The Last Video Store
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The Last Video Store

The Last Video Store
„The Last Video Store“ // Deutschland-Start: 23. Januar 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Eigentlich wollte Nyla (Yaayaa Adams) nur eine Reihe von Videokassetten in die Videothek zurückbringen, die sich ihr kürzlich verstorbener Vater ausgeliehen hatte. Dabei ahnt sie nicht, dass der geplante Trip deutlich länger ausfallen wird als gedacht – und deutlich gefährlicher. Denn sie und der nerdige Kevin (Kevin Martin), der die Videothek führt, stolpern dabei über ein Video, das selbst dem wandelnden Filmlexikon nichts sagt. Dabei stellt sich heraus, dass es sich nicht einfach nur um einen Film handelt. Vielmehr halten sie das Videonomicon in ihren Händen, welches ein Portal zu all den schlechten Streifen öffnet und damit den darin auftretenden Figuren die Möglichkeit gibt, in die reale Welt überzuwechseln …

Liebeserklärung an Videothekenfilme

Ein älteres Publikum wird sich noch daran erinnern: Früher waren Videotheken oft die einzige Möglichkeit, privat an Filme zu kommen. Vor allem solche, die ein bisschen anders waren und nicht für den Massenmarkt gedacht waren. In Zeiten von Streams hat sich das Konzept mehr oder weniger überholt, weshalb man nur noch wenige solcher Läden im wahren Leben findet. Das wiederum weckt dann bei manchen Leuten nostalgische Gefühle für eine Zeit, in der das Filmschauen noch ein Abenteuer sein konnte. Kein Wunder also, dass in den letzten Jahren immer wieder Filme produziert wurden, die in eben einer solchen Videothek spielen. Wunderbar war etwa die Tragikomödie I Like Movies über einen Jugendlichen, der dort arbeitet und davon träumt, ein Regisseur zu werden. Mit The Last Video Store erscheint nun bei uns ein Film, der ebenfalls eine Liebeserklärung darstellt, dabei aber in eine andere Richtung geht.

Genauer ist die kanadische Produktion eine Hommage an all die schlechten Horrorfilme, von denen viele dann auch direkt für den Videomarkt gedreht wurden. Auch solche Hommagen haben zurzeit Hochkonjunktur, The Toxic Avenger und Deathstalker setzten etwa kultige Trashreihen fort und richten sich an ein Publikum, das mit den Originalen aufgewachsen ist. The Last Video Store selbst ist zwar keine Fortsetzung oder Reboot. Verweise auf die Filme von anno dazumal gibt es aber genügend. Ob nun alte Martial-Arts-Helden ihre Aufwartung machen oder Freitag der 13. ausgegraben wird, man merkt schon deutlich, für wen das hier gemacht wurde. Die Geschichte um zwei Leute und ein Video, das gleichzeitig ein Portal ist, wurde von Fans für Fans gemacht. Man ist hier mehr oder weniger unter sich.

Mehr über Filme als Film selbst

Tatsächlich ist die Horrorkomödie oft eher ein Film über Filme, als ein eigenständiges Werk zu sein. Da geht es dann eher darum, diverse Referenzen einzubauen und Figuren auftreten zu lassen, als wirklich etwas mit diesen anzufangen. Eine Geschichte gibt es in The Last Video Store nicht so richtig. Dann und wann wird zwar versucht, abseits dieser Rückschau auch noch ein bisschen mehr zu erzählen. Aber das Ergebnis ist schon ziemlich dünn. Der Inhalt reich nicht einmal, um die mit weniger als 80 Minuten umfassende sehr kurze Laufzeit ganz zu füllen. Langweilig wird es einem dabei dann zwar nicht. Ein bisschen mehr Gehalt wäre dennoch ganz schön gewesen.

Sympathisch ist der Film aber allemal. Wenn hier mit Liebe zum Detail der filmische Schrecken von früher rekonstruiert wird, ist das dann zwar nicht sonderlich furchteinflößend. Man schaut aber trotzdem gern zu. Und auch die musikalische Untermalung sorgt dafür, dass man bei The Last Video Store immer wieder ein Lächeln auf den Lippen hat. Passend zu der visuellen Zeitreise gibt es andauernd Synthieklänge zu hören. Das ist dann zwar auch nicht sonderlich originell, so wie das mit der Originalität hier allgemein nicht so weit her ist. Wer aber selbst früher Videotheken durchstöbert hat auf der Suche nach kuriosen Titeln oder Spaß hatte an schlechten Horrorfilmen, sollte hier auf jeden Fall mal vorbeischauen und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.

Credits

OT: „The Last Video Store “
Land: Kanada
Jahr: 2023
Regie: Cody Kennedy, Tim Rutherford
Drehbuch: Joshua Roach, Tim Rutherford
Musik: Brandon Boucher
Kamera: Benji Irwin
Besetzung: Kevin Martin, Yaayaa Adams, Matthew Kennedy, Josh Lenner, Leland Tilden

Bilder

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The Last Video Store
fazit
In „The Last Video Store“ stolpern zwei Leute über ein altes Videoband, welches Figuren aus anderen Filmen den Weg in die reale Welt ermöglicht. Die Horrorkomödie ist eine Hommage an Videotheken und alte, schlechte Filme. Wer selbst mit beiden aufgewachsen ist, hat Spaß. Als eigenständige Geschichte ist das hingegen etwas dünn.
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