The Copenhagen Test
© Peacock

The Copenhagen Test – Staffel 1

The Copenhagen Test
„The Copenhagen Test“ // Deutschland-Start: 1. Januar 2026 (Sky / Wow)

Inhalt / Kritik

Als Spion der Geheimorganisation Orphanage bekommt Alexander Hale (Simu Liu) natürlich schon eine ganze Menge zu sehen. Ein Wissen, an das andere gern herankommen würden. Zu seinem großen Entsetzen muss er feststellen, dass dies tatsächlich möglich ist, ohne dass er dieses Wissen teilen will: Jemand hat sein Gehirn gehackt, womit alles, was er sieht, an Unbekannte weitergeleitet wird. Doch wer genau könnte dahinterstecken? Eben das versuchen er und die anderen von der Organisation herauszufinden. Dabei müssen sie aber sehr vorsichtig vorgehen, da sie nicht wollen, dass die Gegenseite mitbekommt, dass sie aufgeflogen ist. Damit ist auch klar, es gibt für Hale keine Rückzugsmöglichkeit mehr. Denn der Feind steckt in seinem Kopf und ist überall, wo er auch selbst ist …

Der gläserne Mensch

Auf der großen Leinwand machen sich Geheimagenten etwas rar. Bei Streamingdiensten und im Fernsehen erfreuen sich Spionagegeschichten aber nach wie vor großer Beliebtheit. So erzählt beispielsweise Die Legende, wie eine Agentin ein Verbrecher Syndikat infiltriert. Auch in Black Doves lernen wir Menschen kennen, die ein Doppelleben führen und dabei riskieren, irgendwann einmal aufzufliegen. Wen es nach Nachschub dürstet, kann es einmal mit The Copenhagen Test versuchen., Dabei handelt es sich um eine Thrillerserie, die eigentlich für Peacock produziert wurde. Das es diesen Streaminganbieter aber hierzulande nicht gibt, ist der Titel in Deutschland bei Sky gelandet, wo er einen pünktlich zum Jahreswechsel das Grauen lehren darf, wenn der Held selbst zum Opfer von Spionage wird.

Dass die Hauptfigur eines Thrillers bespitzelt wird, ist natürlich keine Seltenheit. Ob nun früher Telefonate abgehört wurden, Zimmer verwanzt waren oder heutzutage E-Mails, Textnachrichten oder auch persönliche Beitrage auf den sozialen Medien durchleuchtet werden können: Wo ein Wille ist, da ist die Möglichkeit, uns zu gläsernen Menschen zu machen. Vor allem, wenn dann auch noch Kameras ins Spiel kommen, die prinzipiell überall sind. The Copenhagen Test treibt diese Idee aber noch weiter. Denn so umfassend Überwachungen bislang waren, gerade natürlich in Überwachungsstaaten, beschränkten sich diese doch auf die physische Welt. Was im Kopf der Menschen vor sich ging, das konnte niemand wissen. Das ist jetzt anders. Hier ist nicht einmal dieser Rückzugsort geblieben: Alles, was man sieht und tut, wird gleichzeitig aufgenommen, gleich, wo man sich gerade aufhält.

Solider Paranoiathriller

Das von Thomas Brandon erdachte Szenario ist natürlich furchtbar gemein und bietet sich an für einen Paranoiathriller. Wenn man nirgends mehr allein ist und zudem nicht einmal weiß, wer einen da eigentlich derart verfolgt, ist das ein ganz besonderer Alptraum, der aktuelle Tendenzen konsequent weiterdenkt und auf die Spitze treibt. Dass das Konzept völlig abgefahren ist, ist klar. The Copenhagen Testist keine Serie, die man sich anschaut, wenn man eine realistische Geschichte sehen mag. Das ist eher als eine Was-wäre-wenn-Überlegung sehenswert. Wobei man sich nicht allein auf diese Science-Fiction-Elemente stützt. Zwischendurch darf es schon auch menscheln, wenn es beispielsweise um die chinesisch-amerikanische Herkunft geht. Simu Liu (Last Breath) überzeugt in dieser Rolle, auch weil er mit seiner ruhigen Art einen reizvollen Kontrast zu den üblichen Superhelden darstellt.

Das heißt aber nicht, dass die Serie frei von Klischees ist. Tatsächlich darf einem in The Copenhagen Test vieles bekannt vorkommen. Je weiter die Geschichte voranschreitet, umso weniger interessant ist das Ergebnis. Dem Ensemble kann man dabei keinen Vorwurf machen, auch die diversen Kollegen und Kolleginnen von Liu liefern gute Arbeit ab. Aber auch sie können nicht verhindern, dass sich der Thriller mit der Zeit dann doch etwas zieht, weil die spannendsten Ideen am Anfang waren. Das Ergebnis ist immer noch solide: Wer Lust hat auf ein etwas anderes Agentenabenteuer kann hier auf jeden Fall mal reinschauen. Es ist nur nicht das große Highlight geworden, das man vorher erhoffen durfte.

Credits

OT: „The Copenhagen Test“
Land: USA
Jahr: 2025
Regie: Jet Wilkinson, Kevin Tancharoen, Vincenzo Natali, Nima Nourizadeh
Drehbuch: Thomas Brandon, Jamie Chan, Adam Benic, Marilyn Fu, Hannah Rosner, Jennifer Yale, Monica Buccini
Idee: Thomas Brandon
Musik: Nathan Micay
Kamera: Celiana Cárdenas, Luc Montpellier
Besetzung: Simu Liu, Melissa Barrera, Sinclair Daniel, Brian d’Arcy James, Mark O’Brien, Kathleen Chalfant

Bilder

Trailer

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The Copenhagen Test – Staffel 1
fazit
In „The Copenhagen Test“ wird das Gehirn eines Agenten gehackt, wodurch die Gegenseite alles mitbekommt, was er sieht. Das Szenario ist gemein, da es so keine Rückzugsmöglichkeit mehr gibt. Während der Anfang des Paranoiathrillers vielversprechend ist, gehen ihm mit der Zeit aber die Ideen aus, was auch das engagierte Ensemble nicht ganz ausgleichen kann.
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