Die drei Fragezeichen Toteninsel
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Die drei ???: Toteninsel

Die drei Fragezeichen Toteninsel
„Die drei ???: Toteninsel“ // Deutschland-Start: 22. Januar 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Die Sommerferien haben begonnen. Und eigentlich wollten Justus Jonas (Julius Weckauf), Peter Shaw (Nevio Wendt) und Bob Andrews (Levi Brandl) diese mit einem Roadtrip verbringen. Geplant war das schon länger. Nicht geplant war hingegen, dass sie einen mysteriösen Anruf erhalten, bei dem sie mit dem Rätsel der Sphinx konfrontiert werden. Nur ein Scherzanruf? Während Peter die Geschichte ignorieren möchte und darauf drängt, jetzt endlich loszufahren, hat Justus Feuer gefangen. Dabei kommen sie mit Bobs Freundin Jelena Charkova (Momo Beier) einem Geheimbund auf die Spur. Und was hat es mit dem mysteriösen Archäologie-Professor Phoenix (Andreas Pietschmann) auf sich, der eine Expedition vorbereitet?

Altmodisches Abenteuer

Natürlich sind die drei ??? absoluter Kult, sei es in gedruckter Form oder als Hörspiel. Und doch war die Frage groß, ob die Abenteuer als Kinofilm ein Publikum anziehen würden. Schließlich waren die beiden englischsprachigen Filme in den späten 2000ern umstritten. Umso größer war die Überraschung, als die deutsche Produktion Die drei ???: Erbe des Drachen 2023 zu einem echten Kassenschlager wurde. Zwei Jahre später blieb Die drei ??? und der Karpatenhund nur wenig hinter dem beeindruckenden Ergebnis des Erstlings zurück. Da sind dann natürlich die Erwartungen entsprechend groß, wenn es mit Die drei ???: Toteninsel jetzt den dritten Teil gibt – zumal dem Streifen der gleichnamige Jubiläumsband von André Marx  zugrunde liegt, dessen Geschichte deutlich größer angelegt ist, als man es so gewohnt ist.

Beim Film ist davon dann auch nur ein Teil übriggeblieben. Das anfängliche Szenario ist gleich. Da geht es um den mysteriösen Anrufer und die Ermittlungen, was es mit der Sphinx auf sich hat. Gegen Ende hin weicht die Adaption aber schon deutlich ab. Genauer wurde die Geschichte vereinfacht. Was im Buch noch sehr exzessiv war, wird in Die drei ???: Toteninsel zu einer überschaubaren Schatzsuche. Das könnte diejenigen enttäuschen, die sich eine originalgetreuere Umsetzung erhofft hatte. Für sich genommen funktioniert der Film aber durchaus. Man darf hier selbst als Nicht-Fan ein wenig nostalgisch sein, wenn die Jungs Rätsel lösen müssen, um mitten im Dschungel entscheidende Hinweise auf einen versteckten Schatz zu finden – Gefahren und böse Typen inklusive.

Unbefriedigendes Ende

Natürlich darf man dabei kein ausgewachsenes Abenteuer erwarten, wie man es aus Hollywood bekommen würde. Dafür reicht ein deutsches Budget nicht aus. Außerdem ist die Zielgruppe ja auch niedriger, weshalb das Ganze nicht zu aufregend und düster werden darf. Das Setting ist in Die drei ???: Toteninsel aber durchaus atmosphärisch, so wie schon in den ersten beiden Filmen. Auch das Zusammenspiel innerhalb des Ensembles funktioniert gut. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich die drei Protagonisten, die immer mal wieder als echtes Team auftreten. Es gibt aber auch Momente, in denen es zu richtigen Reibungen kommt. Diese gehen diesmal überwiegend von Justus aus, der sich über die Wünsche der anderen hinwegsetzt und sehr eifersüchtig auf Jelena reagiert, die er am liebsten loswerden will. Sympathisch ist das nicht, menschlich aber schon.

Während der Film bei diesen Punkten zu überzeugen weiß, hapert es auf der inhaltlichen Seite. Einiges an der Geschichte ist umständlich. Glaubwürdigkeit darf man sowieso nicht erwarten. Das vielleicht größte Manko ist aber das überhastete Ende, wenn das Abenteuer sehr abrupt endet. Vorsicht Spoiler: Man erfährt nicht einmal, welcher Schatz denn eigentlich gesucht wurde, da das vorher abbricht. Das ist schon ziemlich unbefriedigend. Insgesamt ist Die drei ???: Toteninsel aber wieder ein charmanter Familienfilm geworden, der einen für anderthalb Stunden die Welt da draußen vergessen lässt. Man kann sich hier zurücklehnen, während drei Freunde durch Zusammenhalt und Grips über das Böse triumphieren. Und das ist doch immer wieder nett.

Credits

OT: „Die drei ???: Toteninsel“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Tim Dünschede
Drehbuch: Anil Kizilbuga
Vorlage: André Marx
Musik: David Reichelt
Kamera: Holger Jungnickel
Besetzung: Julius Weckauf, Nevio Wendt, Levi Brand, Andreas Pietschmann, Jannik Schümann, Filip Schnack, Katja Lechthaler, Philipp Christopher, Momo Beier, Pascal Buchsbaum

Bilder

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Die drei ???: Toteninsel
fazit
In „Die drei ???: Toteninsel“ werden die drei Nachwuchsdetektive in eine dubiose Expedition hineingezogen, die mit zahlreichen Gefahren verbunden ist. Das Abenteuer lebt dabei von dem stimmungsvollen Setting und dem Zusammenspiel des Ensembles. Bei der Geschichte darf man aber nicht zu viel erwarten, das Ende ist abrupt und unbefriedigend.
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