Die Muppet Show 2026
© Disney/Mitch Haaseth

Die Muppet Show (2026)

Die Muppet Show 2026
„Die Muppet Show“ // Deutschland-Start: 4. Februar 2026 (Disney+)

Inhalt / Kritik

Viele Jahre sind vergangen, seitdem die Muppets zusammen auf der Bühne gestanden haben. Doch nun sind die zurück, wollen singen, Sketche aufführen, sich verkleiden. Und wenn es nach ihnen geht, ist dies nur der Anfang eines Revivals ihrer Show. Dafür müssen sie jedoch ihr Publikum begeistern und richtig auftrumpfen. Sie haben sich sogar prominente Hilfe gesucht, die Sängerin Sabrina Carpenter wird mit ihnen noch einmal um die Gunst der Menschen werben. An Material mangelt es nicht. Tatsächlich haben sie viel zu viele Acts, für die am Ende aber gar nicht die Zeit reicht. Also muss Kermit wohl oder übel kurzfristig einige Nummern streichen – und dieser Weg führt ausgerechnet über Miss Piggy …

Reise in die Vergangenheit

Natürlich waren die Muppets nie wirklich weg. Immer wieder wurden Versuche gestartet, die kultigen Puppen für ein heutiges Publikum zurückzuholen. So sind im Laufe der Zeit zahlreiche Filme erschienen, zuletzt 2014 Muppets Most Wanted, das leider nicht den erwünschten Erfolg hatte. Und auch die Serien Muppets Now (2020) und The Muppets Mayham (2023), welche jeweils für Disney+ produziert wurden, waren nicht das erhoffte Comeback. Insofern riecht das schon ein bisschen nach Verzweiflung, wenn der Streamingdienst es jetzt mit Die Muppet Show versucht, einem Special, welches an die 1976 gestartete gleichnamige Fernsehshow anzuknüpfen versucht. Schließlich war es diese, die den Ruhm der kuriosen Figuren einst startete und noch immer am besten ausdrückt, was an diesem Franchise so besonders war und ist.

Die große Frage war: Wie würde die Neuauflage aussuchen? Auf welche Weise sollte der Klassiker modernisiert werden? Inzwischen ist klar: gar nicht. Die Figuren sind die alten, das Konzept ist es auch. In dem Special gibt es einen Mix aus Behind-the-Scenes-Momenten und solchen auf der Bühne. Bei Letzteren gibt es bewährte Sketche. Und natürlich wird wie im Original gern gesungen. Und zumindest hier versucht man den Spagat aus gestern und heute, wenn Carpenters Manchild und Blinding Lights von the Weeknd auf die Klassiker Islands in the Stream (Kenny Rogers und Dolly Parton) sowie Don’t Stop Me Now von Queen treffen. Der Mix funktioniert, auch weil die Lieder immer in typische Muppets-Situationen eingebaut werden. Das Setting war bei den Nummern oft genauso wichtig wie die Songs selbst.

Zeitlose Mischung aus Herz und Humor

Nun kann man sich natürlich fragen: Braucht es unbedingt eine Neuauflage, die einfach nur das wiederholt, was man 50 Jahre früher bereits getan hat? Eigentlich nicht. Und irgendwie doch. Denn die Muppets standen in den 1970ern zwar in der Tradition anderer Fernsehshows, in denen Stars andere Stars zu sich einluden, man zusammen spielte, sang und scherzte. Shows, wie man sie heute nicht mehr findet. Gleichzeitig ist Die Muppet Show aber auch sehr zeitlos. Ein heutiges Publikum mag die Gäste von damals vielleicht nicht mehr kennen. Kermit, Miss Piggy, Fozzy und all die anderen sind aber geblieben. Und sie haben sich das bewahrt, was sie schon damals ausgezeichnet hat, eine Mischung aus Herz und Humor. Figuren, die oft nichts auf die Reihe bekommen und bei denen alles im Chaos endet, die aber, wenn es darauf ankommt, doch zusammenhalten.

Das wird ein Publikum, das mit den Puppen aufgewachsen ist, automatisch bewegen. Wenn die Original-Eröffnungssequenz auch dieses Mal zum Einsatz kommt oder kurz Rainbow Connection zu hören ist, der Überraschungshit aus dem 1979 veröffentlichten ersten Kinofilm Muppet Movie, dann geht einem das Herz ebenso auf wie bei den zwischen Anarchie und Selbstironie schwankenden Witzen. Aber selbst wer das alles nicht wiedererkennt, die Serie nie gesehen hat und keine Verbindung zu den Muppets hat, sollte sich einmal das neue Die Muppet Show anschauen. Wie sie hier zusammenkommen, der Zeit trotzen, einem Zeitgeist trotzen, der zu Ausgrenzung und Herabwürdigung anstachelt, dann kann man sich für eine halbe Stunde sicher und gut aufgehoben fühlen. Denn hier sind sie alle willkommen, die Egomanen und die Nobodys, die Grantler und die Frohnaturen, the lovers, the dreamers and me.

Credits

OT: „The Muppet Show“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Alex Timbers
Drehbuch: Albertina Rizzo, Gabe Liedman, Nedaa Sweiss, Kelly Younger, Andrew Williams
Musik: Jim Henson, Sam Pottle, Bill Sherman, Zach Marsh, Derek Scott
Kamera: Rhet Bear
Besetzung: Sabrina Carpenter, Maya Rudolph, Seth Rogen

Trailer

Special

„Jetzt tanzen alle Puppen, macht auf der Bühne Licht!“ Wir blicken in unserem Special anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Muppet Show auf die Karriere der Muppets zurück, inklusive zahlreicher Kritiken.

Muppets [Special]

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Die Muppet Show (2026)
fazit
Basierend auf der gleichnamigen Kultshow bringt „Die Muppet Show“ noch einmal die alten Figuren zusammen, lässt sie scherzen, singen und spielen. Das ist aus der Zeit gefallen und doch mit der positiven Grundstimmung eine Wohltat für die Gegenwart. Denn auch wenn hier ständig etwas schiefgeht, am Ende kommen sie alle zusammen, mit einer Mischung aus Humor und ganz viel Herz.
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