Trap House
© Amazon Prime Video

Trap House

Trap House
„Trap House“ // Deutschland-Start: 31. Dezember 2025 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Ray (Dave Bautista) und Andre (Bobby Cannavalle) haben eine Mission: Die beiden Agenten von der Drogenbekämpfungsbehörde haben den großen Kartellen den Kampf angesagt. Doch dieser ist gefährlich, kostet eines Tages einen Kollegen das Leben. Um dessen Sohn Jesse (Blu del Barrio) zu unterstützen, beschließen Deni (Sophie Lillis), Kyle (Zaire Adams), Yvonne (Whitney Peak) und Rays Sohn Cody (Jack Champion), ihm zu helfen. Sie alle sind Kinder von DEA-Agenten und haben über diese Gemeinsamkeit zusammengefunden. Sie haben auch schon eine Idee, wie das gehen soll: Sie planen ausgerechnet, selbst ein Kartell auszurauben und damit ihren Freund finanzieren zu können …

Prominent besetzter Actionthriller

Irgendwie scheint es Amazon Prime Video für eine gute Idee zu halten, immer wieder Titel ohne jede Vorankündigung ins Programm aufzunehmen. Zugegeben, das geschieht bei anderen Streamingdiensten ebenfalls. Auffällig ist hier aber nicht nur die Frequenz, sondern auch, dass davon Filme betroffen sind, die eigentlich viel prominent besetzt sind, um sie so stiefmütterlich zu behandeln. Da war beispielsweise Die Rache der Polly McClusky mit Taron Egerton als Krimineller, der seine Tochter zu beschützen versucht. Auch Tin Soldier war urplötzlich da: Der Thriller um den Kampf gegen einen Sektenführer konnte unter anderem mit Jamie Foxx und Robert De Niro locken. Mit Trap House kommt nun die nächste Spontanveröffentlichung mit bekannten Gesichtern. Dieses Mal ist Dave Bautista das Aushängeschild.

Ob Letzterer tatsächlich noch werbewirksam ist, darüber lässt sich natürlich streiten. Zwar hat der ehemalige Wrestler wiederholt bewiesen, dass er über schauspielerisches Talent verfügt. Ebenso deutlich ist aber sein zweifelhafter Riecher, wenn es um die Auswahl seiner Rollen geht. Da sind zwar immer mal wieder sehenswerte Titel dabei. Aber eben auch Rohrkrepierer wie zuletzt In the Lost Lands und Afterburn. Die gute Nachricht ist, dass Trap House tatsächlich besser ist als die genannten Filme, obwohl es diese sogar in die Kinos geschafft hatten. Wirklich gut ist der Actionthriller aber nicht. Ein Grund dafür ist, dass man sich hier nie ganz entscheiden konnte, was der Film überhaupt sein soll und welche Geschichte man erzählen möchte.

Unentschlossen

So meint man anfangs noch, dass das hier in eine humoristische Richtung gehen könnte, wenn eine Gruppe von DEA-Nachkommen Verbrecher ausrauben wollen. So wie an anderen Stellen Kinder und Jugendliche Detektiv spielen, werden sie hier zu einer Mischung aus Rächern und Dieben. Das hätte lustig werden können, ist in Trap House aber ernst gemeint. Das gilt auch für den Part um das schwierige Verhältnis von Ray und Cody. Denn der Papa ist aus beruflichen Gründen übervorsichtig und nimmt den Sohn nicht genügend ernst. Das ist zwar nachzuvollziehen, richtig spannend ist das jedoch nicht. Dafür fehlt es auch einfach an interessanten Charakteren. Auch wenn die beiden Figuren durchaus Identifikationsfläche mitbringen, wenn da universelle Themen angesprochen werden: Richtig nahe gehen sie einem nicht.

Der spannendere Aspekt ist, wie der Film parallel von den Erwachsenen und den Jugendlichen erzählt. Während Erstere die Leute des Kartells jagen, wollen Letztere diese ausrauben. Die Grenzen zwischen gut und böse verschwimmen dabei ein wenig, mehr noch, als es bei herkömmlichen Heist Movies der Fall ist. Aber auch aus diesen moralischen Gratwanderungen wird nicht so wahnsinnig viel herausgeholt. Obwohl es einige interessante Ansätze bei dem Film gibt, letzten Endes ist Trap House ein wenig bemerkenswerter Actionthriller. Dass Amazon diesen ins Programm aufgenommen hat, stört zwar nicht weiter. Das ist hier weit von Gurken wie Krieg der Welten entfernt, einer weiteren überraschenden Veröffentlichung. Es ist aber auch nicht so, als wäre die hiesige Streaminglandschaft entscheidend ärmer, wenn das hier nicht den Weg zu uns gefunden hätte.

Credits

OT: „Trap House“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: Michael Dowse
Drehbuch: Gary Scott Thompson, Tom O’Connor
Musik: Amanda Yamate, Jack Latham
Kamera: Matt Flannery
Besetzung: Dave Bautista, Jack Champion, Sophia Lillis, Tony Dalton, Whitney Peak, Inde Navarrette, Zaire Adams, Kate del Castillo, Bobby Cannavale

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Trap House
fazit
In „Trap House“ der Vater Drogenhändler, während der Sohn diese ausrauben will. Als Idee ist das ganz interessant. Der Film nutzt jedoch das Potenzial zu wenig, mehr als ein durchschnittlicher Actionthriller ist das nicht – auch weil die Figuren eher langweilig geworden sind.
Leserwertung0 Bewertungen
0
5
von 10