
Als ein Baustoffcenter überfallen wird und dabei auch die Filialleiterin erschossen wird, ist das Entsetzen groß. Doch es wird nicht der einzige Schock sein für Jan Maybach (Marco Girnth). Denn als dieser einen flüchtigen Täter verfolgt, trifft er auf Rico Schäfer (Felix Bold). 19 Jahre ist es her, dass dieser Jans Kollegen und Freund Miguel Alvarez erschossen hat. Zwar kam er dafür ins Gefängnis. Doch der Polizist kommt nicht damit klar, wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert zu werden, zumal er selbst ein schlechtes Gewissen hat. Während er noch darüber nachgrübelt, ob er sich anders hätte verhalten sollen, müssen Ina Zimmermann (Melanie Marschke) und das Team herausfinden, ob Schäfer etwas mit dem Überfall zu tun hat oder wirklich nur zufällig am Tatort war …
Zurück in die Vergangenheit
In der aktuellen Staffel von SOKO Leipzig scheint es das große Motto zu sein, dass die einzelnen Teammitglieder von ihrer Vergangenheit eingeholt werden. So tauchte in Kowalski der gleichnamige ehemalige Kollege wieder auf. Ina Zimmermann musste sich in Rechenschaft dem Vorwurf einer alten Freundin stellen, sie zum Ende der DDR verraten zu haben. Moritz Brenner (Johannes Hendrik Langer) wiederum durfte in Mein Vater, dein Vater endlich erfahren, wer vor vielen Jahren seinen Vater getötet hat. Nun ist mal wieder Jan Maybach an der Reihe. Nachdem er in den letzten Folgen seiner Ex-Frau begegnete, die aus dem Gefängnis kam, steht in Was bleibt – Folge 18 von Staffel 26 – mit Rico Schäfer ein weiteres Relikt der Vergangenheit auf der Matte.
Um mit dieser Referenz etwas anfangen zu können, muss man aber schon sehr lange ein Fan der ZDF-Krimiserie sein. So war Schäfer bereits in der Folge Mein Freund dabei, die 2006 ausgestrahlt wurde. Ob das Publikum bei dieser Rückkehr noch weiß, wer das sein soll, darf zwar bezweifelt werden. Es werden aber Szenen auf der besagten alten Episode eingebaut, welche Girnth fast 20 Jahre jünger zeigen, was schon irgendwie ganz nett ist. SOKO Leipzig: Was bleibt begnügt sich aber nicht damit, den damaligen Täter einfach nur als Gastauftritt einzubauen. Es geht in der Geschichte durchaus darum, wie einen die Vergangenheit auch Jahre später noch verfolgen kann. Das gilt nicht nur für den Polizisten, der von Gewissensbissen geplagt wird. Auch Schäfer kommt nicht von der Vergangenheit los, als er wegen seiner Vorstrafen vergeblich nach einem Job sucht.
Überraschender Cliffhanger
Diese eher dramatisch-nachdenkliche Seite wird mit einem regulären Kriminalfall verbunden. Der hat mehr zu bieten, als man vorher denken würde. Zwar scheint dieser nach den regulären 45 Minuten aufgeklärt zu sein. Aber eine überraschende Szene zum Ende hin macht deutlich, dass die Geschichte noch nicht auserzählt ist. Tatsächlich handelt es sich bei SOKO Leipzig: Was bleibt um einen Zweiteiler, dessen zweite Hälfte die kommende Woche folgt. Dabei darf man schon etwas gespannt sein. Denn da wird zwar angedeutet, wer hinter der Sache steckt. Aber das kann zum einen eine Täuschung sein und ist zum anderen erklärungsbedürftig.
OT: „SOKO Leipzig: Was bleibt“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Sven Fehrensen
Drehbuch: Jeanet Pfitzer, Frank Koopmann, Roland Heep
Musik: Andreas Hoge
Kamera: Henning Jessel
Besetzung: Melanie Marschke, Marco Girnth, Amy Mußul, Johannes Hendrik Langer, Daniel Steiner, Maximilian Klas, Felix Bold, Anna Herrmann
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