(„Smile“ directed by Francesco Gasperoni, 2009)

Die Story rund um die Gruppe von Studenten ist so schnell erzählt wie die DVD glücklicherweise ihr Ende erreicht. Die jungen Leute genießen Ihre Semesterferien in den angeblich spukenden Wäldern Marokkos. Bevor das Gruseln beginnt, benötigt eines der Opfer Ersatz für Ihre gestohlene Bilderkamera. Auf einem seltsamen Basar, bei einem noch merkwürdigeren Gesellen, ersteht sie eine Sofortbildkamera von 1966. Wie sich später herausstellt ist diese Kamera verflucht und jeder der damit abgelichtet wird, stirbt auf abenteuerliche, lächerliche Weise.

Bei Destination Death war mal wieder das Cover dafür verantwortlich, den Film interessant zu machen, prangte doch in großer Schrift die viel versprechende Ähnlichkeit mit Final Destination oder Freitag der 13. darauf. Weder das Eine, noch das Andere ist eingetroffen. Wenn es sich die Teenager auch zur Aufgabe gemacht haben, sich nach und nach von der Gruppe zu entfernen und fein der Reihe nach umgebracht zu werden, obwohl sie ja eigentlich wissen, dass irgendwas im Argen liegt und die Chancen zu überleben gemeinsam in der Regel höher sind. Schauspielerisch gibt es hier nichts Nennenswertes und von einem Handlungsstrang möchte ich gar nicht erst reden. Kein Spannungsbogen, keine guten Effekte, keine Schreckszenen nur hier und da etwas Blut und entstellte Gesichter. Die Dialoge des Films sind übermäßig ernsthaft und bis aufs Detail durchdacht.

Als die dezimierte Gruppe eine einsame, heruntergekommene Holzhütte vor Einbruch der Dunkelheit findet, äußert die Besorgteste unter ihnen: „Hoffentlich ist das nicht die Hütte des Serienkillers!“ Ihre eher sorglose Freundin antwortet darauf: „Und wenn schon, wir brauchen ein Dach.“ Diese Szene ist eine von zwei, die etwas wie Gefühlsregung erwecken. Wenn in diesem Falle auch eher spottende Freude.

Destination Death ist seit 7. Juli auf Blu Ray und DVD erhältlich 

Destination Death – Du bist der Nächste
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Destination Death – Du bist der Nächste
Die Produktionskosten in Höhe von 8 Millionen Dollar hätte man besser für sinnvollere Dinge ausgegeben, wie Freibier, Vergnügungsparks oder Schauspielunterricht für die Darsteller. Empfehlenswert ist der Streifen leider nicht. Wer ihn dennoch schauen möchte, achte bitte auf die zweite humorvolle Szene, nachdem das allerletzte Foto geschossen wird.
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