„Going For Gold“, Australien, 2018
Regie: Clay Glen; Drehbuch: Clay Glen;
Darsteller: Kelli Berglund, Emily Morris

„Alles auf Sieg“ ist seit 15. Juli 2018 auf Netflix verfügbar

Die 17-jährige Emma (Kelli Berglund) ist in ihrem Leben schon oft umgezogen. Emmas Vater ist Offizier bei der U.S. Air Force und wechselt seinen Standort alle paar Jahre. Dieses Mal geht’s für beide nach Adelaide, Australien. Emma, die an ihren vorigen Wohnorten immer in Cheerleading-Teams getanzt hat, findet auch in Adelaide schnell Anschluss an die Mädels des ansässigen Turnvereins. Als sie bei einem Wettkampf sabotiert werden, entscheiden sie sich, zusammen mit Emma ein Cheerleading-Team auf die Beine zu stellen, um es den arroganten Zicken des Gegnerteams zu zeigen. Über alledem steht die Frage, wie lange Emma dem Team wohl erhalten bleibt.

Wer atemberaubende Choreos erwartet, wird schwer enttäuscht
Filme wie Girls United sind für Cheerleading- oder Tanz-Fans ein Augenschmaus, zum größten Teil wegen der großartigen Choreos und der perfekt passenden Musik, die den Zuschauer richtig mitreißt. Alles auf Sieg will auf diesen Zug aufspringen, doch scheitert kläglich. Ohne den Darstellern auf die Füße treten zu wollen, aber diese Skills reichen nicht aus, um einen guten Cheerleaderfilm zu füllen. Wobei eine bessere Musikgestaltung und ausdrucksstärkerer und dynamischer Schnitt dabei sicher etwas geholfen hätten. Die wackeligen Hebefiguren nur mit Slow Motion zu unterstreichen, bringt wenig Dynamik. Bei keiner der Tanzaufführungen kommt etwas rüber.

Das Team versucht, etwas neues in seine Aufführungen zu bringen – einer bringt seine HipHop-Skills, der andere ein paar neue Moves vom Fußball oder Bauchtanz ein. Wären das wirklich gute und beeindruckende Bewegungen, wäre an dieser Stelle ein kleines Lichtchen aufgegangen. Die Betonung liegt auf wäre …

Schlechte deutsche Synchronsprecher untermalen die mittelmäßigen Schauspielkünste
Vom ersten Satz an überrascht Emmas deutsche Synchronstimme, denn sie passt einfach nicht zu der jungen hübschen Schauspielerin. Sie klingt wie eine Frau mittleren Alters, die versucht, wie ein Teenager zu sprechen. Alle Dialoge wirken wie abgelesen, sehr holprig und schlecht auf die Darsteller abgestimmt. Kelli Berglund spielt in Relation zu den anderen Schauspielern sogar recht solide und sticht auf jeden Fall aus der Menge heraus. Bleibt zu hoffen, dass die Originalvertonung besser ist als die uns in Deutschland zur Verfügung gestellte synchronisierte Version.

Die langatmige Story lässt das Ende herbeisehnen
Zwei superarrogante Klischee-Zicken bringen das Team so aus dem Gleichgewicht, dass alle Hebefiguren schief gehen und alles total aus der Bahn läuft, um dann den Entschluss zu fassen, es den Schnepfen jetzt mal richtig heimzuzahlen. Die Motivation explodiert nun fast – nun leider bewirkt diese Story das Gegenteil beim Zuschauer. „Gäähn“ – alles schon tausend mal gesehen … Dazu kommt die Frage, wann Emmas nächster Umzug ansteht – OMG – wie viel Drama verträgt dieser Film denn noch … Keine Spannungskurve, kein Witz, kein Drama, einfach nur altbekanntes Cheerleader-Zicken-Geplänkel.

Alles auf Sieg hat alles andere als gewonnen. Kurz gesagt ist dieser Film tatsächlich reine Zeitverschwendung!

Alles auf Sieg
3.47 (69.33%) 15 Artikel bewerten

Alles auf Sieg
"Alles auf Sieg" ist ein Cheerleading-Film mit sehr schwacher Story, langweiligen Tanzchoreographien und mittelmäßigen Schauspielern. Gib mir ein "Y-E-S!", sobald der Film vorbei ist ...
3von 10

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