Coyotes
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Coyotes

Coyotes
„Coyotes“ // Deutschland-Start: 13. Februar 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Seit einiger Zeit schon lebt Scott (Justin Long) eigentlich nur für seine Arbeit – sehr zum Leidwesen von seiner Frau Liv (Kate Bosworth) und Tochter Chloe (Mila Harris), die kaum noch etwas von ihm haben. Und dafür braucht er Ruhe. Als es so aussieht, als habe ihr Haus ein Rattenproblem, zögert er daher auch nicht lange und ruft den Kammerjäger Devon (Kier O’Donnell). Den sich ankündigenden Sturm ignoriert er hingegen, so gut es geht. Wird schon alles nicht so schlimm werden. Tatsächlich ist das aufziehende Unwetter bald seine geringste Sorge, selbst wenn dieses einigen Schaden anrichtet. Viel gravierender sind die blutrünstigen Kojoten, die aus den naheliegenden Wäldern kommen und die Familie sowie die anderen Menschen aus der Gegend angreifen …

Mal ein anderes Horrortier

Sie bilden einen festen Bestandteil des Horrorgenres: Filme, in denen Tiere die Antagonisten sind. Derzeit sorgt in Primate ein tollwütiger Schimpanse für Angst und Schrecken. Ansonsten wird dieses Segment von Haien dominiert, dann und wann kommen auch Krokodile oder Bären zum Einsatz. Tiere also, die uns körperlich weit überlegen sind, vor allem wir während dieses Kampfes nicht in unserem Element sind. Im Vergleich dazu sind die Gegner in Coyotes noch recht harmlos. Kojoten sind deutlich kleiner, haben keine übermenschlichen Kräfte. Gefährlich sind sie dennoch, vor allem, wenn sie zu mehreren auftreten und auf diese Weise ihrer Beute nachstellen. Außerdem folgen sie den Menschen, zumindest in den USA, wo sie weit verbreitet sind. Man muss also nicht einmal viel dafür tun, dass sie da sind.

Wobei sich der Film schon recht viel Zeit lässt, bis diese Tiere dann auch mal zu sehen sind. Das muss nicht unbedingt verkehrt sein. Viele Genrebeiträge erzielen ihre Spannung gerade, indem die Bedrohung nicht direkt gezeigt, siehe etwa Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, quasi die Blaupause für einen Horrorfilm um ein kamerascheues Monster. Bei Coyotes ist diese Zurückhaltung aber wohl eher nicht auf einen cineastischen Plan zurückzuführen als auf begrenzte filmische Mittel. Es handelt sich hier dann doch um eine eher kleine Produktion, bei der nicht so wahnsinnig viel Geld zur Verfügung stand. Das zeigt sich dann auch gerade in den späteren Szenen, wenn die Kojoten doch noch zu sehen sind. Die dem Computer entsprungenen CGI-Kreaturen sind auf eine weniger produktive Weise furchterregend geworden.

Zwischen schräg und langweilig

Gut möglich, dass auch deshalb die US-Produktion kein reiner Horrorfilm sein will. Stattdessen gibt es hier eine Menge Humor. Dieser bezieht sich beispielsweise auf die Figuren, zumindest in der Nebenreihe finden sich einige schräge Gestalten. Regisseur Colin Minihan (What Keeps You Alive, It Stains the Sands Red) reichert das noch zusätzlich an, indem er sich bei der Einführung eben dieser Figuren an inszenatorischen Spielereien versucht. Das ist dann alles nicht die hohe Filmkunst. Unterhaltsam ist es aber schon, wie sich in Coyotes eine Reihe von nicht immer kompetenten Leuten in einer Ausnahmesituation begegnen und versuchen, heil aus der Sache herauszukommen.

Der Film profitiert dabei von dem spielfreudigen Ensemble. Dass Justin Long und Kate Bosworth gut zusammenspielen, ist klar. Die beiden sind seit einiger Zeit verheiratet und haben zusammen auch schon den Horrorfilm House of Darkness gedreht. Leider haben sie aber kein übermäßig dankbares Material bekommen. So komisch die besagten Nebenfiguren sind, so austauschbar ist das Ehepaar. Der Versuch, aus der Arbeitswut des Mannes eine Familienkrise zu basteln, ist auch nicht sonderlich interessant geworden. In der Summe reicht es daher nur für Durchschnitt. Anschauen kann man sich Coyotes durchaus, sieht man von den visuellen Schwächen ab. Aber es wäre dann doch noch mehr drin gewesen, der erhoffte Geheimtipp ist nicht daraus geworden.

Credits

OT: „Coyotes“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: Colin Minihan
Drehbuch: Tad Daggerhart, Nick Simon
Musik: Brittany Allen
Kamera: Bradley Stuckel
Besetzung: Justin Long, Kate Bosworth, Mila Harris, Katherine McNamara, Brittany Allen, Keir O’Donnell, Norbert Leo Butz

Bilder

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Coyotes
fazit
In „Coyotes“ wird eine kriselnde Familie von wilden Kojoten heimgesucht. Das ist mal etwas Neues. Auch die schrägen Figuren und die Besetzung tragen zum Vergnügen bei. Die billige Optik und das wenig interessante Ehepaar ziehen den Film aber wieder runter, der erhoffte Geheimtipp ist das hier nicht.
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