
Es geht beim Team hoch her. So müssen Nina Haddad (Sabrina Amali), Paul Raue (Paul Zichner) und Billy Johannes (Anna Schimrigk) eine junge Frau versorgen, die sich bei einem Einbruch in ein Hochregallager verletzt hat. Markus Probst (Max Hemmersdorfer) wiederum steht vor einer schwierigen Prüfung und ist sich nicht sicher, ob er diese überhaupt ablegen mag. Und auch privat ist da einiges los. Während Nina bei der Beziehung mit Philipp (Max Woelky) verschiedene Probleme hat, ihre Arbeit und seine Kinder unter einen Hut zu kriegen, hat Billy mit der fortschreitenden Demenz ihrer Mutter zu kämpfen. Ein Kampf, der sie immer häufiger zu Medikamenten greifen lässt …
Die üblichen Probleme
Inzwischen sind wir bei Die Notärztin fast bei der Hälfte angekommen. Insgesamt 13 Folgen wird die zweite Staffel der ARD-Serie umfassen. Das bedeutet ganz viel Drama sowohl bei den Einsätzen wie auch abseits davon. Zuletzt kriselte es in Teamwork besonders innerhalb des Teams, weil es zu Kompetenzgerangel und Streitigkeiten bei einem Notfall kam. Die Woche davor handelte Qualitätskontrolle davon, dass Teamleiter Patrick Köster (Johannes Kienast) ein genaues Auge auf die Abläufe warf und damit dem Rest im Weg stand. Mit Abflug kommt jetzt die sechste Episode und führt dabei einige der Geschichten der aktuellen Staffel fort. Stärker als bei anderen Serien wird hier mit fortlaufenden Strängen gearbeitet, die sich durch die ganze Staffel ziehen.
Einer davon betrifft mal wieder die Beziehung zwischen Nina und Philipp. Die ist regelmäßig schwierig, wobei es mehrere Konfliktpunkte gibt. Auf der einen Seite ist da der anspruchsvolle Beruf der Protagonistin, der immer wieder das Privatleben torpediert. Aber auch die Kinder und die Ex von ihm können die Partnerschaft verkomplizieren. Bei Die Notärztin: Abflug ist wieder beides der Fall. Einerseits ist das nachvollziehbar, die Serie spricht da schon ganz alltägliche Probleme an. Viel Entwicklung ist da aber nicht drin. Die Nebenstränge um Markus und Billy kommen auch nicht wirklich voran. Da nun einmal nur 45 Minuten pro Folge zur Verfügung stehen, ist das mit den verschiedenen parallelen Geschichten nur schwer umsetzbar. Es geht nur mühsam voran.
Irgendwie inhaltsleer
Der berufliche Aspekt ist diesmal auch weniger interessant. Das mit dem Einbruch ist zwar mal etwas Neues, das hätte man jetzt so eher nicht erwartet. Wer deswegen aber erwartet, dass ein stärkerer Krimianteil hineinkommt, sieht sich getäuscht. Tatsächlich ist der Einstieg danach gleich wieder vergessen. Im Schnellverfahren kommen andere Fälle an die Reihe, die dann ebenfalls sofort zu den Akten gelegt werden. Die Notärztin: Abflug ist deshalb eine Folge, die zwar nicht wirklich schlechter ist, aber so inhaltsleer, dass man diese Woche problemlos aussetzen kann, ohne dabei etwas zu verpassen. Nächstes Mal geht es in Innere Angelegenheiten um Medikamentenraub in der Station, der für viel dicke Luft im Team sorgt.
OT: „Die Notärztin: Abflug“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Jan Hearing
Drehbuch: Jan Hearing, Tina Thöne, Nina Blum, Frank Wollin
Musik: Tina Pepper, Stephan Römer, Jasmin Reuter
Kamera: Lukas Steinbach
Besetzung: Sabrina Amali, Max Hemmersdorfer, Paul Zichner, Anna Schimrigk, Johannes Kienast, Mark Zak, Paul Wollin, Max Woelky
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