
Deutschland, 1944. Katherine LaRue (Suzy Alden) ist auf jeder Party zu Hause und ein gern gesehener Gast. Dabei ahnt niemand, dass sie in Wahrheit eine Spionin ist, die eng mit Henry Tasquer Finn (Costas Mandylor) zusammenarbeitet. Die neuesten Informationen, an die sie gekommen ist, haben es in sich und könnten den weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs verändern. Doch bei dem Versuch, diese Informationen außer Landes zu schmuggeln, fällt sie in die Hände der Deutschen. Sie muss um jeden Preis gerettet werden, so viel ist klar. Also stellt Major Murphy (Eric Supensky) in seiner Not ein Team zusammen, welches LaRue befreien soll. Aber das ist einfacher gesagt als getan, der Einsatz ist mit großen Gefahren verbunden …
Exzentrik im Kriegsalltag
Zwar ist der Zweite Weltkrieg inzwischen seit über 80 Jahren vorbei. Doch filmisch ist das Ereignis nach wie vor nicht abgeschlossen, jedes Jahr kommen zahlreiche weitere Titel heraus, die sich mit der Zeit beschäftigen. Dann und wann nehmen sich tatsächlich noch die großen Studios dieses Themas an. Vor allem aber im preisgünstigen Direct-to-Video-Bereich zeigt man sich in der Hinsicht sehr produktiv. So erzählte Prisoner of War kürzlich von einem britischen Soldaten, der in einem japanischen Gefangenenlager um sein Überleben kämpft. Arctic Convoy: Todesfalle Eismeer wiederum handelte von einem norwegischen Handelsschiff, das sich auf eine gefährliche Mission begibt. Eine solche erwartet das Publikum auch bei WWII: Operation Phoenix, einem weiteren Beitrag zu dem Thema.
Dass bei diesem das Geld eher knapp war, ist kaum zu übersehen. Ob es im Hinblick auf die Handlung oder die Besetzung ist, wirklich viel konnte da nicht investiert werden. Wenn Costas Mandylor das große Aushängeschild ist, obwohl seine Rolle nicht so groß ist, wie suggeriert wird, dann ahnt man schon, was einen erwartet. Den Rest des Ensembles muss man sowieso nicht kennen. WWII: Operation Phoenix kann da nicht mit großen Namen protzen. Das heißt aber nicht, dass die Schauspieler und Schauspielerinnen deswegen schlecht sind. Zumindest manche haben bei dem Film offensichtlich Spaß gehabt, wenn die Figuren teils unerwartet eigenwillig bis exzentrisch auftreten. Das sorgt für kleine humoristische Tupfer, die dem Film nicht schlecht stehen.
Low Budget Business as usual
Ansonsten ist dieser eher wenig bemerkenswert. Himmelfahrtkommandos gibt es in Kriegsfilmen natürlich immer wieder mal, siehe etwa das kultig-kuriose Der Adler ist gelandet über deutsche Fallschirmjäger, die Churchill entführen sollten. Wenn hier wertvolle Informationen und die dazugehörige Spionin gerettet werden müssen, bewegt man sich auf gewohntem und bewährten Terrain. Natürlich geht alles schief, müssen unerwartete Gefahren und Hürden gemeistert werden, damit am Ende doch noch alles gut ausgeht. WWII: Operation Phoenix ist da schon eine typische Heldengeschichte aus Zeiten, als das mit der Einteilung in gut und böse auch noch etwas einfacher war. Man weiß hier sehr genau, wem man die Daumen drücken muss.
Dabei wird schon auch einiges an Action geboten. Die sieht zwar aus den besagten finanziellen Gründen nicht wirklich toll aus, man darf hier keine epischen Spektakel erwarten, wie sie bei den größeren Produktionen geboten wird. Aber man machte eben das Beste aus den wenigen Möglichkeiten dieser Low-Budget-Produktion. Wen das alles nicht stört und wieder einen klassischen Kriegsfilm sehen möchte, macht hiermit nicht viel verkehrt. Sieht man von dem Hang zur Exzentrik ab ist WWII: Operation Phoenix aber nichts, das irgendwie auffallen oder in Erinnerung bleiben würde. Der US-Film hat diese Ambition aber auch gar nicht, sondern begnügt sich damit, Massenware zu sein, die man zwischendurch einschiebt und die anschließend bald wieder vergessen ist.
OT: „WWII: Operation Phoenix“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Wesley Mellott
Drehbuch: Darrin Archer
Musik: Cory Rosen
Kamera: Adam Hribar, Wesley Mellott
Besetzung: Costas Mandylor, Suzy Alden, Darryl Goldberg, Richard Lyntton, Eric Supensky
Amazon (DVD „WWII: Operation Phoenix“)
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