Sag mir, was du willst Pídeme lo que quieras Ask Me What You Want
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Sag mir, was du willst

Sag mir, was du willst Pídeme lo que quieras Ask Me What You Want
„Sag mir, was du willst“ // Deutschland-Start: 17. Juli 2025 (digital)

Inhalt / Kritik

Es ist reiner Zufall, der die Datenanalystin Judith Flores (Gabriela Andrada) und den Geschäftsmann Eric Zimmerman (Mario Ermito) zusammenführt. Denn eines schönen Tages bleiben sie gemeinsam in einem Aufzug stecken. Dabei wird das nicht das letzte Mal sein, dass die zwei sich treffen. Denn es hat gefunkt zwischen den beiden. Also beginnen die beiden eine leidenschaftliche Affäre, welche für Judith neue sexuelle Erfahrungen bedeutet und sie regelmäßig an ihre Grenzen führt. Allerdings hat die Sache einen Haken: Eric ist ihr Chef. Das steigert das Kribbeln noch mehr, bedeutet aber auch, dass diese Beziehung für beide gefährlich sein könnte …

Erotikdrama mit Romanvorlage

Zwar hat sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten stetig weiterentwickelt und damit auch die alten Geschlechterbilder überholt. So sind Frauen heute nicht mehr ein bloßes Anhängsel von Männern, dürfen ihr Leben selbstbestimmt führen. Und doch gibt es immer wieder Filme, in denen das mit dem Fortschritt so eine Sache ist. Da taucht dann ein ebenso unverschämt attraktiver wie unverschämt reicher Mann auf und die Frau ist sofort Wachs in seinen Händen, während sie aufregende sexuelle Erfahrungen macht. Die beiden bekanntesten Fälle dafür sind wohl die Romanadaptionen Fifty Shades of Grey (2014) und 365 Days (2020), die es jeweils auf drei Teile brachten und ein Millionenpublikum erreichten. Ähnliches erhoffte man sich wohl auch bei Sag mir, was du willst.

Das spanische Erotikdrama hat dabei ebenfalls eine literarische Vorlage, genauer der 2012 veröffentlichte Roman Pídeme lo que quieras von Megan Maxwell. Dieser hat seinerseits Fortsetzungen nach sich gezogen, ganz viele sogar. Bis 2018 erschienen insgesamt acht Bände. Ob die auch alle adaptiert werden, bleibt abzuwarten, bislang angekündigt wurde da noch nichts. Zu hoffen ist es dabei jedoch weniger, dass weitere Teile gedreht werden. Denn selbst wenn Sag mir, was du willst ganz viel von Lust erzählt und zwei Menschen zeigt, die dieser nachgehen, macht der Film nicht so wirklich Lust auf weitere Teile. Dafür ist der Auftakt letztendlich zu schwach und langweilig, bietet einfach nicht das Fundament, auf dem sich etwas aufbauen ließe.

Nichtssagend und wenig prickelnd

Das betrifft einerseits die Figuren, die mal wieder besonders nichtssagend geworden sind. Judith wird als selbstbewusste Frau beschrieben, die es gewohnt ist, alles unter Kontrolle zu haben – weshalb das mit dem lusterfüllten Kontrollverlust für sie schwierig ist. Eric ist sowieso nur ein Mittel zum Zweck. Er ist reich und gutaussehend, das muss dann reichen. Sicher, da wird dann schon noch versucht, durch Abgründe Tiefe zu erzeugen. Das überzeugt jedoch nicht, ist ebenso klischeebeladen wie der ganze Rest. Es ist auch nicht so, als würde Sag mir, was du willst den beiden eine nennenswerte Entwicklung zugestehen. Man fühlt sich eher in einer Endlosschleife gefangen. Die sexuellen Situationen wechseln zwar, die Erzählung bleib aber – sofern man überhaupt von einer Erzählung sprechen mag. Zumindest auf der narrativen Ebene passiert da nichts.

Der Zielgruppe dürfte das egal sein. Die will zwei attraktive Menschen sehen, die miteinander Sex haben oder zumindest mit sexuellen Anspielungen das Publikum einheizen. Eben das bekommt man dann auch zu sehen. Und doch ist das Ergebnis eher weniger aufregend, da Regisseurin Lucía Alemany wirklich gar nichts eingefallen ist, mit dem sie aus der Masse solcher Erotikdramen hervorstechen könnte. Sonderlich explizit ist das auch nicht, selbst wenn so getan wird als ob. Wenn der Höhepunkt sein soll, dass die Protagonistin abwechselnd mit zwei Männern knutscht, dann ist das in etwa so prickelnd wie eine Plastiktüte. Da Sag mir, was du willst nicht einmal ein befriedigendes Ende hat – man braucht ja schließlich Stoff für weitere Teile, selbst wenn diese nicht kommen –, kann man sich das Ganze hier getrost sparen.

Credits

OT: „Pídeme lo que quieras“
IT: „Ask Me What You Want“
Land: Spanien
Jahr: 2024
Regie: Lucía Alemany
Drehbuch: Ivy Hesh, Vivian Dakota, Marina Martín
Vorlage: Megan Maxwell
Musik: Vanessa Garde
Kamera: Thais Català
Besetzung: Gabriela Andrada, Mario Ermito

Bilder

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Sag mir, was du willst
fazit
In „Sag mir, was du willst“ verliebt sich eine Datenanalystin in ihren attraktiven wie vermögenden Chef. Das Prinzip ist geklaut, die Figuren sind nichtssagend, es findet keine Entwicklung statt. Da nicht einmal die Sexszenen aufregend sind, kann man sich das langweilige Erotikdrama getrost sparen.
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