Wilsberg - Mogelpackung Tv Fernsehen ZDF Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Thomas Kost

Wilsberg: Mogelpackung

„Wilsberg: Mogelpackung“ // Deutschland-Start: 4. April 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Overbeck (Roland Jankowsky) hat die Schnauze voll. Seit einiger Zeit wird das Wohnhaus, in dem er lebt, auf völlig rücksichtslose Weise saniert. Er, Janne Becker (Teresa Harder) und andere Mieter und Mieterinnen sind davon überzeugt, dass man sie mit diesen Maßnahmen vergraulen will, um die Wohnungen anschließend teurer vermieten zu können. Georg Wilsberg (Leonard Lansink) sieht sich die Sache auch genauer an, da sein neuer Klient Ferdinand Feldkamp (Steffen Groth) als Neffe der verstorbenen Besitzerin überzeugt ist, dass das Haus ihm gehört. Man lässt ihn aber nicht hinein. Während Ekki Talkötter (Oliver Korittke) nach kriminellen Machenschaften sucht, die besteuert werden können, trifft Dr. Tessa Tilker (Patricia Meeden) ihren ehemaligen Studienfreund Julius Steinbrink (Christoph Schechinger) wieder, der sich jedoch seltsam verhält …

Wohnen und die üblichen Feindbilder

Wilsberg und kein Ende. Seit mehr als 30 Jahren wird die ZDF-Krimireihe inzwischen produziert. Eigentlich sollte man da meinen, dass das Publikum irgendwann genug haben könnte. Stattdessen werden derzeit tatsächlich vier neue Teile pro Jahr produziert. Zuletzt ging es in Trügerische Sicherheit um einen Jugendlichen, der seinen Stiefvater beschuldigt, Einbrüche zu begehen. Mit Mogelpackung kommt nun der zweite Film des Dauerbrenners dieses Jahr heraus, weitere sind bereits angekündigt. Für Fans ist das eine gute Nachricht, und von denen gibt es immerhin fünf bis sechs Millionen. Neue wird der Film aber kaum gewinnen. Zwar ist das hier insgesamt stimmiger als beim letzten Mal – aber nicht wirklich gut.

Dabei greift man wieder auf ein gesellschaftliches Thema zurück. Wer regelmäßig die Reihe anschaut, weiß, dass dies durchaus häufiger vorkommt. Technologische Entgleisungen werden beispielsweise des Öfteren angesprochen. Bei Wilsberg: Mogelpackung nimmt man sich des Themas Wohnen an und der unlauteren Machenschaften, die damit verbunden sind. Das geht prinzipiell immer, auch andere Krimireihen sprechen darüber – kürzlich etwa Tatort: Fackel. Denn unabhängig von Weltsichten und politischen Überzeugungen sind gierige Vermieter und skrupellose Immobilienhaie Feindbilder, auf die sich die meisten einigen können. Es sind nur keine sonderlich originellen Feindbilder, zumal man es hier nicht einmal mit Nuancen versucht. Da werden manche Klischees bedient.

Wieder Durchschnitt

Etwas problematisch ist zudem mal wieder, wie sehr hier konstruiert werden muss, um alle Figuren unterzukriegen. Was haben ein Privatdetektiv, die Polizei, ein Finanzbeamter und eine Anwältin gemeinsam? Eben. Bei Wilsberg: Mogelpackung funktioniert das etwas besser als bei dem Mal davor, zumindest sind die Beteiligungen für sich plausibel. Dass aber Overbeck ausgerechnet in dem betroffenen Wohnhaus lebt und Wilker mit einem der Hauptverdächtigen befreundet ist, ist so eine typische Drehbuchkonstruktion. Zuweilen wird es hier dann auch recht umständlich und es ist nicht ganz nachzuvollziehen, warum da wer was tut.

Insgesamt ist der Film schon ordentlich geworden. So sind die Motive der beteiligten Personen nachvollziehbar – es geht fast immer um die pure Gier. Und auch wenn die Tatperson nicht so wirklich schwer zu erraten ist, ist der Part ebenfalls überzeugend umgesetzt. Beim Ende machte man es leider ziemlich einfach, da wird quasi ein Happy End erzwungen, was so nun wirklich nicht glaubwürdig ist. Von den albernen Undercover-Einsätzen braucht man erst gar nicht zu sprechen. In der Summe ist Wilsberg: Mogelpackung daher nicht mehr als Durchschnitt, der 89. Teil der Reihe ist einer unter vielen. Aber er erfüllt schon seinen Zweck.

Credits

OT: „Wilsberg: Mogelpackung“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Bettina Braun
Drehbuch: Jürgen Kehrer, Emily Reimer
Musik: Matthias Weber
Kamera: Felix Beßner
Besetzung: Leonard Lansink, Oliver Korittke, Patricia Meeden, Rita Russek, Roland Jankowsky, Teresa Harder, Proschat Madani, Christoph Schechinger, Steffen Groth, Lisa Jopt

Bilder

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Wilsberg: Mogelpackung
fazit
Bei „Wilsberg: Mogelpackung“ dreht sich alles um ein Wohnhaus, um das erbittert gestritten wird. Der Film greift ein beliebtes gesellschaftliches Thema auf und arbeitet mit den üblichen Feindbildern. Das funktioniert, mehr als Durchschnitt ist der Krimi aber kaum, auch weil vieles mal wieder sehr konstruiert ist.
Leserwertung0 Bewertungen
0
5
von 10