Kritik

There Will Be Blood

„There Will Be Blood“ // Deutschland-Start: 14. Februar 2008 (Kino) // 19. Februar 2015 (DVD)

Aufgrund von diversen Empfehlungen habe ich mir nun endlich diesen wunderbaren Film von Paul Thomas Anderson angeschaut. Nach fast 160 Minuten Laufzeit muss ich ihn selbst weiterempfehlen und mich bedanken, dass ich nach langer Zeit mal wieder einen richtig guten Film im Kino sehen durfte.

Die Story dreht sich um ein Familienunternehmen, das von Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) und seinem minderjährigen Sohn H.W. Plainview (Dillon Freasier) geführt wird. Plainview nennt sich selbst einen Ölmann. Seine Arbeit besteht darin, Öl zu finden, das umliegende Land zu kaufen, das schwarze Gold zu fördern und es anschließend zu verkaufen. Dabei versucht der anscheinend gewissenlose Geschäftsmann, mit allen Mitteln an die Ländereien in den diversen US-Bundesstaaten zu kommen. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wird der Ölpreis ständig höher und die Jagd um die verbleibenden Ölfelder nimmt gewaltige Formen an. Neue sogenannte Geschäftsmänner entdecken den lukrativen Handel und wollen auch ein Stück vom Kuchen. Während sich Plainview mit frommen Bauern herumschlägt, damit diese ihre Farm so günstig wie möglich hergeben, warnt ihn der junge Prediger Eli Sunday (Paul Dano), dass es wichtig sei, eine Segnung für die neuen Ölbohrtürme auszusprechen. Nachdem die neuen Förderanlagen jedoch ohne göttlichen Segen eröffnet werden, passiert sogleich der erste schwere Unfall. Der kleine H.W. wird dabei taub…

Ich finde es ist relativ schwierig, den Film zusammenzufassen. Nicht unbedingt aufgrund seiner Länge, sondern vielmehr aufgrund seiner Tiefe. Zwar kann man den Plot in groben Zügen skizzieren, den wirklichen Kern des Streifens kann man aber erst erkennen, wenn man sich damit selbst befasst. Da Themen wie Moral oder Glauben vorkommen, will ich auch gar keine persönliche Interpretation hier veröffentlichen. Das nicht unbedingt spannend klingende Review von mir soll aber nicht täuschen: Der Film ist bestimmt einer der besten des Jahres.

Credits

OT: „There Will Be Blood“
Land: USA
Jahr: 2007
Regie: Paul Thomas Anderson
Musik: Jonny Greenwood
Kamera: Robert Elswit
Besetzung: Daniel Day-Lewis, Paul Dano, Kevin J. O’Connor, Ciarán Hinds, Dillon Freasier

Trailer

Filmpreise

Preis Jahr Kategorie Ergebnis
Academy Awards 2008 Bester Film Nominierung
Beste Regie Paul Thomas Anderson Nominierung
Bester Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis Sieg
Bestes adaptiertes Drehbuch Paul Thomas Anderson Nominierung
Bestes Szenenbild Jack Fisk, Jim Erickson Nominierung
Beste Kamera Robert Elswit Sieg
Bester Schnitt Dylan Tichenor Nominierung
Bester Tonschnitt Matthew Wood, Christopher Scarabosio Nominierung
BAFTA Awards 2008 Bester Film Nominierung
Beste Regie Paul Thomas Anderson Nominierung
Bester Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis Sieg
Bester Nebendarsteller Paul Dano Nominierung
Bestes adaptiertes Drehbuch Paul Thomas Anderson Nominierung
Beste Musik Jonny Greenwood Nominierung
Beste Kamera Robert Elswit Nominierung
Bestes Szenenbild Jack Fisk, Jim Erickson Nominierung
Bester Ton Matthew Wood Nominierung
Golden Globe Awards 2008 Bester Film – Drama Nominierung
Bester Hauptdarsteller –Drama Daniel Day-Lewis Sieg

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There Will Be Blood
4.5 (90%) 2 Artikel bewerten

There Will Be Blood
8von 10

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3 Responses

  1. felix

    Interessantes Review. Vielleicht komme ich am Wochenende dazu mir den Film anzuschauen. War schon ewig nicht mehr im Kino und hätte wirklich Lust auf einen guten Film.

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  2. Der kleine Candide

    Danke. Ich selbst finde das Review eigentlich nicht sonderlich gut, wollte es aber dennoch stehen lassen, da der Film absolut sehenswert ist. Wenn du dadurch Lust auf den Film bekommen hast umso besser, ich hoffe er gefällt dir.

    P.S.: Tut mir Leid wenn man jetzt für einen Kommentar die lästige Wortbestätigung ausfüllen muss, aber dies verhindert lästigen Spam. Erst diese Woche war wieder ein Kommentar das auf eine Seite mit irgend einem Dialer, Virus oder sonst was verwiesen hat.

    Antworten
  3. parker

    Wahnsinns Film. Schwierig den Kern zusammen zu fassen, aber prinzipiell würde ich Meinen es geht um die Seele der US-Amerikanischen Gesellschaft, nämlich der Traum vom großen Geld vs. Erlösung von allem Bösen.
    In dem Film konkurriert ein fundamenatlistischer Schizophräner mit einem abgebrühten Paranoiden um mehr Macht. Beide haben dazu gleichzeitig ein Ziel und einen Zweck, der alle Mittel heiligt : (mehr) Geld. Manipulation, Korruption, Terror … die Seelen sind so schwarz wie das Gold das sie aus der Erde holen.

    Mich hat beeindruckt wie eine so knallharte Realität trotzdem so mystisch dargestellt werden kann. Die brennende Ölquelle ist wie ein böses Omen, das keiner erkennt weil alle nur den Reichtum sehen den sie birgt.

    Wahnsinns Film, grandiose Hauptdarsteller. Mir läuft immer noch ein Schauer über den Rücken.

    Antworten

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