Mord im Mittsommer Linnea TV Fernsehen ZDF arte Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/Johan Paulin

Mord im Mittsommer: Linnea

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„Mord im Mittsommer: Linnea“ // Deutschland-Start: 8. März 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Es hätte eine große Feier werden sollen, bei denen sich alle gut amüsieren können. Doch als Sven Linell (Fredrik Gunnarson) plötzlich tot zusammenbricht, ist das mit der Feierlaune schlagartig vorbei – umso mehr, da ihn jemand vergiftet hat. Gut möglich, dass dies mit einer geplanten Stiftung zu Ehren seiner toten Tochter zusammenhängt, für die er sogar sein Unternehmen verkaufen wollte. Alexander Forsman (Nicolai Cleve Broch) und sein Kollege Welpe (Julius Fleischanderl) nehmen die Ermittlungen auf und schauen sich dabei vor allem das direkte Umfeld des Verstorbenen an. Staatsanwältin Nora Linde (Alexandra Rapaport) wird dem Fall ebenfalls zugeteilt, auch wenn sie sich nicht so sicher ist, ob das eine gute Idee ist. Denn die gescheiterte Beziehung zu Alexander hängt beiden noch nach …

Klassischer Krimi

Mord im Mittsommer ist eine feste Institution im deutschen Fernsehen. Zwar dauerte es einige Jahre, bis die ursprünglich rein schwedisch produzierte Krimireihe auch ihren Weg zu uns gefunden hat. Aber trotz dieser Verspätung hat sie ihre Fans gefunden, die Jahr für Jahr mit neuen Geschichten um die Staatsanwältin und den Kommissar versorgt werden. Diese Fans dürfen sich darüber freuen, dass es jetzt wieder Nachschub gibt. Zuletzt erzählte Birgitta vergangenes Frühjahr davon, wie eine Krimiautorin einige frühere Freundinnen eingeladen hat und kurze Zeit später tot ist. Mit Linnea startet nun auch die elfte Staffel bei uns, die aus nicht bekannten Gründen in Deutschland als zweite Hälfte einer neunten Staffel verkauft wird. Wie immer wird diese aus drei Filmen bestehen.

Das Prinzip ist dasselbe wie immer. Am Anfang wird eine Leiche gefunden, danach wird anderthalb Stunden lang geschaut, wer es gewesen ist. Wer einen klassischen Rätselkrimi möchte, wird also bedient. Wobei die Auswahl an Tatverdächtigen doch eher überschaubar ist. Es gibt nicht so wahnsinnig viele, die wirklich in Frage kommen, auch weil man nicht versucht, viele Alternativen zu etablieren. Es braucht deshalb nicht so wahnsinnig viel Kreativität, um bei Mord im Mittsommer: Linnea von sich aus auf die Lösung zu kommen. Zumal die Tatperson sich so verdächtig verhält, dass sich die Überraschung in Grenzen hält, wenn der Film doch mal die Karten auf den Tisch legt. Offen ist allenfalls lange, was es mit dem Tod der Tochter des Opfers auf sich hat, der zu Beginn des Films gezeigt wird.

Wieder viel privater Kram

Dass der Krimiteil ein bisschen dünner ist, liegt auch daran, dass mal wieder einiges an Drama in dem Film drinsteckt. Wer die vorherigen Filme gesehen hat, weiß das natürlich. Die Liebesbeziehung zwischen den beiden Hauptfiguren und die Medikamentenabhängigkeit von Alexander nahmen in der letzten Staffel einigen Raum ein. An und für sich sollte das ja jetzt abgeschlossen sein, es schwingt aber nach wie vor mit. Hinzu kommt, dass Mord im Mittsommer: Linnea die Wohnungslosigkeit des Kommissars aufgreift, der vorübergehend bei Welpe und dessen Partner Pär (Anton Lundqvist) unterkommt. Auf diese Weise wird das Drama mit etwas Humor aufgelockert. Für die Geschichte selbst ist das irrelevant. Aber es ist doch ganz amüsant. Von Rakel (Marall Nasiri), der neuen Chefin im Polizeirevier, lässt sich das weniger behaupten. Sie ist eher etwas nervig.

Also ein bisschen Licht, ein bisschen Schatten beim Auftakt der neuen Staffel. Insgesamt reicht es auf diese Weise wieder für eine durchschnittliche Folge. Man muss sich hier nicht so sehr ärgern, wie es manche Male bei dieser Reihe vorgekommen ist, wenn übertriebenes Drama auf schwache Geschichten stieß. Mord im Mittsommer: Linnea kann man sich durchaus anschauen. Ein toller Krimi sieht aber anders aus, da hätte man dann doch etwas andere Schwerpunkte setzen müssen. Nächste Woche wird es dafür wieder hoch hergehen, denn in Rakel geht es – der Titel verrät es bereits, um die besagte neue Chefin. Und diese darf zeigen, dass sie noch eine andere Seite an sich hat, wenn es darauf ankommt.

Credits

OT: „Morden i Sandhamn: Linnea“
Land: Schweden, Deutschland
Jahr: 2025
Regie: Niklas Ohlson
Drehbuch: Sara Heldt, Jonas Widerberg
Vorlage: Viveca Sten
Musik: Fredrik Emilson
Kamera: Mats Axby
Besetzung: Alexandra Rapaport, Nicolai Cleve Broch, Julius Fleischanderl, Rafael Edholm, Jonas Malmsjö, Annika Hallin, Marall Nasiri, Anton Lundqvist, Albin Grenholm

Bilder

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Mord im Mittsommer: Linnea
fazit
In „Mord im Mittsommer: Linnea“ wird ein Unternehmer getötet, kurz bevor er eine Stiftung gründen kann. Der Krimi funktioniert, bietet aber nicht viel Rätselstoff. Stattdessen geht es wieder viel um die persönlichen Geschichten der Polizei und der Staatsanwältin. Das lässt sich diesmal aber leichter verschmerzen, es wird nicht so ärgerlich wie in der Vergangenheit.
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