Der kontroverse Film ist sicherlich nicht für jedermann etwas und absolut kein Streifen, den man sich mal so nebenher angucken kann/sollte. Er stellt viel mehr eine sehr gewagte und gleichzeitig schockierende Kritik an unserer Konsumgesellschaft dar. Der schwedische Regisseur Lukas Moodysson bedient sich dabei an sehr harten und teilweise surrealen Bildern, die vielleicht für viele zu brutal und grausam sind. Wenn man jedoch den Film aufmerksam verfolgt, wird man die vielen versteckten Metaphern erkennen. Den Film „toll“ oder „wunderbar“ zu betiteln, finde ich nicht angebracht, sondern würde ihn viel mehr „interessant“, ja sogar „intelligent“ nennen. Es lässt sich darüber streiten, ob die sehr detailliert dargestellten Gewalt- und Sex-Szenen wirklich von Nöten sind, nicht jedoch über ihren Effekt, den sie auf den Zuschauer auswirken.
Die Story, wenn man sie so nennen kann, ist recht simpel und dreht sich um vier Menschen: Rickard (Thorsten Flinck), Tess (Sanna Bråding), Geko (Groan Marjanovic) und Eric (Bjoern Almroth). Rickard und Geko drehen gemeinsam mit der jungen, hübschen und naiven Tess Pornofilme im eigenen Apartment. Eric, der Sohn von Rickard ist stehts nebenan in seinem Zimmer und hört die Schweinereien seines Vaters mit. Eines Tages nimmt die Gewalt in den Pornofilmen sehr zu und die Situation eskaliert. Tess verschwindet, doch schon am nächsten Tag ist sie wieder zurück. Sie hat Essen eingekauft und die drei Pornodarsteller veranstalten eine widerliche Fress-Orgie. Der Film handelt im Prinzip eigentlich um nichts anderes als Liebe: Jeder Mensch sucht jemanden. Jeder Mensch sucht Liebe.
Filmtechnisch erinnert der Streifen sehr an eine Dokumention, auch wenn teilweise sehr psychedelische Effekte zum Einsatz kommen und oft krasse Cuts zu Operationen oder Sex-Szenen vorhanden sind. Der Film spielt fast ausschließlich im besagten Apartment nur am Schluss sieht man einige Außen-Szenen. Musik ist so gut wie keine vorhanden, außer die, die Darsteller im Film selbst hören.

A Hole In My Heart
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