The Testament of Sister New Devil Departures

„The Testament of Sister New Devil Departures“ // Deutschland-Start: 31. August 2018 (DVD/Blu-ray)

Der Kampf der Unterwelt hat ein Ende gefunden, es ist Zeit für ein bisschen Frieden. Und ein bisschen Spaß natürlich auch. Davon haben Basara und seine Mädels natürlich jede Menge, sei es in dem Hallenbad oder auch daheim im Bett. Denn die innige Beziehung muss gepflegt, Mann und Frau haben schließlich Bedürfnisse. Außerdem soll ein bisschen Nähe jede Menge Macht mit sich bringen. Davon kann die Truppe auch einiges gebrauchen, schließlich kündigt sich schon neuer Ärger an.

Entweder man liebt die Geschichten um Basara und seinen dämonischen Harem, der ihm bei jeder Gelegenheit an die Wäsche will. Oder man hasst sie. Profitabel genug scheint das Projekt aber zu sein: Neben der noch immer laufenden Light-Novel-Reihe von Tetsuto Uesu gibt es mehrere Manga-Adaptionen und die zwei Staffeln umfassende Anime The Testament of Sister New Devil. Die daran anschließende Direct-to-Video-Produktion setzt dann auch Kenntnisse davon voraus, große Kontexte oder Einführungen gibt es bei Departures nicht.

Genug geredet, lasst uns nackig machen!
Wobei es aber mit den Vorkenntnissen nicht viel gibt, was hier einen Sinn ergeben müsste. Wo die Serie zumindest noch versuchte, eine Form der Geschichte zu erzählen, indem die ständigen Sexeinlagen mit einem Kampf gegen das Böse zu tun hatten, beschränkt man sich hier nahezu auf das Erstere. Da wird dann auch erst gar nichts vertuscht. Es gibt keine beschämten Blicke, keine „versehentlichen“ Tuchfühlungen. Hier wird gleich der großen Lust gefrönt, je häufiger umso besser.

Wer Spaß daran hat, gezeichneten Figuren dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig ablecken oder die Brüste kneten, der kommt bei Departures dann auch auf seine Kosten. Wer hingegen jedwede Ansprüche an Charaktere oder eine Geschichte hegt, der geht hier leer aus. Gleiches gilt für Zuschauer, bei denen Humor aus mehr bestehen darf als schlüpfrigen Dialogen. Immerhin sieht die Optik vom Stammstudio Production IMS nach wie vor passabel aus. Die wenigen Szenen, in denen der Anime auch mal was anderes macht, als erotische Träume zu bedienen, sind sogar irgendwie hübsch. Aber das ist nicht genug, um die ansonsten sehr eintönigen sechzig Minuten überbrücken zu können.



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The Testament of Sister New Devil Departures
Trotz des Titels, „Departures“ ist mit Sicherheit kein Aufbruch für die Animeserie. Im Gegenteil: Dieses Mal wird nicht einmal versucht, eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Stattdessen gibt es erotische Begegnungen am laufenden Band und Dialoge, die vermutlich witzig gemeint waren, letztendlich aber genauso langweilig sind wie der traurige Rest.
2von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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