Visitor From the Future Le visiteur du futur
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Visitor From the Future

Visitor From the Future Le visiteur du futur
„Visitor From the Future“ // Deutschland-Start: 21. April 2023 (DVD/Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Die Panik ist groß, als ein Atomkraftwerk der chinesischen Firma Axomako in die Luft zu fliegen droht. Hektisch wird darüber diskutiert, was getan werden muss. Dabei ist die Lösung ganz einfach, wenn es nach dem Fremden (Florent Dorin) geht, der urplötzlich auftaucht und behauptet, von der Zukunft zu kommen. Einfach den blauen Knopf drücken. Ein paar Missverständnisse und Zeitreisende später ist die Katastrophe eingetreten, welche die Erde regelmäßig zerstört. Und so bleibt dem Fremden nichts anderes übrig, als bei der Wurzel des Üblen anzusetzen: Gilbert Alibert (Arnaud Ducret), der das Atomkraftwerk möglich gemacht hat. Dabei bekommt er es nicht nur mit dessen Tochter Alice (Enya Baroux) zu tun, die als Umwelt-Aktivistin selbst gegen die Atomkraft ist. Auch die Zeitwächter-Brigade ist ihm nach wie vor auf den Fersen …

Von Zeitreisen und Atomkatastrophen

Reiner Zufall oder doch beabsichtigtes Timing? So oder so ist es bemerkenswert, dass genau zu der Zeit, als in Deutschland die letzten Atomkraftwerke abgeschaltet werden, mit Visitor From the Future ein Film erscheint, in dem es darum geht, eine Atomkatastrophe abzuwenden. Regisseur und Drehbuchautor François Descraques musste sich in seiner Heimat Frankreich auch den Vorwurf gefallen lassen, einseitig gegen Atomkraft gewettert zu haben. Umso mehr, da diese dort noch weit verbreitet ist. Zu ernst sollte man das hier aber nicht nehmen. Das tut Descraques schließlich auch nicht, wenn er seine Apokalypse in ein humorvolles Abenteuer verpackt, bei dem ständig etwas schief geht – angefangen bei dem amüsanten Versuch, den richtigen Knopf zu finden.

Hinzu kommt das Chaos, das sich aus der Zeitreise ergibt. Klar, Beispiele für humorvolle Filme in diesem Bereich gibt es einige, ob es nun die Kulttrilogie Zurück in die Zukunft ist oder der neuseeländische Geheimtipp Mega Time Squad. Zum Teil kommt einem das hier deshalb auch bekannt vor. Das gilt für das französische Publikum umso mehr, basiert Visitor From the Future doch auf einer Webserie. Von 2009 bis 2014 spielte Florent Dorin da schon einmal den Zeitreisenden mit dem drolligen Namen Fuchs. Vorkenntnisse braucht es für das neue Abenteuer jedoch nicht, Quereinsteigende sind willkommen. Tatsächlich wird hier einiges an Worldbuilding betrieben und damit die Grundlage für weitere Filme gelegt. Ob es eine Fortsetzung geben wird, wird erst die Zukunft zeigen. Mit rund 300.000 Besuchern und Besucherinnen in Frankreich war der Science-Fiction-Komödie nur wenig Erfolg vergönnt. Wohl zu wenig für einen Film, dessen Budget 4,5 Millionen Euro betragen haben sollen.

Sympathisch und unterhaltsam

Umso schöner ist, dass er dennoch den Weg zu uns gefunden hat. So ist Visitor From the Future ein gleichermaßen sympathischer wie unterhaltsamer Film. Dazu trägt auch das Ensemble bei. Hierzulande dürften die Schauspieler und Schauspielerinnen eher wenige kennen, aber sie gehen mit viel Spielfreude an die Arbeit. Gerade Florent Dorin als Zeitreisender, der eher nach Obdachloser aussieht, macht in der Titelrolle viel Spaß. Visuell passt das auch. Zwischendurch gibt es immer wieder stimmungsvolle Bilder, etwa wenn wir die Ausmaße der zerstörten Welt sehen. Das Zusammenspiel der Designs und Farben ist gelungen, verleiht dem Ganzen immer einen gewissen Comic-Look.

Inhaltlich hat der Film ebenfalls einiges zu bieten. So wird die Geschichte immer mal wieder schön absurd und chaotisch. Und auch wenn Visitor From the Future in erster Linie auf Unterhaltung aus ist und Descraques nicht explizit politisch werden wollte, geht es hier natürlich schon um Themen wie Generationengerechtigkeit und Verantwortung für die Zukunft. Dies geschieht jedoch, ohne zu sehr den mahnenden Zeigefinger zu heben. Stattdessen gibt es eine Reihe netter Einfälle, zwischen albern und clever, die aus der Zeitreise-Komödie einen sehenswerten Genrebeitrag machen, von dem es gern noch Nachschlag geben darf.

Credits

OT: „Le visiteur du futur“
Land: Frankreich
Jahr: 2022
Regie: François Descraques
Drehbuch: François Descraques
Musik: Jimmy Tillier
Kamera: Matthieu Misiraca
Besetzung: Florent Dorin, Arnaud Ducret, Enya Baroux, Raphaël Descraques, Slimane-Baptiste Berhoun, Audrey Pirault, Mathieu Poggi, Vincent Tirel

Bilder

Trailer

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Visitor From the Future
fazit
Wenn in „Visitor From the Future“ ein Mann in die Vergangenheit reist, um eine Atom-Katastrophe aufzuhalten, wird daraus eine sympathische Komödie. Der Film überzeugt dabei inhaltlich wie visuell, auch schauspielerisch passt das alles, weshalb die Fortsetzung der gleichnamigen Serie eine willkommene Rückkehr ist.
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