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© Sony Pictures

Die Überlebenskünstler

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„Die Überlebenskünstler“ // Deutschland-Start: 3. Mai 2002 (DVD)

Inhalt / Kritik

Schlimmer könnte es für Sonny Paluso (Walter Matthau) kaum laufen. Erst fliegt seine Tankstelle in die Luft. Dann versucht er, beim Amt Hilfe zu beantragen, wird aber davongejagt. Und als er sich in einem Coffee Shop niederlässt, fängt auch noch neben ihm Donald Quinelle (Robin Williams) an zu jammern, der an dem Tag auf demütigende Weise seine Stelle verloren hat. Aber es kommt doch schlimmer: Ein Mann mit einer Skimaske (Jerry Reed) kommt in eben diesen Coffee Shop, um ihn auszurauben. Dabei wird Donald angeschossen und wird ins Krankenhaus gebracht, während der Täter entkommt. Doch es dauert nicht lange, bis dieser wieder auftaucht, schließlich hat Sonny ihn gesehen und kann ihn identifizieren …

Starbesetzt und unbekannt

Man nehme zwei der ganz großen US-Komiker und bekomme … irgendwas. Wer nur auf die Besetzung schaut, dürfte sich wundern, warum Die Überlebenskünstler ein so unbekannter Film ist. Denn eigentlich solle man meinen, dass die Kombination von Walter Matthau (Ein seltsames Paar) und Robin Williams (Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen) einen echten Komödienklassiker hervorbringt. Stattdessen fiel der Film 1983 ziemlich durch, sowohl an den amerikanischen Kinokassen wie auch bei Kritikern und Kritikerinnen. Bei uns erschien er wohl nur auf Video. Mehr als vierzig Jahre später dürften nur große Fans der beiden Ikonen den Titel überhaupt kennen. Die DVD ist schon länger nur noch antiquarisch erhältlich, im Fernsehen ist die Komödie nur alle Jubeljahre mal zu sehen.

Dabei hat der Film durchaus gelungene Momente und interessante Ansätze. Wenn zu Beginn der Geschichte Donald von einem Papagei gefeuert wird, weil sein Chef keine Lust mehr hat, seine Belegschaft persönlich rauszuwerfen, dann ist das ein ebenso absurdes wie lustiges Symbol für eine Arbeitswelt, in der Menschen nur ein Mittel zum Zweck sind. Auch beim Arbeitsamt selbst gibt es witzige Szenen, die aufzeigen, wie Bürokratie und unsinnige Regeln gegen die Menschen arbeiten, denen ja eigentlich geholfen werden soll. Zumindest anfangs sieht es so aus, als wäre Die Überlebenskünstler eine satirische Auseinandersetzung mit einer Welt, in der das Individuum letztendlich nichts zählt – wobei Wirtschaft und Politik gleichermaßen vorgeführt werden.

Komödie ohne klare Richtung

Hätte der Film diese Richtung konsequent verfolgt, er hätte durchaus amüsant werden können. Aber es kommt anders. Immer wieder werden neue Themen eingeführt, bis man irgendwann überhaupt nicht mehr weiß, was Regisseur Michael Ritchie (Auf der Suche nach dem goldenen Kind) da überhaupt erzählen will. Da trifft dann Kapitalismuskritik auf etwas, das sich wohl über die Waffenverrücktheit in den USA lustig machen will. Verwirrend ist zudem, dass Die Überlebenskünstler das Verhältnis der beiden Hauptfiguren so gleichgültig ausarbeitet. Prinzipiell arbeitet der Film mit einem großen Kontrast, wenn der eine aufbrausend ist und der andere ruhig. Dass zwei Leute, die sich anfangs streiten, mit der Zeit Freundschaft schließen, funktioniert grundsätzlich auch. Das haben viele Filme bewiesen. Hier wollte man das wohl auch, ohne sich aber für die Annäherung an sich zu interessieren.

Das Ergebnis ist eine reichlich seltsame Komödie, die eigentlich mehrere Filme auf einmal ist, zusammengehalten lediglich durch die wiederkehrenden Protagonisten. Diese sind dabei ein gemischtes Vergnügen. Während Matthau stoisch die Rolle des grummeligen alten Mannes durchzieht, darf Williams richtig aufdrehen. Das ist anfangs extrem anstrengend, ohne dabei lustig zu werden. Erst später, wenn Donald eine befremdliche Wandung durchmacht, macht sich der Einsatz bezahlt. Gesehen haben muss man das alles nicht, Die Überlebenskünstler ist eine Komödie, die durch die extreme Inkohärenz stärker verblüfft als unterhält. Andererseits ist dieser Mischmasch so seltsam, dass man ihn sich allein deshalb einmal anschauen kann.

Credits

OT: „The Survivors“
Land: USA
Jahr: 1983
Regie: Michael Ritchie
Drehbuch: Michael Leeson
Musik: Paul Chihara
Kamera: Billy Williams
Besetzung: Walter Matthau, Robin Williams, Jerry Reed

Bilder

Trailer

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Die Überlebenskünstler
fazit
In „Die Überlebenskünstler“ werden zwei Männer vor dem Nichts in eine gefährliche Geschichte hineingezogen. Die Komödie überzeugt trotz Walter Matthau und Robin Williams als ungleiche Leidensgenossen nicht. Das liegt vor allem an dem konfusen Drehbuch, das so viel erzählt, bis man gar nicht mehr weiß, worüber der Film eigentlich sprechen möchte.
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