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Das Caravaggio-Komplott

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„Das Caravaggio-Komplott“ // Deutschland-Start: 5. März 2026 (arte)

Inhalt / Kritik

Wenn sich die Journalistin Anna Romano (Gaia Messerklinger) in eine Geschichte verbeißt, lässt sie sobald nicht wieder locker. Karriere und Klickzahlen sind ihr dabei weniger wichtig. Für sie geht es um die Wahrheit. Und das gilt auch, als im Luganersee die Leiche ihres Vaters gefunden wird. 30 Jahre lang war die Familie der festen Überzeugung gewesen, dass er einfach abgehauen ist und die Familie im Stich gelassen hat. Aber was ist stattdessen damals geschehen? Während ihr Bruder Francesco (Luca Filippi) nicht daran glaubt, dass der Fall so lange später noch zu lösen ist, setzt Anna alles daran, der Geschichte auf den Grund zu gehen und findet dabei in dem Kommissar Andrea Cavadini (Alberto Malanchino) einen Verbündeten. Und tatsächlich entdeckt sie eine Spur, die mit einem 1969 gestohlenen Caravaggio-Gemälde zusammenhängt …

Krimi mit realer Inspiration

Der späte Donnerstagabend ist auf arte Serienfans vorbehalten. Woche für Woche zeigt der Sender dann Produktionen aus aller Welt. Zuletzt war auf diese Weise der finnische Krimi All the Sins zu sehen, wo ein kriselnder Kommissar in seiner alten Heimat rätselhafte Morde aufklären muss. Davor gab es die schwarze Komödie The Danish Woman um eine ehemalige Geheimagentin Dänemarks und ihren turbulenten Alltag in Island. Der kanadische Beitrag Ein mächtiger Gegner wiederum folgte einer Anwältin, die herausfindet, dass ein Bergbauunternehmen schmutzige Geheimnisse hat. Letztere gibt es auch in Das Caravaggio-Komplott nicht zu knapp, wenn der Fund einer Leiche dazu führt, noch einmal weit in die Vergangenheit reisen zu müssen.

Die Geschichte hat dabei eine reale Inspiration. So wurde 1969 tatsächlich ein Bild von Caravaggio gestohlen, genauer das Gemälde „Christi Geburt mit den Heiligen Laurentius und Franziskus“. Seither ist es verschwunden, niemand weiß, was damals wirklich geschehen ist. Das Caravaggio-Komplott ist jedoch keine True-Crime-Serie. Die italienisch-schweizerische Coproduktion kümmert sich auch nicht um die zahlreichen Verschwörungstheorien, mit denen das Verschwinden erklärt werden soll. Stattdessen wird eine rein fiktionale Geschichte erzählt, bei der die Mafia mit in der Geschichte drinsteckt. Und nicht nur die: Im Laufe der sechs Folgen verhalten sich immer mehr Figuren verdächtig, bis man irgendwann den Eindruck hat, dass wirklich alle mit dieser Sache zu tun haben, von der Unterwelt über die Polizei bis zu Geschäftsmännern. Selbst bei der eigenen Familie kommen der Protagonistin Zweifel.

Zwischen Whodunit und Paranoia

Das Ergebnis ist eine Mischung aus Whodunit-Krimi und Paranoia-Thriller, bei der das Publikum nach Belieben rätseln darf. Verbunden ist das mit einigen Wendungen, wenn die Protagonistin trotz der allgegenwärtigen Hindernisse ständig neue Entdeckungen macht. Aber so viele Haken die Serie auch schlägt, insgesamt fehlen dann doch die Überraschungen. Das Caravaggio-Komplott hangelt sich entlang der bewährten Elemente entlang, ohne wirklich viel zu investieren oder auch etwas Eigenwillen zu demonstrieren. Gerade die Hauptfigur ist schon sehr langweilig geworden: eine unbeirrbare Journalistin, die demonstrativ auf Klickzahlen pfeift und sich nur der Wahrheit verpflichtet fühlt.

Das heißt aber nicht, dass man hiervon nicht unterhalten werden kann. Auch wenn die einzelnen Bestandteile nicht sehr originell sind – beispielsweise taucht in Boglands – Die Tote im Moor ebenfalls zu Beginn die Leiche eines Menschen auf, von dem alle dachten, dass er abgehauen ist, und die Hauptfigur als Kind des Opfers sucht die Wahrheit –, funktionieren sie durchaus. Zu grübeln ist es dabei einiges. Wer hat den Mann getötet? Was hat das mit dem Bild auf sich? Weshalb wollen so viele nichts mit der Ermittlung zu tun haben? Insofern erfüllt Das Caravaggio-Komplott schon seinen Zweck. Nur ist es nicht viel mehr als das. Da hatten andere Serien, die arte für den Donnerstagabend importiert hat, doch interessantere Geschichten zu erzählen.

Credits

OT: „La Linea della Palma“
Land: Schweiz, Italien
Jahr: 2025
Regie: Fulvio Bernasconi
Drehbuch: Maria Roselli, Mattia Lento, Thomas Ritter
Musik: Adrian Frutiger
Kamera: Pascal Walder
Besetzung: Gaia Messerklinger, Alberto Malanchino, Luca Filippi, Sandra Ceccarelli, Fabrizio Ferracane, Bebo Storti, Ivano Chinali

Bilder

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Das Caravaggio-Komplott
fazit
In „Das Caravaggio-Komplott“ versucht eine Journalistin herauszufinden, weshalb ihr vor 30 Jahren verschwunden geglaubter Vater in Wahrheit sterben musste. Die Serie setzt dabei auf eine Mischung aus Whodunit-Krimi und Verschwörungsthriller. Das funktioniert und bietet genügend Wendungen. So richtig interessant ist die Geschichte aber nicht.
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