King Arthur 2004
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King Arthur

King Arthur 2004
„King Arthur“ // Deutschland-Start: 19. August 2004 (Kino) // 13. Januar 2005 (DVD)

Inhalt / Kritik

Bald sind für Arthur (Clive Owen) und die anderen Ritter die 15 Jahre um, die sie im Dienst von Rom kämpfen müssen. Doch bevor die Männer in die Freiheit entlassen werden und sie ein eigenes Leben beginnen dürfen, müssen sie noch eine letzte Mission absolvieren. Sie sollen eine römische Familie sicher evakuieren, bevor die von Cerdic (Stellan Skarsgård) angeführte sächsische Armee da ist, welche gegen die Römer kämpft. Die Ritter hätten auf diese Mission gern verzichtet, da diese mit großen Gefahren verbunden ist. Letzten Endes lassen sie sich aber darauf ein und begeben sich auf ein Abenteuer, das für sie alle den Tod bedeuten könnte …

Die Legende mal irgendwie anders

Die Legende um König Arthur, der das magische Schwert aus dem Felsen zieht, und dessen Ritter der Tafelrunde gehört sicher zu den bekanntesten englischen Geschichten. Immer wieder wurde diese daher in Filmen aufgegriffen, sei es als ernstes Fantasyabenteuer Excalibur (1981) oder in der Parodie Die Ritter der Kokosnuss (1975). Doch so bekannt die Vorlage auch ist, die Versuche, aus dem Stoff einen Blockbuster zu machen, waren nicht immer von Erfolg gekrönt. Zuletzt ging man 2017 mit King Arthur: Legend of the Sword baden, die Mischung aus altem Stoff und den Spielereien eines Guy Ritchies fand kein großes Publikum. Und auch King Arthur blieb 2004 hinter den Erwartungen zurück: Trotz einer imposanten Besetzung und eines großzügigen Budgets wurde nicht der erhoffte Hit daraus. Die Kritiken waren zudem bescheiden.

Dabei hatte man sich inhaltlich sogar einiges einfallen lassen. An und für sich hätte man bei dem Titel ja erwarten können, dass der Film eine direkte Adaption der bekannten Sage ist. Von dieser ist in King Arthur aber nur wenig übriggeblieben. Die erste Verwunderung kommt schon zu Beginn: Der angehende König ist hier ein römischer Offizier und nur ein halber Brite. Auch die Geschichte ist überwiegend neu. Zwar ist es auch in der Vorlage so, dass die Ritter gegen die Sachsen kämpfen. Dort tun sie das aber, um Britannien die Unabhängigkeit zu ermöglichen, nicht, weil es die Römer so wollen. Und auch beim Rest ließ man sich höchstens von der Legende inspirieren, macht letztendlich aber etwas völlig anderes daraus.

Nicht sehr spannend

Nun ist es nicht zwangsläufig ein Problem, wenn die Verfilmung einer Legende in eine andere Richtung geht. The Green Knight (2021), das ebenfalls im thematischen Umfeld von Arthur spielt, war beispielsweise sehr sehenswert, obwohl die rätselhafte Fassung kein klassisches Fantasyabenteuer war. Nur hat King Arthur eben nichts Interessantes zu erzählen. Wir sehen, wie die Männer umherreisen, manchmal kämpfen, oft sich unterhalten – und dabei doch nichts sagen. Das ist dann auch eines der größten Probleme des Films: Er ist irgendwie inhaltsleer. Vor allem bei den Figuren hätte doch deutlich mehr investiert werden müssen. Sie bleiben ohne Kontur, agieren ohne klar erkennbare Motivation, innerhalb der Gruppe entsteht keine Dynamik. Nur wenige aus dem prominenten Ensemble schaffen es, wirklich aus der Masse hervorzustechen, darunter Stellan Skarsgård. Bei den meisten ist es fast schon egal, dass sie dabei sind.

Klar, da sind immer noch die Kämpfe. Die sind zwar auch nicht epochal, machen aber schon Laune. Und auch die Settings können sich sehen lassen, sofern man sich nicht an dem etwas zu dominanten Grau stört. Nur ist das eben nicht genug. Eigentlich ist Regisseur Antoine Fuqua (The Equalizer) ja durchaus für Spannungskino zu haben. Auch Actionszenen liegen ihm normalerweise. Irgendwie gelang es ihm hier aber nicht, aus all dem Kapital zu schlagen. Wirklich schlecht ist King Arthur nicht, da ist nur wenig dabei, worüber man sich ärgern müsste. Aber eben auch nichts, das einen irgendwie begeistern würde. Wer in der Stimmung ist für ein historische Scharmützel, ist hier nicht verkehrt.

Credits

OT: „King Arthur“
Land: USA, UK, Irland
Jahr: 2004
Regie: Antoine Fuqua
Drehbuch: David Franzoni
Musik: Hans Zimmer
Kamera: Slawomir Idziak
Besetzung: Clive Owen, Ioan Gruffudd, Mads Mikkelsen, Joel Edgerton, Hugh Dancy, Ray Winstone, Ray Stevenson, Keira Knightley, Stephen Dillane, Stellan Skarsgård

Trailer

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King Arthur
fazit
In „King Arthur“ müssen einige Ritter im Auftrag Roms eine Familie evakuieren, bevor der Feind da ist. Die starken Abweichungen von der Legende irritieren. Vor allem aber ist der Film irgendwie langweilig, wenn wenig geschieht und die Figuren uninteressant sind. Da kann dann auch die prominente Besetzung nicht viel reißen.
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