
Es hätte der schönste Tag für Katy (Lulu Safia Mnanga Elling) werden sollen, hat sie doch gerade den Wettbewerb der Miss Sunshine gewonnen! Dieser Triumph wärt jedoch nur kurze Zeit, denn jemand hat sie von der Dachterrasse des Hotels, in dem der Beauty-Contest stattfindet, in den Tod gestürzt. Dan (Peter Mygind) und Flemming (André Babikian) nehmen sich der Geschichte an und versuchen herauszufinden, wer den Mord begangen haben könnte – und aus welchem Grund. War vielleicht eine der Konkurrentinnen eifersüchtig auf den Erfolg? Was weiß Alexander (Frederik Emil Mathiasen), der langjährige Freund der Toten, über diese Sache und Katys Schwangerschaft? Und dann ist da noch der Umschlag mit 30.000 Dänischen Kronen, den Katy bei ihrem Tod bei sich hatte und der vielleicht mit dem Mord im Zusammenhang stecken könnte …
Mord um den schönen Schein
Weiter geht es mit Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle. Insgesamt vier Folgen wird die sechste Staffel der beliebten dänisch-deutschen Krimireihe umfassen, welche hierzulande im ZDF ausgestrahlt wird. Den Auftakt machte vergangene Woche Tödlicher Ehrgeiz, wo der Tod einer ehemaligen Profisurferin und Influencerin aufgeklärt werden musste. Mit Miss Sunshine folgt nun der zweite Film der besagten Staffel. Dieser erzählt wie immer eine in sich abgeschlossene, eigenständige Geschichte, weshalb man die Vorgänger nicht gesehen haben muss. Das Konzept ist dabei jedoch gleich geblieben, man versucht bei dieser Reihe erst gar nicht, etwas an diesem zu verändern. Fans wird das freuen. Wer bislang nichts damit anfangen konnte, wird seine Meinung kaum ändern.
So ist das wieder ein klassischer Whodunit, wo zu Beginn die Leiche gefunden wird und anschließend ermittelt werden muss, wer das Verbrechen begangen hat. Gemeinsam ist den beiden Folgen auch, dass hier eine Frau ermordet wird, bei der sich alles um den schönen Schein dreht – bei Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle: Miss Sunshine ist das sogar wörtlich zu verstehen. An und für sich hätte sich das Model-Milieu angeboten, etwas über Schönheitswahn zu sagen und die Art und Weise, wie Menschen zu Objekten degradiert werden. Frauen vor allem. Daran hatte man aber kein Interesse. Tatsächlich bewegt man sich erstaunlich schnell weg von diesem Themenbereich bzw. verlagert diesen, wenn dann unter anderem die Bodybuilder-Kultur und zerstörerische Tendenzen bei Männern angesprochen werden.
Schwacher Krimi
Auch das hätte interessant werden können, gerade durch die Parallelen. Anstatt sich aber vielleicht einmal wirklich mit all dem auseinanderzusetzen und vielleicht in die Tiefe zu gehen, dominiert mal wieder das billige Drama. Das kann im Zusammenhang mit dem Fall stehen, wenn es um verpatzte Lebensentwürfe oder Eifersucht geht. Aber auch im Privaten geht es mal wieder hoch her. Eigentlich dachte man ja, dass doch nach der jahrelangen Seifenoper-Dreiecksbeziehung Ruhe eingekehrt ist. Stattdessen will Marianne (Laura Drasbæk) ihr Familienhaus verkaufen, was erwartungsgemäß für Verstimmungen sorgt. Dan wiederum hat in Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle: Miss Sunshine auf einmal die beiden Stiefkinder seiner Partnerin Josefine (Maibritt Saerens) an der Backe, die illegal im Land sind. Dass das gegen das Gesetz verstößt, hat Dan wohl nicht verstanden.
So richtig intelligent sind die Männer hier aber eh nicht, wenn man sich die Ermittlungen anschaut. Dass diese mehr oder weniger erst durch eine Zufallsentdeckung auf die Lösung kommen, ist schon erbärmlich. Da wollte wohl niemand Arbeit investieren. Und auch die Erklärung für den Mord lässt einen wieder mit den Augen rollen. Nicht nur, dass man quasi das wiederholt hat, was schon in der Vorwoche geschehen ist, es ist noch nicht einmal plausibel geworden. Als Krimi ist Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle: Miss Sunshine dann auch wieder ein Griff ins Klo. Wer intelligente Unterhaltung sucht, lässt das hier bleiben. Nächstes Mal erzählt Der Patriarch von einem ermordeten Künstler, dessen Werke gestohlen wurden.
OT: „Sommerdahl: Bagsiden af medaljen“
Land: Dänemark, Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Kenneth Kainz
Drehbuch: Christine Exner, Lolita Bellstar, Jonna Bolin-Cullberg
Vorlage: Anna Grue
Musik: Jeppe Kaas
Kamera: Philippe Kress
Besetzung: Peter Mygind, André Babikian, Laura Drasbæk, Lise Baastrup, Maibritt Saerens, Lotte Andersen, Mia Helene Højgaard, Mathias Käki Jørgensen, Thit Aaberg, Caspar Phillipson, Ali Al-Bayate, Lulu Safia Mnanga Elling, Frederik Emil Mathiasen, Mathilde Passer, Lee Levi
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