(„Marnie“ directed by Alfred Hitchcock, 1964)

Einer der letzten Filme die Alfred Hitchcock auf die Leinwand gebracht hat. Wieder einmal untersucht sein Streifen die Psyche der Menschen. Diesmal geht es um Marnie (Tippi Hedren), einer allein stehenden Frau, die gekonnt Banken unterwandert und sie dann beraubt. Eines Tages trifft sie jedoch auf Mark Rutland (Sean Connery), der ihr falsches Spiel relativ schnell durchschaut. Fasziniert von Marnie, will er erfahren woher dieses scheinbar, grundlose räuberische Verhalten seinen Ursprung hat. Er ertappt sie alsbald auf frischer Tat und bietet ihr im Gegensatz zur Anzeige bei der Polizei, eine Beziehung mit ihm an. Sein Ziel ist es die tiefliegenden psychologischen Probleme der attraktiven Frau zu ergründen und ihr zu helfen diese zu überwinden. Er beschließt kurzerhand Marnie zu heiraten um somit ihre Identität vor den Behörden etwas zu verschleiern. Die Familie des reichen Geschäftsmannes, steht der plötzlichen und unvorhersehbaren Hochzeit etwas skeptisch gegenüber. Vor allem die Schwester von Mark’s verstorbenen Frau, Lil (Diane Baker), hegt anscheinend tiefe Verachtung gegen das neue Familienmitglied. In der Zwischenzeit versucht Marnie jedoch ihrem Erpresser und Ehemann zu entkommen, probiert es sogar mit Selbstmord, doch Mark lässt nicht locker und kommt schließlich hinter dem grausigen Geheimnis, das seine Gattin seit ihrer Kindheit verdrängt hat…
Der Streifen ist mit 130 Minuten Laufzeit für meinen Geschmack etwas zu langatmig geworden. Alles wirkt somit ziemlich fad und unnötig in die Länge gezogen. Nichts desto trotz, ist es interessant wie Hitchcock mit der Psyche von seinen Charakteren „spielt“. Die Performance von den Hauptdarstellern ist sehr gut, vor allem Sean Connery hat ziemlich Ausstrahlung, so wie immer. Die Musik vom ansonsten genialen Bernard Herrmann, fand ich ehrlich gesagt aber unangebracht und teilweise sogar lästig.

Marnie
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