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Europa rückt zusammen, wenn schon nicht politisch, dann wenigstens filmisch! Während Brüssel alle Hände voll zu tun hat, den Laden irgendwie beisammenzuhalten und der europäische Gedanke von allen Seiten unter Beschuss steht, da bemüht sich das Mittel Punkt Europa Filmfest um ein wenig grenzüberschreitende Völkerverständigung. Zum dritten Mal laden die Veranstalter in München und Regensburg dazu ein, Werke aus Ungarn, Polen, Slowakei und Tschechien kennenzulernen. Und auch Gastland Ukraine ist diesmal mit dabei. Die fünf Länder liegen uns zwar geografisch nahe, viele Berührungspunkte gibt es mit dem dortigen Kino aber nicht. Ein Besuch der Veranstaltung ist daher immer eine schöne Gelegenheit, ein bisschen was über unsere Nachbarn zu erfahren. Vielleicht auch über deren Geschichte.

Die ungarische Komödie Lajko – Gypsy in Space beispielsweise bringt uns auf eine nicht sehr ernst gemeinte Weise das sowjetische Raumfahrtprogramm näher. Um eine ganz andere Form der Geschichtsstunde handelt es sich bei Granny Project: In dem Dokumentarfilm begegnen drei junge Männer ihren jeweiligen Großmüttern, die jede auf ihre Weise den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Wer hingegen lieber etwas fiktiven Horror sehen möchte: Tower. A Bright Day nimmt uns mit in die unheimliche Wildnis von Polen. Insgesamt 13 Spiel- und Dokumentarfilme gewähren uns während des Festivals Innenansichten mittelosteuropäischer Lebenswelten. Dazu darf natürlich fleißig diskutiert werden, beispielsweise beim Regensburger Workshop mit Dozenten der Prager Filmová a televizní fakulta Akademie múzických umění (FAMU).

Mehr Infos und das vollständige Programm findet ihr auf www.mittelpunkteuropa.de.

Unsere Rezensionen vom Mittel Punkt Europa Filmfest 2019



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