Sofia The Possession Tu Sangre
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Sofia – The Possession

Sofia The Possession Tu Sangre
„Sofia – The Possession“ // Deutschland-Start: 23. Januar 2026 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Einige Zeit ist vergangen, seitdem Sofia (Sara Jiménez) ihre Mutter verloren hat, die zu dem Zeitpunkt in einem Internat arbeitete. Doch noch immer kann sie nicht damit abschließen, auch weil die Leiche ihrer Mutter nie gefunden wurde. Sie greift sogar zu einem Ouija-Brett, um Kontakt zu der Verstorbenen aufzunehmen. Dabei stellt sich heraus, dass da wirklich etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Um endlich Antworten zu erhalten, was genau vorgefallen ist, beschließt die 14-Jährige daher, sich selbst in dem Internat anzumelden und auf eigene Frau nach Hinweisen zu suchen. Und tatsächlich wird sie fündig, denn in der Schule ist einiges nicht so, wie es zunächst erscheint …

Das Internat als Ort des Grauens

Eigentlich sind Internate ja Orte, an dem junge Menschen etwas fürs Leben lernen sollen, Halt und Schutz finden können. Sie sind aber auch beliebte Settings in Horrorfilmen, verbunden oft mit dunklen Geheimnissen. Ob The Woods (2006), The Awakening – Geister der Vergangenheit (2011), Boarding School (2018) oder Down a Dark Hall (2018), es finden sich zahlreiche Beispiele, die mit einem solchen Schauplatz eine schaurige Stimmung erzeugen wollen. Mit Sofia – The Possession kommt nun ein weiterer Genrevertreter zu uns, dessen Geschichte in einem Internat spielt. Dieses Mal reisen wir nach Spanien und begeben uns an der Seite einer Jugendlichen auf Spurensuche, während sie mehr über den Verbleib ihrer Mutter herausfinden will.

Der Film ist dabei nicht ganz anders, was man angesichts des Titels erwarten könnte. So klingt der nach einem typischen Exorzismus-Schocker, wie man sie in dem Segment immer mal wieder vorfindet. Tatsächlich soll der Film auch als solcher verkauft werden. Stattdessen findet man aber eher eine Mischung aus Krimi und Jugenddrama, wenn sich die Protagonistin in dem neuen Zuhause zurechtfinden muss und mit dem Internatsalltag hadert. Das muss erst einmal nicht verkehrt sein, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Es sollte dann aber stattdessen etwas geboten werden, das seinerseits sehenswert ist. Bei Sofia – The Possession fehlt das. Natürlich möchte man wissen, was da jetzt geschehen ist, ähnlich zur Protagonistin. Aber diese Neugierde sollte auch gefüttert werden.

Wann geht es mal los?

Stattdessen wartet man hier ewig darauf, dass mal überhaupt etwas geschieht. Sicher, dann und wann arbeitet Regisseur und Drehbuchautor Guillermo Barreira Pérez mit einer unheilvollen Stimmung, die einen spüren lässt, dass da etwas nicht stimmt. Und es ist auch nicht so, dass man von vornherein irgendwelche Spukszenen bräuchte. Es ein bisschen offen zu lassen, ob nun eine irdische oder eine übernatürliche Bedrohung vorliegt, kann ja auch Spaß machen. Das bedeutet aber nicht, dass man dann gar nichts machen muss. In Sofia – The Possession kommt es daher schnell zu Langeweile, die erste Stunde zieht sich schon gewaltig. Und das ist ein Problem bei einem Film, der gerade einmal 80 Minuten Laufzeit hat. Da hätte man sich doch mehr einfallen lassen müssen.

Das ist schade, weil das Setting durchaus funktioniert und selbst ohne direkten Horror recht unheimlich ausgefallen ist. Bei diesem düsteren Internat darf es einem auch ohne Dämonen an jeder Ecke den Rücken eiskalt runterlaufen. Nachwuchsschauspielerin Sara Jiménez macht ihre Sache zudem ordentlich, was bei einem Film, der derart stark auf eine Figur fokussiert ist, durchaus wichtig ist. Zwar wurde bei der Figurenzeichnung nur das Nötigste getan. Aber es gelingt doch der Darstellerin, das Drehbuch mit einigermaßen Leben auszufüllen. Und auch der späte Twist passt. Nur reicht das eben nicht aus. Sofia – The Possession ist keiner dieser Genrebeiträge, bei denen man sich ständig aufregen muss. Der größte Ärger ist noch, dass aus dem Ganzen so wenig gemacht wurde und man da schon seine Zeit verschwendet. Denn da wäre schon mehr drin gewesen.

Credits

OT: „Tu Sangre“
Land: Spanien
Jahr: 2024
Regie: Guillermo Barreira Pérez
Drehbuch: Guillermo Barreira Pérez
Musik: Joan Vilà
Kamera: Federico Taus
Besetzung: Sara Jiménez, Ángela Arellano, Lara Boedo, Oti Manzano, Magdalena Broto

Bilder

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Sofia – The Possession
fazit
In „Sofia – The Possession“ geht eine Jugendliche in ein Internat, um ihre dort verschwundene Mutter zu suchen. Das Szenario ist nicht schlecht, das Setting stimmungsvoll, auch die Hauptdarstellerin überzeugt. Dennoch reicht das nicht aus, da einfach zu wenig geschieht und nie wirklich Spannung aufkommt.
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