(„CSI: Crime Scene Investigation Season 9“, TV-Serie, 2008)

Nachdem Sonderermittler Warrick Brown (Gary Dourdan) kaltblütig und aus nächster Nähe erschossen wurde, kehrt die alte Bekannte Sara Sidle (Jorja Fox) nach Las Vegas zurück. Eine Nachstellung des von Undersheriff McKeen beschriebenen Tathergangs lässt das Team herausfinden, dass die Aussage des Ermittlungsleiters einige Lücken aufweist.

Als schließlich ein Fingerabdruck von McKeen auf der Patronenhülse am Tatort gefunden wird, beginnt die Jagd nach dem Teamkiller, der zusammen mit dem Verdächtigen Pritchard in Richtung Mexico flieht. (Folge 1 „Für Warrick“ / „For Warrick“)

Die Situation kann für den Lebenspartner gar nicht schlimmer aussehen: Wenige Tage vor der Hochzeit und nur wenige Stunden vor dem langfristig geplanten Abendessen mit den Schwiegereltern springt die Verlobte im Bikini bekleidet vom Balkon in den Tod. Zur gleichen Zeit am anderen Tatort: Eine junge Frau wird mit eingedrückten Augen und einem aufgeschlagenen Kopf in einer düsteren Seitengasse gefunden.

Nach einigen Ermittlungen stößt das Team auf einen merkwürdigen Fall: Die Bänkerin Spring verliert durch die Herausgabe von 10.000 Dollar ihren Job. Das Mysteriöse an der Sache: Der Kunde gab ihr nur 100 Dollar und der ganze Vorgang scheint in ihrem Kopf wie ausgelöscht. Doch was verleitet Menschen dazu, Taten gegen ihren eigentlichen Willen zu unternehmen? Nick (George Eads) und Catherine (Marg Helgenberger) machen sich auf die Suche nach der Lösung.

(Folge 2 „Den Halt verloren“ / „The Happy Place“)

Die beiden weiteren und somit einzigen zur Verfügung gestellten Folgen gestalten sich ähnlich spannend und überzeugen durch intelligente Ermittlungen und ein eingespieltes Team, trotz des Verlustes eines geliebten Mitgliedes. Während in der 3. Folge ein künstlerisch begabter Serienkiller sein Unwesen treibt und mit einer gestörten und zugleich faszinierenden Methode die Körper seiner Opfer dazu bringt, die zuvor eingenommene Stellung beizubehalten, finden die Ermittler in der 4. Folge durch einen (un)glücklichen Selbstmord eine weitere Leiche.

Auf der Suche nach der Todesursache und der Tatsache, warum die junge Frau in einem Müllcontainer deponiert wurde, werfen sich so einige Frage in den Weg der erfolgreichen Cops. (Folge 3 „Kunst imitiert Leben“ / „Art Imitates Life“; Folge 4 „Blutfeinde“ / „Let It Bleed“)

Im Vergleich zu den beiden Ablegern CSI – Miami und CSI – New York kann diese Serie mit weitaus weniger Technik und übertriebenen Darstellungen des Drumherums punkten. Der Zuschauer wird abgesehen von den außergewöhnlichen Fällen durch die düstere Umgebungen und die im blauen Ton gehaltenen Farben zusätzlich verstärkt und bietet eine solide Grundlage für eine erfolgreiche, glaubwürdige und spannende Ermittlung. Die vier gezeigten Folgen konzentrierten sich zudem auf die zwischenmenschlichen Beziehungen des Teams, was durch die inhaltlichen Vorkommnisse angebracht zu sein scheint und eine interessante Abwechslung bildet. Im Vergleich zu weiteren Kriminalserien, á la GSI – Spezialeinheit Göteborg wird dies allerdings dezenter verpackt und nicht als Grundlage für die fortführende Story verwendet.

Ab Folge 11 wird die Serie, welche in Wirklichkeit nur zu sehr kleinen Teilen in Las Vegas gedreht wurde, durch Hollywoodstart Laurence Fishburne (Matrix Trilogie, Mystic River) verstärkt, eine Einschätzung kann an dieser Stelle jedoch nicht erfolgen.

Mit viel Spannung, außergewöhnlichen Fällen, einem tollen Team und scharfsinnigen Ermittlungen hat diese Serie ganz zu Recht die Liste der beliebtesten Kriminalserien erklommen und ist den Kollegen immer eine Nasenspitze voraus.

CSI: Crime Scene Investigation Staffel 9 ist seit 26. November auf DVD erhältlich

CSI: Crime Scene Investigation – Staffel 9
3.8 (76%) 10 Artikel bewerten

Über den Autor

Eine Antwort

  1. Dr. Borstel

    Ich habe zwar nie komplette Staffeln gesehen, da mich das Konzept One-case-per-week so gar nicht reizt. Solche Serien brauchen schon einen Faktor, der sie in irgendeiner Hinsicht außergewöhnlich macht, um mich zum Zuschauen zu bewegen, etwa den herausragenden Hauptdarsteller Simon Baker in „The Mentalist“. Dafür war „CSI: Crime Scene Investigation“ für mich, der normalerweise kein Fernsehen schaut, aber immer eines der sehr wenigen Programme, bei denen man bei Langeweile gerne mal reinschauen konnte und garantiert nicht enttäuscht wurde. („Bones“ ist auch so eines.) Ganz im gegenteil vom eher durchschnittlichen „New York“- und dem peinlichen „Miami“-Ableger.

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