Makellos – Eine kurze Welle des Glücks TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Makellos – Eine kurze Welle des Glücks

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„Makellos – Eine kurze Welle des Glücks“ // Deutschland-Start: 11. März 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Seit vielen Jahren schon ist Constanze Laux (Adele Neuhauser) mit Anton (Ulrich Noethen) verheiratet. Und eigentlich liebt sie ihn auch noch. Und doch ist sie mit der Ehe nicht mehr glücklich, vor allem das Fehlen von Zärtlichkeit und Leidenschaft macht ihr zu schaffen. Ihre beste Freundin Karin Biederstädt (Caroline Frank) überzeugt sie deshalb, sich einfach mal einen Callboy zu nehmen. Ein erster Versuch endet in einem Desaster. Doch dann lässt sie sich auf Ricardo Westerhoff (Manuel Rubey) ein, den sie zufällig kennengelernt hat. Mit ihm lernt sie sich selbst körperlich wieder ganz neu kennen, bekommt endlich das, was sie in ihrer Ehe so schmerzhaft vermisst. Was aber als zwangsloser Sex gemeint war, wird zu mehr – und sie entwickelt tatsächliche Gefühle für ihn …

Dritter Film eines eingespielten Trios

Regisseur Dirk Kummer, Drehbuchautor Uli Brée und Schauspielerin Adele Neuhauser, das ist mittlerweile ein eingespieltes Team. So erzählten die drei 2021 in Faltenfrei von einer Beauty-Bestseller-Autorin, die sich mit ihrem eigenen Altern auseinandersetzen muss. 2024 folgte Ungeschminkt, in der Neuhauser eine Transfrau verkörperte, die in ihre alte Heimat zurückkehrt. Mit Makellos – Eine kurze Welle des Glücks kommt das Trio noch ein drittes Mal zusammen und bekommt dabei bewährte Unterstützung: Noethen und Rubey waren zuvor jeweils in einem der beiden Filme zu sehen. Um eine Fortsetzung handelt es sich beim neuen Werk dennoch nicht, es sind komplett neue Figuren. Auch inhaltlich gibt es nur begrenzt Anknüpfungspunkte.

Wiederkehrende Themen findet man hingegen schon. So spielt wie beim letzten Mal das Thema Selbstbestimmung eine große Rolle, wenn die in die Jahre gekommene Protagonistin um einen Platz in dieser Welt kämpft. Der erste Film behandelte seinerzeit das Thema Schönheit und Altern, was ebenfalls in Makellos – Eine kurze Welle des Glücks aufgegriffen wird. Immer wieder beklagt sich Constanze darüber, dass sie sich nicht mehr begehrt fühlt. Doch sie braucht diese Aufmerksamkeit, sehnt sich danach. Der Film schafft dabei einiges an Identifikationsfläche. Gerade ein nicht mehr ganz junges weibliches Publikum wird vermutlich mitfühlen können, wie es ist, wenn man sich nur noch wie ein Möbelstück fühlt. Aber hier darf man davon träumen, wie einem ein jüngerer, attraktiver Mann wieder den Hof macht.

Nettes Wohlfühlfernsehen

Ob das jetzt realistisch ist, darüber lässt sich streiten. Zumal der Film auch nie sagt, warum denn Ricardo Gefühle für seine ältere Kundin haben sollte. Das wird einfach behauptet. Überhaupt ist Makellos – Eine kurze Welle des Glücks kein sehr tiefgründiges Werk geworden. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit Liebe im Alter oder auch Prostitution findet nicht statt. Das Publikum soll hiermit primär Spaß haben und aufgemuntert werden, nachdenken ist eher weniger angesagt. Zu dem Zweck kommt dann einiges an Humor ins Spiel. Auch wenn der Film eigentlich schon ernste Themen anspricht, ist er doch eine Komödie. Laut lachen ist dabei aber kaum angesagt, man schmunzelt eher über die Situationen, in die die überforderte Protagonistin gerät.

Allerdings reichte Brée das nicht, weshalb er die Geschichte gegen Ende hin in eine ganz andere Richtung laufen lässt. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, eskaliert die Situation auf einmal und es werden zahlreiche Konflikte eingeführt. Auf der einen Seite belebt das den Film, der davor längere Zeit etwas ziellos vor sich hin plätscherte. Nur führt das dann erst recht dazu, dass die angesprochenen Themen nicht weiter vertieft werden. Man ist anderweitig beschäftigt. Schlecht ist das Ergebnis nicht, Makellos – Eine kurze Welle des Glücks ist schon ein irgendwie netter und phasenweise amüsanter Film geworden. Daran hat das gut aufgelegte Ensemble seinen Anteil. Mehr als das ist es aber nicht, über nettes Wohlfühlfernsehen kommt die sexuelle wie emotionale Selbstentdeckung einer reiferen Frau das nicht hinaus.

Credits

OT: „ Makellos – Eine kurze Welle des Glücks“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Dirk Kummer
Drehbuch: Uli Brée
Musik: Johannes Repka
Kamera: Alexander Püringer
Besetzung: Adele Neuhauser, Ulrich Noethen, Caroline Frank, Manuel Rubey

Bilder

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Makellos – Eine kurze Welle des Glücks
fazit
In „Makellos – Eine kurze Welle des Glücks“ verliebt sich eine unglückliche Ehefrau in einen jüngeren Callboy. Der Film schneidet einige wichtige Themen an, macht aber relativ wenig daraus. Statt einer wirklichen Auseinandersetzung gibt es nettes Wohlfühlfernsehen, das amüsieren will, nicht nachdenken.
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