Night of the Reaper
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Night of the Reaper

Night of the Reaper
„Night of the Reaper“ // Deutschland-Start: 27. Februar 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Es hätte ein Babysitter-Job wie jeder andere werden sollen, als sich Emily (Summer H. Howell) um zwei kleine Kinder kümmert. Dabei ahnt sie nicht, dass dies ihr letzter Job sein wird – und auch ihr letzter Tag auf Erden, als sie von einer maskierten Person getötet wird. Einige Zeit später hat auch Deena (Jessica Clement) einen Babysitter-Job, weil sie kurzfristig für eine erkrankte Freundin einspringen muss. Bei ihr ist es Max (Max Christensen), Sohn von Sheriff Rodney (Ryan Robbins), auf den sie aufpassen soll. Rodney hat dabei privat wie beruflich zu kämpfen. Nicht nur, dass er nicht über den Tod seiner Frau hinwegkommt. Da sind auch noch die verstörenden Videos rund um Morde, die jemand auf seiner Veranda hinterlassen hat …

Zurück in die Vergangenheit

Sie sind ein fester Bestandteil des Horrorgenres: Slasher, bei denen ein Killer, manchmal auch mehrere, eine Gegend terrorisiert und dabei nach und nach mehrere Menschen tötet. Aktuell versucht Scream 7 im Kino, das Publikum mit der üblichen Mischung aus Meta-Kommentar und schamloser Nostalgiehappen zu erfreuen. Ansonsten haben diese Filme aber vor allem im Direct-to-Video-Segment eine Heimat gefunden, wo in regelmäßigen Abständen brutal gemordet wird. Neuestes Beispiel hierfür ist Night of the Reaper, eine US-Produktion, die hierzulande direkt fürs Heimkino erscheint und dabei gemischte Reaktionen bei den Zuschauern und Zuschauerinnen provozieren dürfte.

So ist der Auftakt noch sehr klassisch. Wenn eine Babysitterin von einem Mörder gejagt wird, ist der Verweis auf Halloween, quasi der Urvater des Genres, mehr als offensichtlich. Und auch an anderen Stellen versucht der Film, das Publikum auf eine Zeitreise mitzunehmen. Wenn in Night of the Reaper die Hinweise auf den Killer und vergangene Verbrechen mittels VHS-Kassetten verbreitet werden, wäre das inhaltlich nicht notwendig gewesen. Reguläre Videos der Neuzeit wären genauso gegangen. Aber man versuchte eben, durch den Rückgriff auf die damalige Technik eine entsprechende Atmosphäre zu erzeugen. Es handelt sich hierbei um einen Film, der sich eindeutig an Fans des Genres richtet und dabei auf wohlige Déjà-vus setzt.

Überraschende Wendung

Und doch würde man dem Horrorbeitrag nicht gerecht, wenn man ihn darauf reduziert, einfach nur bewährte Elemente aufzuwärmen. Regisseur und Co-Autor Brandon Christensen (The Puppetman, Superhost – Kein Gastgeber ist wie der andere) hat durchaus seine eigene Idee, wie er sich einerseits an die üblichen Mechanismen hält, diese gleichzeitig aber auch auf unerwartete Weise variiert. So bleibt Night of the Reaper vor allem durch eine späte Wendung in Erinnerung, wenn sich herausstellt, dass einiges nicht so ist wie gedacht. Zu viel sollte man darüber nicht im Vorfeld verraten, da der Film doch sehr von seinem Überraschungsfaktor lebt. Es wird auch nur wenige vor den Bildschirmen geben, die vorhersagen werden, was da genau geschieht und wer hinter all dem steckt.

Dafür heißt es aber auch, Abstriche bei der Glaubwürdigkeit machen zu müssen. Tatsächlich funktioniert vieles bei der Geschichte nicht, wenn man genauer darüber nachdenkt. Da braucht es schon ziemliche Zufälle, um wirklich ans Ziel zu kommen. Night of the Reaper ist daher nicht so clever, wie es Christensen vermutlich meinte. Sofern man in der Hinsicht aber etwas gnädiger ist und auch damit leben kann, dass der Film nicht so viele Kills hat, wie es ein Slasher üblicherweise verspricht, kann das hier durchaus unterhaltsam sein. Die zweiteilige Erzählweise, bei der parallel die Protagonistin einer großen Gefahr ausgesetzt ist und der Sheriff seiner blutigen Schnitzeljagd nachgeht, funktioniert gut. Zum Ende hin kommt auch noch einmal etwas mehr Spannung auf, wenn der Showdown ansteht und das anfänglich gegebene Versprechen zumindest teilweise eingelöst wird.

Credits

OT: „Night of the Reaper“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: Brandon Christensen
Drehbuch: Brandon Christensen, Ryan Christensen
Musik: David Arcus, Terry Benn, Michelle Osis
Kamera: Clayton Moore
Besetzung: Jessica Clement, Ryan Robbins, Summer H. Howell, Keegan Connor Tracy, Matty Finochi, Max Christensen, Bryn Samuel, Ben Cockell

Bilder

Trailer

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Night of the Reaper
fazit
In „Night of the Reaper“ wird eine Babysitterin von einem maskierten Killer bedroht, während der Sheriff einer Mordserie nachgeht. Der Film beginnt als klassischer Slasher, geht anschließend etwas andere Wege. In Erinnerung bleibt eine überraschende Wendung, für die man aber Abstriche bei der Glaubwürdigkeit machen muss.
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