(„I kina spiser de hunde“ directed by Lasse Spang Olsen, 1999)

Ein wirklich wunderbarer, dänischer Gangster-Film mit mächtig schwarzem Humor. Der Humor ist sicherlich nicht jedermanns Sache, doch ich konnte mich in den ca. 90 Minuten Laufzeit prächtig amüsieren.
Die Story dreht sich um Arvid (Dejan Cukic), einem durchschnittlichen Bankangestellten der ein ebenso durchschnittliches, langweiliges Leben führt. Eines Tages jedoch verhindert er einen Banküberfall auf seine Filiale. Als er nach Hause kommt ist seine Freundin Hanne (Trine Dryholm) mitsamt der Einrichtung verschwunden, da ihr Arvid einfach zu eintönig war. Doch es kommt noch schlimmer: Astrid (Line Kruse) die angebliche Frau des Bankräubers Franz (Peter Gantzler) den Arvid aufgehalten hatte, steht vor seiner Haustür und brüllt ihn an. Sie wirft ihm vor ihr Leben zerstört zu haben, denn sie hätten das Geld vom Banküberfall für eine künstliche Befruchtung gebraucht. Arvid fühlt sich in schuldig und sucht seinen kriminellen Bruder Harald (Kim Bodnia) auf. Gemeinsam mit Martin (Nikolaj Lie Kaas), Peter (Thomas Villum Jensen) und dem indischen Einwanderer Vuk (Brian Patterson) plant die Bande einen Überfall auf einen Geldtransporter. Das gestohlene Geld wollen sie Astrid zukommen lassen. Es gelingt ihnen tatsächlich, doch müssen sie nun auch noch Franz aus dem Gefängnis befreien, damit das Kind auch einen Vater bekommt. Auch dieses waghalsige Manöver gelingt ihnen, doch erklärt ihnen Franz, dass Astrid nicht seine Frau aber seine total psychopatische Schwester ist und sie vermutlich mit dem Geld schon über alle Berge verschwunden ist. Sie beschließen also gemeinsam aus Dänemark zu verschwinden, doch brauchen sie dazu Geld. Mit einem letzten Banküberfall auf Arvids ehemaligen Arbeitsplatz wollen sie sich absichern, aber einmal mehr kommt alles ganz anders, denn die russische Mafia ist Harald dicht auf den Fersen. Der Schluss des Films ist ein einziges Chaos in dem es mächtig knallt und rumst und viele ihr Leben verlieren. Schlussendlich sieht man die Geister der Toten, die von Teufel und Engel in Empfang genommen werden. Einzig Arvid kommt in den Himmel. Die Begründung: Er habe zwar getötet und gestohlen doch war er immer der Meinung das Richtige und Gute zu tun.
Wie gesagt ein sehr unterhaltsamer Film mit viel, viel schwarzen Humor der von oberflächlichen Zuschauern voreilig als makaber und widerlich abgestempelt werden könnte. Ich persönlich finde, der Film schafft es sogar den Zuschauer zum denken anzuregen und setzt sich über unser in Gesetzen und Normen geprägtes Denken hinweg.

In China essen sie Hunde
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4 Responses

  1. justin slammer

    Ich finde, dass der Film weitaus mehr ist als nur unterhaltsam. Die Thematik wird zwar auf eine ungewöhnliche Art dargestellt, ist aber trotzdem nicht als hintergründig zu betrachten.

    Da sind übrigens so zwei bis fünf kleine Tipfehler drin, vielleicht schaust du noch einmal drüber. Ansonsten gute Rezension zu einem guten Film.

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  2. Der kleine Candide

    Danke Justin Slammer. Werde den Text noch einmal durchchecken.

    Ich sagte ja nicht dass er nur unterhaltsam ist 😉 Dass er weit mehr auf dem Kasten hat ist richtig, aber ich glaube der Schluss ist doch etwas ungeschickt gewählt.

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