt, das sich als Virus-Endzeitabenteuer versuchte. Und auch Mercy ist wieder ein missglückter Versuch, mit einem brenzligen Szenario für Spannung sorgen zu wollen.

Wobei man dem Iren kaum vorwerfen kann, für die Mankos des Films verantwortlich zu sein. Dafür ist seine Rolle letztendlich auch nicht wichtig genug, selbst wenn das Cover mal wieder etwas anderes behauptet. Man hätte Sean sogar mehr oder weniger rausstreichen können, ohne dass es einen nennenswerten Unterschied gemacht hätte. Zwar gibt es im späteren Verlauf eine Szene, in der er sich gegen seinen Vater auflehnt. Drehbuchautor Alex Wright versucht an der Stelle, ein wenig Dramatik hineinzukriegen und den Sohn zu einer Art tragischen Figur zu machen. Mercy scheitert aber an der Aufgabe, dem jungen Verbrecher eine tatsächliche Tiefe zu verleihen. Bei den übrigens Figuren darf man eh nichts erwarten. Sie als Stereotypen zu bezeichnen, wäre noch geschmeichelt.

Inhaltlich und inszenatorisch einfallslos

Die Geschichte selbst ist ohnehin nur Wegwerfware. Actionfilme, in denen die Hauptfigur es mit einer übermächtigen Gegnerschar aufnehmen muss, gibt es wie Sand am Meer. Der Verweis auf den Klassiker Stirb langsam ist da ebenso obligatorisch wie der Kommentar, dass man es natürlich unter keinen Umständen mit dem Vorbild aufnehmen kann. Es ist nicht einmal so, dass das Setting des Krankenhauses in diesem Zusammenhang originell wäre. Trauma Center hatte das beispielsweise vor einigen Jahren auch schon. Aus der Polizistin von damals wurde bei Mercy eine Ärztin. Das macht die Sache aber nicht automatisch interessanter, zumal aus dem Beruf wenig herausgeholt wurde. Sie kämpft mehr, als dass sie behandeln würde.

Ob man Jon Voight, der hier als brutaler Gangster nahe an der Karikatur ist, unbedingt die Goldene Himbeere als schlechtester Schauspieler des Jahres verleihen muss, darüber kann man sich streiten, wie über alle diesjährigen Nominierungen. Bei dem Schmähpreis geht es bekanntlich oft um andere Fragen als die einer realen (Nicht-)Qualität. Ein Argument, sich diese Gurke anzuschauen, ist der kontroverse US-Amerikaner aber kaum. Aber man muss schon sehr lange nach einem solchen suchen – und wird doch nie wirklich fündig. Weder sorgen die Actionszenen für Spannung, dafür sind sie zu selten und zu langweilig. Noch hat Mercy anderweitig inszenatorisch etwas zu bieten. Eine Zielgruppe gibt es für diese billigen Actionfilme natürlich, sonst würden nicht so viele produziert. Die dürfen auch ihren Spaß haben, wenngleich nie klar wird, was genau hieran denn spaßig sein sollte, sieht man von den fetten irischen Akzenten einmal ab.

Credits

OT: „Mercy“
Land: USA
Jahr: 2023
Regie: Tony Dean Smith
Drehbuch: Alex Wright
Musik: Matthew Rogers
Kamera: Adam Sliwinski
Besetzung: Jonathan Rhys Meyers, Jon Voight, Leah Gibson, Sebastien Roberts, Anthony Konechny, Patrick Rocca, Anthony Bolognese

Bilder

Trailer

Filmpreise

Preis Jahr Kategorie Ergebnis
Goldene Himbeere 2024 Schlechtester Hauptdarsteller Jon Voight nominiert

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Mercy
fazit
„Mercy“ ist ein weiterer Wegwerf-Actionfilm, bei dem die Hauptfigur es mit einer Schar Gangster an einem begrenzten Ort aufnimmt. Dieses Mal ist es eben ein Krankenhaus, wenn die Ärztin auf ihre Afghanistan-Erfahrungen zurückgreift. Das ist inhaltlich wie inszenatorisch ohne Einfall, höchstens der als Karikatur durchgehende Antagonist sticht etwas hervor.
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