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© ZDF/Lukas-Frederik Pfaff/Andre Kowalksi/Florian Licht

Die Maiwald: Verstärkung

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„Die Maiwald: Verstärkung“ // Deutschland-Start: 26. März 2026 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Dr. Johanna Maiwald (Doris Schretzmayer) liebt Tiere, liebt es, sie zu versorgen. Doch das ist alles andere als einfach. Denn trotz ihres hohen Engagements hat sie allein nicht die Kapazitäten, um sich um alle zu kümmern. Sie braucht dringend Unterstützung. Das Bergdorf Maria Alm, in dem die Tierärztin lebt und praktiziert, ist aber zu weit weg, um Interessenten anzulocken. Also behauptet sie dem jungen Uniabsolventen Kami Karner (Atrin Haghdoust) gegenüber, dass ihre Praxis in Salzburg ist, sagt ihm erst die Wahrheit, als es zu spät ist. Während der belogene junge Mann im Dorf festsitzt, schaut Maiwald nach den Kühen von Bauer Andreas Reindl (August Schmölzer), der sich noch immer mit seinem Sohn Jakob (Bernhard Piesk) streitet. Aber auch in ihrer eigenen Familie gibt es Stress: Ihr Bruder Georg (Michael A. Grimm), Bürgermeister des Dorfs, und dessen Frau Denise (Sonsee Neu) machen eine Ehekrise durch …

Die tote Provinz

Der Donnerstagabend steht im ZDF bekanntlich im Zeichen des Heimatfilms, oft verbunden mit irgendwelchen medizinischen Themen oder Katastrophenschutz – siehe der Dauerbrenner Der Bergdoktor, der es mittlerweile auf 19 Staffeln bringt. Der Sender schaut aber voraus und versucht, den Programmplatz mit weiteren Reihen zu füllen, die den bekannten ähneln und doch etwas Neues bringen. Man braucht schließlich beständig Nachschub. Gleich zwei potenzielle neue Reihen sind so hintereinander an den Start gegangen. Den Auftakt machte Einfach Elli mit den beiden Filmen Neuanfang und Verzeihen. Dort folgen wir einer Notfallsanitäterin in den Bergen, die eine neue Stelle anfängt und dabei auch privat gefordert wird. Mit Die Maiwald startet die zweite Reihe. Erneut geht es um eine Medizinerin in einer Bergregion. Nur dass es in Verstärkung eben um eine Tierärztin geht.

Das ist ein Beruf, der im Fernsehen immer mal wieder behandelt wird. Die ARD etwa zeigte kürzlich zwei neue Filme der Reihe Zwei Frauen für alle Felle Man sollte sich also etwas einfallen lassen, um in diesem Segment hervorzustechen. Hier scheint eines der Themen zu sein, dass niemand aufs Land will und das dörfliche Leben ausstirbt. Das ist prinzipiell ein wichtiges Thema, das unter anderem in der französischen Komödie Es sind die kleinen Dinge aufgegriffen wurde. Eine wirkliche Auseinandersetzung damit findet aber nicht statt. Die Figuren begnügen sich in Die Maiwald: Verstärkung damit, sich ständig zu beschweren oder eben wie die Protagonistin dreist zu lügen. Das Motto: Wenn der Bewerber erst einmal da ist, wird er schon bleiben. Dass das eine richtig miese Nummer ist, zumal der gestrandete junge Mann nicht einmal nach Hause gefahren wird, scheint niemanden zu stören.

Unsympathisch und langweilig

Aber auch sonst finden sich hier erstaunlich viele unsympathische Figuren. Ob es der Bruder der Protagonistin ist oder Bauer Reindl, die sind schon alle ziemlich unangenehm. Das ist zwar nicht grundsätzlich verkehrt, man muss ja nicht immer irgendwelche einseitig guten Leute präsentieren. Es braucht dann aber schon einen guten Grund, warum man sich das anschauen sollte. Wenn man jemanden nicht mag, sollte derjenige wenigstens interessant sein. Bei Die Maiwald: Verstärkung ist beides nicht der Fall. Die Geschichten, die mit diesen Figuren verbunden sind, sind nicht besser. Mal wieder ist da jemand sauer, weil das Kind nicht den Familienbetrieb weiterführen, sondern ein eigenes Leben führen möchte. Das Standardprogramm in solchen Provinzfilmen.

Nun muss nicht jeder Film das Rad neu erfinden. Manchmal darf es auch einfach ein wenig Bestätigung sein. Wenn aber langweilige Geschichten auf unangenehme Figuren treffen, darf man sich schon fragen: Warum genau sollte ich mir das anschauen wollen? Eine überzeugende Antwort liefert Die Maiwald: Verstärkung nicht. Sicher, manche werden sich an den idyllischen Aufnahmen erfreuen. Die gibt es aber fast immer, wenn Filme in solchen Settings spielen, das reicht so dann nicht aus. Da muss in Zukunft deutlich mehr kommen. Nächstes Mal muss die Tierärztin in Beziehungsweise um das Leben einer vergifteten Katze kämpfen.

Credits

OT: „Die Maiwald: Verstärkung“
Land: Deutschland, Österreich
Jahr: 2026
Regie: Tina Kriwitz
Drehbuch: Claudia Matschulla, Arnd Mayer
Musik: Anna Luca Mohrhenn, Philip Stegers
Kamera: Florian Licht
Besetzung: Doris Schretzmayer, Michael A. Grimm, Sonsee Neu, Atrin Haghdoust, Klara Eham, Bernhard Piesk, August Schmölzer, Ferdinand Dörfler, Christian Schneeweiß

Bilder

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Die Maiwald: Verstärkung
fazit
In „Die Maiwald: Verstärkung“ muss sich eine Tierärztin in einem Bergdorf um kranke Kühe kümmern, während sie dringend Unterstützung sucht. Inhaltlich ist das wenig interessant. In Erinnerung bleiben dafür die bemerkenswert unsympathischen Figuren, die nicht gerade Lust darauf machen, weitere Folgen zu sehen.
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