Super Mario Galaxy
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Super Mario Galaxy

Super Mario Galaxy

Inhalt / Kritik

Als Mario 1985 in Super Mario Bros. sein erstes großes Solo-Abenteuer absolvierte, hüpfte er auf Anhieb in den Jump’n’run-Olymp und prägte maßgeblich ein ganzes Genre mit. Dieses Kunststück wiederholte Nintendo elf Jahre später, als der Klempner in Super Mario 64 das erste Mal in einer 3D-Version unterwegs war. Doch während die 2D-Variante diverse großartige Nachfolger nach sich zog, war die Ernüchterung 2002 groß, als Super Mario Sunshine auf dem GameCube veröffentlicht wurde. Zwar war das tropische Setting mal etwas Neues. Auch die Sache mit dem Wasser-Sprüher F.L.U.D.D. war eine interessante Neuerung. Doch im Vergleich zum Vorgänger war die Abwechslung zu gering, einige Missionen waren mehr Arbeit als Inspiration. Auch wenn die Kritiken schon gut waren und das Spiel ohne Zweifel spielenswert ist, das Ergebnis war schon etwas enttäuschend. Umso freudiger war die Überraschung, als Super Mario Galaxy 2007 auf der Wii wieder alles auf den Kopf stellte.

Klassische Abenteuer mal anders

Auch dieses Mal wählte das Entwicklerteam ein ungewohntes Setting, wenn es uns in den Weltraum verschlägt. Doch der galaktische Raum stellte keine Einschränkung dar, da man bei den Planeten letztendlich alles unterbringen konnte, was man wollte. Tatsächlich sind die meisten Welten sehr klassisch, wenn wir auf Wiesen unterwegs sind, in Wüsten und Eisgegenden, auch Vulkane und Unterwasserabschnitte stehen auf dem Programm. Das ist alles den früheren Spielen doch recht ähnlich. Auch beim Spielprinzip zeigt sich Super Mario Galaxy traditionell. So werden wieder einmal in den Missionen Sterne gesammelt. Diese braucht man, um neue Bereiche freizuschalten. Dabei hat man zumindest teilweise die freie Wahl, welche der Missionen man absolvieren möchte und in welcher Reihenfolge. Man braucht nur genügend davon, um das Spiel durchzuspielen.

Das klingt erst einmal nach einem bloßen Aufguss. Und doch ist Super Mario Galaxy ein Beispiel dafür, wie man innerhalb eines bewährten Konzepts experimentieren kann. Eine Besonderheit ist, dass diese Planeten teilweise auch eine Planetenform haben, sprich runde Kugeln sind, auf denen man sich dann oben wie unten fortbewegen kann. Das Spiel nutzt das manchmal, um den Entdeckergeist der Spieler und Spielerinnen zu wecken. Manchmal lohnt es sich etwa, auf der Unterseite einer Plattform weiterzulaufen, um dort versteckte Gegenstände oder auch neue Wege zu entdecken. Einige der besten Levels laden dazu ein, zu stöbern und nach alternativen Wegen zu suchen, vergleichbar zu Super Mario Bros. 2 seinerzeit.

Märchenhaftes Bilderbuch

Auch inhaltlich beschreitet man teilweise neue Wege. Im Grunde haben wir es zwar mal wieder mit der typischen Story zu tun, wenn Mario Prinzessin Peach retten muss und es dabei mit dem fiesen Bowser zu tun bekommt. Super Mario Galaxy führt aber auch Rosalina ein, die mit den Sternenwesen Luna durch das Weltall reist und in süßen Zwischensequenzen ihre eigene Geschichte erzählt. Mit dem eigentlichen Abenteuer hat das wenig zu tun. Tatsächlich hätte man diese Passagen auch komplett streichen können, da das sowieso alles nur optional ist. Sie fügen jedoch eine emotionale Dimension hinzu und sorgen für ein märchenhaftes Ambiente, welches dem Spiel guttut. Nicht ohne Grund wurde Rosalina anschließend zu einem Fanliebling.

Die Kombination aus einfallsreich gestalteten Levels mit dem cleveren Einsatz von Schwerkraft und dem frischen Ambiente macht das Spiel zu einem der besten in dieser legendären Reihe. Ein paar Punkte gibt es zwar, die das Vergnügen etwas trüben können. Dazu zählen die sich wiederholenden Bosskämpfe. Die Steuerung, die sowohl im Wii-Original wie auch beim optisch aufgemotzten Switch-Remaster auf Bewegungssensoren zurückgreift, ist hin und wieder etwas überladen. Da ist so mancher Level dabei, der unnötig schwierig wird. Insgesamt ist Super Mario Galaxy aber auch bald zwanzig Jahre später einer der besten Genrevertreter, der immer wieder Spaß macht.

Credits

OT: „Super Mario Galaxy“
Land: Japan
Jahr: 2007 / 2025
Director: Yoshiaki Koizumi
Producer: Shigeru Miyamoto, Takao Shimizu
Musik: Mahito Yokota, Koji Kondo
Publisher: Nintendo
Entwickler: Nintendo EAD Tokyo
Plattformen: Wii, Nintendo Switch

Bilder

Trailer

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Super Mario Galaxy
fazit
„Super Mario Galaxy“ nimmt das klassische 3D-Mario-Konzept, findet aber durch das neue Setting und das Spiel mit der Schwerkraft einen frischen Zugang. Auch die märchenhafte Nebengeschichte um Rosalina und die Sternenwesen sind eine tolle Zugabe. Da sieht man dann über die sich wiederholenden Bosskämpfe hinweg.
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